Herzlich willkommen an der Technischen Hochschule Deggendorf! Einer Hochschule mit grenzenlosen Möglichkeiten, an der Studierende und Mitarbeitende studieren, forschen, lehren und mutig Innovationen und Entwicklungen voran treiben. Entdecken Sie die THD - innovativ & lebendig.
Die Technische Hochschule Deggendorf (THD) hat mit der Fertigstellung einer innovativen Speicheranlage in Kombination mit Photovoltaikanlagen auf den Dächern ihrer Campus-Gebäude einen bedeutenden Schritt in Richtung Energiewende gemacht. Am 20. März besichtigte Christian Bernreiter, Bayerischer Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr, die Anlage und zeigte sich beeindruckt von der technischen Umsetzung und den nachhaltigen Lösungsansätzen, die Vorbildcharakter in ganz Bayern haben könnten.
Das Projekt adressiert ein zentrales Problem der Energiewende: den sogenannten Re-Dispatch 2.0, also die Abriegelung der Einspeisung, um die Stabilität des Stromnetzes zu gewährleisten. In den Jahren 2024 und 2025 musste beispielsweise die Stadt Deggendorf aufgrund von Netzüberlastungen rund 800 Stunden PV-Energie abregeln – mehr als die Hälfte der erzeugten Solarenergie ging verloren. Die THD hat sich mit ihrer neuen Speicherlösung von solchen Energieverlusten weitgehend unabhängig gemacht und den Nutzen aus der Leistungsfähigkeit ihrer Solaranlagen maximiert.
Technische Herausforderungen und innovative Lösungen
„Die Umsetzung des Projekts erforderte das Überspringen einer Reihe von technischen, finanziellen und bürokratischen Hürden“, erklärt Dr. Stefanie Duarte Fernandes, THD-Vize-Kanzlerin und unter anderem Leiterin des Bereiches Bau/Liegenschaften. Nach intensiver Planung und Prüfung verschiedener Speichertechnologien habe sich die Hochschule für eine Lösung entschieden, bei der die Speicher täglich gefüllt und entleert werden. Projektleiter Stefan Unertl erklärt dazu, dass „das Auffinden eines geeigneten Herstellers, der einerseits den komplexen technischen Anforderungen genügt und zugleich alle Daten in einer Cloud in Deutschland sichert, tatsächlich nicht einfach war.“ Auch sei die Installation der Speicher – jeder mit einem Gewicht von über drei Tonnen – eine große Herausforderung gewesen. Was den Präsidenten der THD, Prof. Waldemar Berg, besonders stolz macht, sei der Umstand, dass bei der Planung des Projekts auch Ideen eigener Professoren, wie etwa von Prof. Dr.-Ing. Otto Kreuzer, einem Experten für Leistungselektronik, in die Planung eingeflossen seien. „Der Forschungs- und Technologietransfer gehört zur DNA einer unternehmerischen Hochschule wie der THD. Und in diesem Fall ist dieser Transfer aus dem Labor in die Anwendung quasi im eigenen Haus passiert“, so Berg. Dabei muss es allerdings nicht bleiben.
Staatsminister Bernreiter lobt Vorzeigeprojekt
Staatsminister Bernreiter zeigte sich bei seinem Besuch sehr beeindruckt von der Speicheranlage und ihrer Funktionsweise. Er hob die Bedeutung solcher Projekte für die Energiewende hervor: „Die THD hat hier ein Vorzeigeprojekt geschaffen, das nicht nur technische Exzellenz beweist, sondern auch zeigt, wie Hochschulen aktiv zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen beitragen können.“ Mit der neuen Speicheranlage setzt die THD ein starkes Zeichen für Nachhaltigkeit und Innovation und zeigt, wie Forschung und Praxis erfolgreich miteinander verbunden werden können.
„Teddy Doc“, die beliebte Kinderuni der Technischen Hochschule Deggendorf (THD), steht wieder auf dem Programm. Die Studierenden des Studiengangs „Physician Assistant“ und Studiengangsleiter Prof. Dr. med. Thiha Aung bieten Informationen und Mitmachstationen rund um die Themen menschlicher Körper und medizinische Versorgung. Wichtig: Die Kinderuni findet ausnahmsweise an einem Mittwoch, den 25. März statt und auch nicht am Hauptcampus der THD, sondern direkt in den Laboren der Fakultät Angewandte Gesundheitswissenschaften in der Land-Au 27 in Deggendorf. Beginn ist um 17 Uhr.
Ein spannendes und buntes Programm erwartet die Gäste. Nach einer kindgerechten Einführung in den menschlichen Körper stehen verschiedene Stationen bereit, an denen die Teilnehmenden sich in kleinen Gruppen ausprobieren können. Ob EKG, Ultraschall, die Arbeit mit dem Stethoskop oder Wiederbelebungsmaßnahmen, es gibt viel zu entdecken für den medizinischen Nachwuchs. Damit alle sich nach Herzenslust ausprobieren können, ist für diese Kinderuni eine Dauer von ca. zwei Stunden eingeplant.
Die Kinderuni der THD richtet sich an alle neugierigen Kinder zwischen acht und 13 Jahren. Fleißige Besucherinnen und Besucher können Stempel für ihren Kinderuni-Pass sammeln. Erwachsene Begleitpersonen sind herzlich eingeladen, der Veranstaltung im Hintergrund zu folgen.
An der Technische Hochschule Deggendorf (THD) geht das Förderprogramm EXIST-Women in die dritte Runde: Am 11. März fand für die neun Teilnehmerinnen der erste große Workshop-Tag im Startup-Lab in der Deggendorfer Veilchengasse statt. Neben dem persönlichen Kennenlernen untereinander und mit dem THD-Team galt es, die individuelle Gründungspersönlichkeit aufzuzeichnen und die eigenen Ziele zu definieren. Mit EXIST-Women werden die Frauen nun bis Ende des Jahres intensiv auf ihrem Weg zur Unternehmensgründung unterstützt und von Mentorinnen begleitet.
Schritt für Schritt zum eigenen Startup
Anfang März begann für die neun Teilnehmerinnen in einem ersten kurzen Online-Treffen ihre Gründungsreise mit EXIST-Women. Das persönliche Treffen zum Workshop-Tag knüpfte nahtlos daran an und bot auch eine erste Gelegenheit zum Netzwerken.
Die Teilnehmerinnen befinden sich in unterschiedlichen Phasen der Gründung. Manche schnüren ihre Ideen gerade zu einem verkaufsfähigen Produkt und suchen das passende Geschäftsmodell, andere sind nur noch wenige Schritte von der Gründung entfernt und suchen Sparringspartnerinnen und –partner für ihr Business.
Rosina Amann arbeitet mit „Wildgeschwister” an einer digitalen Plattform zur modernen Jagdausbildung. Maryem Abdellah und Kseniia Vinogradova entwickeln die KI-gestützte App „Vealth” für unkomplizierte Zahnuntersuchungen und Altersbestimmung bei Pferden. Hanna Döbl erfindet mit „ZOEMIRA”, einer Slow-Media-Plattform für interaktive Lichtgeschichten, eine neue Form digitaler Erzählkultur. Valentina Kress macht mit der inklusiven Swimwear Brand „Trudy“ die individuelle Bikini-Gestaltung möglich. Miriam Kupper berät Banken zum Aufbau KI-gestützter Kredit- und Bonitätsprüfungen, um Entscheidungsprozesse schneller, transparenter und zukunftssicherer zu machen. Angelina Mazur Sotskaya arbeitet an einer Software zur Unterstützung bei der Anlagenzertifizierung nach VDE-AR-N 4110. Magdalena Wasner entwickelt eine Trainingsplattform für gezieltes Athletiktraining im Kampfsport. Kristina Lallinger möchte mit schamanischem Coaching die mentale Gesundheit stärken.
„Wir möchten jede Gründerin individuell dort abzuholen, wo sie gerade steht, und ihr genau das Sprungbrett bieten, das für den nächsten großen Schritt noch fehlt. Die Gründerinnen dabei zu begleiten, wie so aus ihren ersten Ideen konkrete Business Cases wachsen, ist jedes Mal aufs Neue inspirierend“, so Uta Pustet, Gründungsberaterin und Verantwortliche für EXIST-Women am Zentrum für Entrepreneurship der THD.
In den kommenden acht Monaten wechseln sich individuelle Coachings mit Workshops ab – online und im Startup-Lab der THD. So werden die „Gründerinnen to be” gezielt fachlich qualifiziert und auf Selbstständigkeit und Unternehmensführung vorbereitet. Zu Beginn dreht sich alles um das eigene Produkt und die Positionierung im Markt. Anschließend sollen das eigene Branding sowie eine Marketing- und Vertriebsstrategie definiert werden. Auf Input zu Rechtsthemen durch eine Anwältin und Tipps aus der unternehmerischen Praxis folgen Sessions zu Businessplan, Pitching und Female Leadership. Außerdem bietet das Programm bewusst Raum für individuelle Entwicklung und persönliches Wachstum.
„Ziel von EXIST-Women ist es, die Teilnehmerinnen mit dem notwendigen Wissen und unternehmerischem Handwerkszeug zu starken Gründerinnen zu qualifizieren. Insbesondere auch durch den Zugang zu dem vielschichtigen Netzwerk und dem innovationstarken Umfeld an der THD öffnen sich den Unternehmerinnen von morgen großartige Perspektiven”, fasst Prof. Dr. Veronika Fetzer, Vizepräsidentin Third Mission, zusammen. Sie begleitet die Teilnehmerinnen des Programms als Mentorin.
Über EXIST-Women am Zentrum für Entrepreneurship der THD
Das Förderprogramm EXIST-Women unterstützt gründungsinteressierte Frauen an Hochschulen. Sie werden frühzeitig für unternehmerisches Denken sensibilisiert und auf dem Weg von der ersten Idee bis zur Gründung begleitet. Das Programm richtet sich insbesondere an Studentinnen, Wissenschaftlerinnen und Absolventinnen mit technologie- oder wissensbasierten Gründungsvorhaben. Es wird getragen vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie durch „EXIST – Existenzgründungen aus der Wissenschaft“.
Weitere Informationen zu EXIST-Women: https://th-deg.de/exist-women.
Alle Angebote des Zentrums für Entrepreneurship im Überblick: https://th-deg.de/unternehmerische-hochschule.