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Anfang Juni sicherte sich Joana Attenberger, Bachelorstudentin der Angewandten Sportwissenschaften an der Technischen Hochschule Deggendorf (THD), den zweiten Platz der Frauen bei den diesjährigen Meisterschaften im Surfen des allgemeinen deutschen Hochschulsportverbands (adh). Wegen der wechselhaften Bedingungen an der Atlantikküste der französischen Gemeinde Seignosse erfolgten die Wettkampfrunden an nur zwei Tagen.
Knapp 200 Studierende aus Deutschland und dem europäischen Ausland fanden sich für die Hochschulmeisterschaften an der Atlantikküste ein. Im „Heat“-Format traten jeweils vier Teilnehmerinnen gleichzeitig gegeneinander an, um auf möglichst guten Wellen ihre besten Leistungen zu zeigen. Joana Attenberger überzeugte dabei am 1. Juni in der ersten Wettkampfrunde mit starken 8,10 Punkten und gewann am Nachmittag darüber hinaus auch das Quarterfinale. Dabei schaffte sie es, mit herausfordernden Bedingungen umzugehen: Viele Wellen brachen erst in Strandnähe, was das Finden geeigneter Wellen erschwerte.
Aufgrund der ungünstigen Wetterverhältnisse wurde der Wettkampf für zwei Tage pausiert und anschließend am 3. Juni fortgesetzt. Im Semifinale sahen sich die Teilnehmerinnen mit großen Wellen konfrontiert, die weit vor der Küste brachen und den Sportlerinnen viel Ausdauer und Kraft abverlangten. Wieder gelang es der THD-Studentin, sich gegen ihre Kontrahentinnen durchzusetzen. Nur eine Stunde später sicherte sie sich im Finale den zweiten Platz der Meisterschaft. „Es war schon immer mein Traum, einmal ins Finale zu kommen“, so die Surferin. „Und dann sogar den zweiten Platz zu erreichen, ist einfach unglaublich.“
Mit Blick auf die Zukunft existieren bereits neue Pläne: Im kommenden Wintersemester absolviert Joana Attenberger ein Auslandssemester in Bali – einem der weltweit bekanntesten Surfspots. Dort möchte sie intensiv trainieren, um im nächsten Jahr erneut an den deutschen Hochschulmeisterschaften teilzunehmen. Ihr klares Ziel ist es, sich dann den ersten Platz zu holen.
Die Technische Hochschule Deggendorf (THD) zeichnete am Montag, den 8. Juni, die Studentin Lea Aufschläger im Rahmen der Aktion #OneInOneMillion aus. Die Kampagne wurde zur Feier von einer Million geförderten Studierenden aus Deutschland im Rahmen des Erasmus+ Programms ins Leben gerufen, um den Erfolg des Programms zu feiern. Erasmus+ ist ein Programm der Europäischen Union, das den Austausch im Bildungssektor innerhalb der Mitgliedsstaaten fördert, beispielsweise durch Auslandsstudien und -praktika.
Lea Aufschläger war während ihres Bachelorstudiums in Betriebswirtschaft an der THD als Austauschstudentin an der Universidad Rey Juan Carlos de Madrid in Spanien. Mittlerweile ist sie für den Master Digital Business eingeschrieben und absolviert in diesem Jahr einen weiteren Auslandsaufenthalt – dieses Mal an der FHWien der WKW, einer Fachhochschule für Management und Kommunikation. Zudem unterstützte sie im vergangenen Wintersemester das International Office der THD als Auslandsbotschafterin, um Erasmus+ auch anderen Studierenden näherzubringen. Als Dank für ihre Mühen erhielt die Studentin am Montag von der Nationalen Agentur für Erasmus+ Hochschulzusammenarbeit des Deutschen Akademischen Austauschdiensts (NA DAAD) eine Urkunde sowie ein kleines Geschenk.
„Mein Auslandsaufenthalt in Madrid hat mich sowohl fachlich als auch persönlich geprägt. Das Studium in einem internationalen Umfeld hat meinen Blick auf unterschiedliche Arbeits- und Denkweisen erweitert und meine interkulturellen Kompetenzen gestärkt“, erzählt Lea über ihre erste Erfahrung mit Erasmus+. „Gleichzeitig habe ich gelernt, mich schnell auf neue Situationen einzustellen, selbstständige Entscheidungen zu treffen und Herausforderungen mit mehr Selbstvertrauen zu begegnen.“
Die THD ist seit 1989/99 als Erasmus+ Hochschule akkreditiert und hat seitdem bereits über 2.000 Studierende gefördert, ebendiese Kompetenzen und Erfahrungen zu sammeln. Als #OneInOneMillion der THD steht Lea für den Erfolg von Erasmus+ als Schlüsselprogramm für ein offenes, vernetztes und zukunftsfähiges Europa. „Allen, die noch überlegen, ob sie ein Auslandssemester absolvieren möchten, kann ich nur empfehlen, diese Chance zu nutzen“, betont sie. „Ein Auslandsaufenthalt im Rahmen von Erasmus+ bietet die Möglichkeit, persönlich zu wachsen, neue Erfahrungen zu sammeln und wertvolle internationale Kontakte zu knüpfen.“
Zahlen, Daten und Fakten zu Erasmus+
Erasmus+ fördert die akademische Mobilität von Studierenden, indem diese bei Auslandsaufenthalten an europäischen Partnerhochschulen unterstützt werden. Seit dem Programmstart im Jahr 1987 haben EU-weit bereits über 17 Millionen Studierende teilgenommen. Eine Million davon wurden von deutschen Partnerhochschulen in die Auslandsaufenthalte entsandt. Stand 2025 beteiligen sich mittlerweile 337 deutsche Hochschulen an Erasmus+, um den Studierenden Auslandsaufenthalte zu ermöglichen. Mit einem Fördervolumen von über 250 Millionen Euro wurden 2025 in Deutschland rund 100.000 Teilnehmende im Rahmen des Programms gefördert – 62.000 von ihnen verbrachten ein Semester im Ausland, 38.000 kamen für ihre Studien nach Deutschland. Die beliebtesten Zielländer bilden Spanien, Frankreich und Italien. Erasmus+ steht allen Fachbereichen offen: von Wirtschaft, Verwaltung und Recht über Geisteswissenschaften und Kunst bis zum Ingenieurwesen und Baugewerbe.
Die Technische Hochschule Deggendorf (THD) ist nicht nur auf dem Papier die internationalste Hochschule Bayerns. Ihre multikulturelle Identität feierte die Hochschulfamilie ausgiebig eine Woche lang vom 8. bis 11. Juni. Mit der diesjährigen International Week setzte die THD erneut hochschulweit ein Zeichen für kulturellen Austausch, Begegnung und gelebte Vielfalt.
Gemeinsam mit Studierenden aus aller Welt organisierte das International Office ein abwechslungsreiches Programm mit kulturellen, kulinarischen und informativen Veranstaltungen. Das Ergebnis der viertägigen Veranstaltung: Studierende, Mitarbeitende und Gäste aus 17 Ländern kamen miteinander ins Gespräch, lernten voneinander und feierten gemeinsam eine Weltgemeinschaft.
Während der Woche fanden zahlreiche Infoveranstaltungen statt. Interessierte konnten sich etwa zu einem möglichen Auslandsaufenthalt und dessen Finanzierung oder auch zu einer Personal- und Dozentenmobilität informieren. Kulinarisch wurde die International Week erneut bei „Taste the World“ erlebbar. Auch wenn das Event wetterbedingt dieses Jahr im Gebäude stattfinden musste, sorgten über 400 Besucherinnen und Besucher für eine lebhafte und gut gefüllte Veranstaltung. Insgesamt 18 internationale Studierendengruppen präsentierten Spezialitäten aus verschiedenen Ländern, darunter Escondidinho aus Brasilien, Isombe aus Ruanda, Rosé Tteokbokki aus Südkorea, Payasam aus Indien und Túrógombóc aus Ungarn. Die gesamte Hochschulfamilie konnte bei „Taste the World“ Gerichte und Süßspeisen aus aller Welt probieren, neue Geschmacksrichtungen und Lieblingsgerichte entdecken. Während des gesamten Veranstaltungszeitraums hielt das International Office gemeinsam mit dem Studierendenwerk einen Kleidertausch ab. Auch Musik und Tanzaufführungen durften nicht fehlen. Auf die Bühne traten unter anderem Studierende aus Südkorea oder Pakistan und auch der Hochschulchor sorgte für eine lebendige Atmosphäre. Solche Auftritte machten die International Week zu einem besonderen Erlebnis für die gesamte Hochschulgemeinschaft.
Die International Week 2026 zeigte erneut, wie bereichernd kulturelle Vielfalt und internationale Begegnungen für das Leben am Campus sein können, und bot zahlreiche Gelegenheiten, neue Perspektiven kennenzulernen und gemeinsame Erfahrungen zu teilen.