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Am Samstag, 15. Juni, kamen über 650 frisch Graduierte noch einmal an ihre Alma Mater, die Technische Hochschule Deggendorf (THD), um gemeinsam mit Familienangehörigen und Freunden einen erfolgreichen Studienabschluss zu feiern.

„Wir waren überwältigt von den Anmeldungen in diesem Jahr“, erzählt Stefanie Lex, Leiterin des THD-Alumni Referats sichtlich beeindruckt. Sie hat die Graduiertenfeier federführend organisiert. „Im Vergleich zum letzten Jahr folgten noch einmal rund 150 Absolventinnen und Absolventen mehr unserer Einladung.“ Die Veranstaltung sei komplett ausverkauft gewesen. Ulrike Sauckel, Leiterin der THD-Stabstelle International, Alumni Affairs und Eventkoordination kann das nur bestätigen: „Die große Nachfrage zeigt den Stellenwert dieser Veranstaltung. Wir haben auch heuer wieder alles rausgehauen, um unseren Alumni einen unvergesslichen Abend zu bereiten.“

Unter dem Motto „Become a star“ fanden die 2.400 Gäste eine „galaktische“ Kulisse am Campus vor, gestaltet von der Masterklasse Medientechnik der THD. Ein Tor zum Universum, überdacht von einem riesigen Doktorandenhut, fiel bereits beim Betreten des Campus ins Auge. Durch dieses Tor durfte jede Absolventin, jeder Absolvent am Abend schreiten – in Vorbereitung auf das große Finale: Shift the Tassle und Hütewurf.

Zu Beginn stand aber erstmal das Einkleiden der Absolvia. Würdevoll in Talaren und mit Doktorhüten ging es zu den fakultätsinternen Urkundenübergaben. In diesem Rahmen wurden auch heuer wieder die Auszeichnungen für herausragende Leistungen während des Studiums in Form von Unternehmenspreisen verliehen. Vertreter der Firmen Ferchau GmbH, K+B E-Tech GmbH, Max Streicher GmbH, Mediengruppe Attenkofer, Micro-Epsilon Messtechnik GmbH, Rohde & Schwarz GmbH, Rotary Club Deggendorf und Zollner Elektronik AG würdigten ihre Preisträger jeweils mit einer kurzen Laudatio.

Beim anschließenden Sektempfang stießen die Absolventinnen und Absolventen auf ihre erfolgreichen Abschlüsse an und lauschten der Big Band der THD, bevor um 20:30 Uhr die Moderatorin des Abends, Petra Stikel, zum Höhepunkt einlud, dem besagten Durchschreiten des Tors. „Dieser ‚Walk of fame‘ ist auch für uns vom Alumni-Team jedes Jahr wieder ein sehr emotionaler und schöner Moment,“ erklärt Sauckel. „Der Blick in ihren Augen, wenn sie durch das Tor schreiten, als Symbol für den neuen Lebensabschnitt, der nun vor ihnen liegt, aber auch der Stolz über den zurückliegenden erfolgreichen Abschluss, das ist wirklich sehr berührend, nicht nur für die anwesenden Eltern.“

Stellvertretend für alle Absolventinnen und Absolventen sprach Sven Kufner, ehemaliger Vorsitzender des studentischen Konvents und jetzt selbst Absolvent. Er ließ seine Studienzeit charmant mit einem kleinen Augenzwinkern Revue passieren: „Wir sind jetzt Profis in Gruppenarbeiten, aber auch Prokrastination und Last-Minute Abgaben.“

Neu im Rahmen der Graduiertenfeier war die Verleihung der Silber-Diplome. Absolventinnen und Absolventen des Abschlussjahres 1999 erhielten von Prof. Dr. Wolfgang Dorner, Vizepräsident Forschung an der THD und Oberbürgermeister Dr. Christian Moser, feierlich eine Urkunde überreicht. in Kurzinterviews kitzelte Moderatorin Stikel aus den Jubilaren heraus, wie gerne sie nach 25 Jahren an den Campus zurückgekehrt sind und dass ihnen die Studienzeit dann doch als beste und entspannteste Zeit ihres Lebens in Erinnerung geblieben ist.

Dann endlich folgte das „Shift the Tassel“, das symbolische Legen der Quaste von rechts nach links, als Zeichen für das Ende der Studienzeit und den Anfang der Zeit als Akademikerin bzw. Akademiker. Unter strahlend blauem Himmel und einsetzender Dämmerung gab Professor Dorner schließlich den Countdown frei, welcher von den Medientechnikern mit einer ansprechenden Animation und Soundinstallation gestaltet wurde: Nach zehn Sekunden flogen 654 Hüten unter lautem Jubel hoch in die Luft. „Es war ein unvergesslicher Moment und ein echt spektakuläres Bild als unsere Hüte alle gemeinsam in die Höhe flogen“, erzählte ein begeisterter Absolvent im Nachgang.

Mit dem traditionellem Hütewurf ging der offizielle Teil der Graduiertenfeier zu Ende und die Gäste ließen den Abend bei der anschließenden After Hour am Donau-Campus gemeinsam ausklingen. Dafür hatten sich die Medientechniker eine eindrucksvolle Lichtinstallation einfallen lassen, welche auf die Fassaden der Hochschulgebäude projiziert wurde.

„Nach einer so langen und intensiven Vorbereitung auf diesen Tag freue ich mich, dass alles so reibungslos abgelaufen ist,“ freut sich Stefanie Lex und sagt weiter: „Wir haben bereits an dem Abend zahlreiche positive Rückmeldungen von Gästen erhalten, wir haben also unser Ziel erreicht: den Graduierten einen unvergesslichen Abschied von der Hochschule zu bereiten.“ Nach der Abwicklung dieser Veranstaltung gehe es für das Alumni-Team nahtlos weiter, so stehe etwa die Vorbereitung der Graduiertenfeiern für die Standorte Pfarrkirchen und Cham im Oktober an.

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Anfang Juni erhielt das internationale Gründerteam future-link des Startup Campus der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) für ihre Idee einer Retrofit-Lösung zur unkomplizierten Erfassung von Maschinendaten ein EXIST-Gründerstipendium in Höhe von 131.500 €.

Das junge Gründerteam – bestehend aus Shivam Parmar (Indien), Ali Aljalali (Syrien) und Johannes Bardon (Deutschland) – lernte sich an der THD kennen und hat sich zum Ziel gesetzt, für Unternehmen eine herstellerübergreifende sogenannte Plug-and-Play Retrofit-Lösung zur Erfassung von Maschinendaten anzubieten. Diese soll dann für eine vollautomatisierte Prozessüberwachung von Maschinenparks eingesetzt werden können. Da insbesondere älteren Maschinen häufig erforderliche Schnittstellen zur Datenauslese fehlen, entwickelt future-link mithilfe des THD-Patents „Verfahren und System zur Erfassung von Maschinendaten“ (DE102019101132) ein Produkt, das ohne externe Sensorik oder bestehende Schnittstellen eine unkomplizierte Maschinendatenerfassung (MDE) ermöglicht. Darüber hinaus bietet das Startup auch eine Betriebsdatenerfassung (BDE) an, die in Kombination mit der MDE einen ganzheitlichen Überblick über die Fertigung gibt. Um die Informationssicherheit zu gewährleisten, kann der Datenverkehr des auf Raspberry Pi und Windows laufenden Systems in einem komplett eigenständigen, vom Fertigungsbetrieb unabhängigen Netzwerk stattfinden.

Die Räumlichkeiten im Startup Lab in der Deggendorfer Veilchengasse bezogen, haben die drei Gründer nun zwölf Monate Zeit, ihr Vorhaben, den Prototyp zu einem verkaufsfähigen Produkt weiterzuentwickeln, in die Tat umzusetzen. Parallel arbeiten sie außerdem am Ausbau ihres Geschäftsmodells.

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Am 29. April 2024 nahm die Technische Hochschule Deggendorf (THD) im Rahmen des Studiengangs Technisches Design, unter Leitung von Herrn Prof. Dipl.-Des. Kostas Medugorac, an dem RIMOWA Designpreis in Berlin teil. Der Designpreis wurde ins Leben gerufen, um kreative Studierende zukunftsgerichtet zu fördern. Die THD war bereits zum zweiten Mal vertreten und stellte, neben den großen Hochschulen für Gestaltung, verschiedene Projekte zum diesjährigen Thema Mobilität vor.

Der RIMOWA Designpreis ist eine Auszeichnung für herausragendes, deutsches Design und zudem eine Initiative, die sich zum Ziel gesetzt hat, Potentiale in nachhaltige Projekte zu überführen. Dieses Jahr stand der Designpreis unter der Thematik Mobilität, wobei die Studierenden angehalten waren, diese allumfassend und innovativ zu betrachten. Die Bewertung der Projekte erfolgte nach den vier Kriterien Kreativität, Globalität, Erfindergeist und Beständigkeit. Die THD präsentierte dazu unterschiedliche Projekte, wie zu den Themen Geburt als erste Mobilität oder Hilfe bei Demenzerkrankung. Auch ein Produkt zur Unterstützung bei Analphabetismus, Module für mehr Bewegung besonders für Kinder und Ältere und Kommunikationselemente zur sozialen Vernetzung im urbanen Raum wurden von Seiten der THD vorgestellt.

Die abschließende Preisverleihung fand in der James Simon Galerie statt, wo bekannte Persönlichkeiten der Designbranche die Auszeichnungen an die sieben Finalistinnen und Finalisten verliehen. Obwohl die Projekte der THD in diesem Jahr keinen Preis abräumen konnten, zählt auch hier Dabeisein ist alles und das gelungene Event steigert die Vorfreude auf das kommende Jahr.

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Beim Studieninfotag am 23. Mai 2024 an der Technischen Hochschule Deggendorf drehte sich alles rund um den Start in den neuen Lebensabschnitt Studium. Denn nach dem Schulabschluss steht eine große Entscheidung an: Wie geht’s weiter? Studieren, ja. Aber was und wie?

Maskottchen „Deggster“ höchstpersönlich begrüßte die rund 150 Interessierten und ihre Begleitungen am Campus Deggendorf und begleitete sie ins I-Gebäude, das zum Messezentrum umfunktioniert wurde. Dort stellten die Fakultäten ihre Bachelorstudiengänge vor und Fachberaterinnen und -berater standen für Fragen bereit. Die angehenden Studierenden konnten sich über die Möglichkeiten zur Studienfinanzierung und -förderung, zu Auslandsaufenthalten während des Studiums oder das Orientierungsstudium sowie über die Hochschulsportangebote informieren.

Bei einer Führung über den Campus erfuhren die Interessierten Wissenswertes über die Hochschule und ihre Entwicklungen in der mittlerweile 30-jährigen Geschichte. Sie lernten die Gebäude, den Campus Store und einige studentische Vereine kennen. Echtes Studium-Feeling bekamen sie in 30-minütigen Impuls Vorlesungen und Laborführungen. Mitmach-Stationen und Workshops luden zum interaktiven Kennenlernen ein und Studienbotschafter teilten ihre Erfahrungen an der THD.

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Die Technische Hochschule Deggendorf (THD) veranstaltet am Montag, 3. Juni einen kostenlosen Online-Workshop zu Geschäfts- und Governance-Modellen von Energiegemeinschaften. Teilnehmen können alle, die Interesse an Energiegemeinschaften und daran, wie durch Gemeinschaftsinitiativen die Energiewende erleichtert und die Energieffizienz gesteigert werden kann, haben. Beginn des Workshops ist um 14 Uhr.

Der Workshop wird im Rahmen des Interreg Danube Region Projektes „NRGCOM“ veranstaltet, welches seinen Fokus auf Energiegemeinschaften und wie diese sich bestmöglich in der Donau-Region entfalten können, legt. Am 3. Juni wird das Projekt nochmals kurz vorgestellt, bevor der Projektleiter Prof. Dr. Raimund Brotsack dann ans Thema heranführt und die Projektmitarbeiterin Agnes Frank erste Forschungsergebnisse präsentieren wird. Nach der Vorstellung von Good Practice Beispielen erwartet die Teilnehmenden das Herzstück des Online-Workshops: die Diskussion über Geschäfts- und Governance-Modelle von Energiegemeinschaften. Hier steht der gemeinsame Austausch im Vordergrund.

Alle, die Interesse am Thema Energiegemeinschaften haben, sind herzlich zum kostenlosen Online-Workshop eingeladen. Die Details sowie den Link zur Teilnahme finden sich auf dem Veranstaltungskalender der THD unter: https://th-deg.de/veranstaltungen.

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Am Donnerstag, 16. Mai fand der jährlich ausgetragene Hochschulpokal Fußball, die bayerische Meisterschaft für Hochschulen und Universitäten bis 10.000 Studierende, statt. Das Team der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) sicherte sich dabei den begehrten ersten Platz.

Bei nahezu strahlend blauem Himmel und perfektem Fußballwetter konkurrierten die Teams der TH Rosenheim, der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt und der THD um den Sieg. Gespielt wurde in der Sportanlage des FC Deggendorf. Die Schiedrichtergruppe Deggendorf stellte mit Ernst Greil und Paul Seidl zwei erfahrene Schiedsrichter zur Verfügung. Die Atmosphäre auf dem Spielfeld war geprägt von großer Spielfreude und Fairness, wobei die Spieler ihr Talent und ihre Entschlossenheit unter Beweis stellten. Am Ende des Turniers war es die THD, die sich als unangefochtener Sieger (3:0, 3:1) hervortat. Mit beachtenswerten Leistungen auf dem Platz und einer starken Teamdynamik sicherte sich die Mannschaft den verdienten ersten Platz.

Dass die Meisterschaft auf dem Gelände des FC Deggendorf stattfinden konnte verdanken die THD-Hochschulsportbeauftragten Carolin Stadler und Laura Wiedemann dem Ansprechpartner des FC Deggendorf, Albert Sandweger. Für die Verpflegung der Zuschauenden hatten die Deggathletes ASW, der Verein der Deggendorfer Studierenden der Sportwissenschaften, gesorgt. Chantal Kellermann und Johannes Belko vom Studiengang Physician Assistant der THD standen als Sanitätsdienst am Spielfeldrand bereit. Dank der fairen Spielweise der Teams kamen die beiden jedoch nur einmal zum Einsatz.

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Die Technische Hochschule Deggendorf (THD) feierte vom 13. bis 16. Mai die diesjährige Internationale Woche, um den kulturellen Austausch zwischen Studierenden und Mitarbeitenden am Campus in Deggendorf zu fördern. Mit dem Erzählcafé, einem Finnisch-Schnupperkurs, einem internationalen Buffet „Taste the World“ und Infoveranstaltungen für Studierende und Mitarbeitende zu Aufenthalten an Partnerhochschulen im Ausland bot das International Office gemeinsam mit internationalen Studierenden ein abwechslungsreiches Programm. Auch internationale Besucherinnen und Besucher sowie Gastdozierende von Universitäten aus Kanada, Finnland und Portugal waren Teil der Aktionswoche.

Die THD gehört mit rund 45 Prozent ausländischen Studierenden zu den internationalsten Hochschulen in Bayern. Diese Vielfalt der Hochschulgemeinschaft spiegelte sich auch bei der International Week wider und wurde im regen Austausch, beim gemeinsamen Lachen und Tanzen auf dem Campus besonders sichtbar. Studentinnen aus Malaysia, Moldawien und der Türkei brachten beim Erzählcafé im Handwerksmuseum den Besucherinnen und Besuchern ihre Geschichten und Wissenswertes zu den Kulturen, Festen und Traditionen ihrer Heimatländer näher. Gastdozentin Noora Kivimäki von der Seinäjoki University of Applied Sciences nahm die Teilnehmenden des Finnisch Schnupperkurses mit auf eine Reise durch die Kultur, Landschaft und Sprache ihrer Heimat Finnland. Bei „Taste the World“ konnten am Campus die Spezialitäten internationaler Studierender verkostet werden, darunter Kukusabzi (Iran), Quiche (Frankreich), Quesadillas (Mexiko), Gajas Halwa (Indien) oder Käsespätzle (Deutschland).

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Am Donnerstag, 2. Mai gab Wissenschaftsminister Markus Blume im Zollhof in Nürnberg den Startschuss für bayernweit fünf Gründungs-Hubs. Einer davon ist der Gründungs-Hub Ostbayern, in dem die Technische Hochschule Deggendorf (THD) als eine von sechs Hochschulen zum Ausbau des Gründerökosystems in der Region beiträgt.

Das Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst fördert die Gründungs-Hubs mit drei Millionen Euro und zehn Stellen für die Gründungsförderung über den Projektzeitraum von fünf Jahren. Für die THD bedeutet das neben Projektgeldern eine Stelle, die am Zentrum für Gründungsförderung / Startup Campus angesiedelt sein wird. Für dessen Leiter, Prof. Dr. Thomas Geiß, sind die Gründungs-Hubs ein starkes Signal. „Dank der Förderung durch das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst kann die langjährige gute Zusammenarbeit in Ostbayern im Bereich der Gründungförderung weitergeführt werden. Die Stärkung unseres ostbayerischen Gründerökosystems an Hochschulen bietet die perfekte Voraussetzung für den Transfer von Entrepreneurship-Lehre in die angewandte, unternehmerische Reise unseres Nachwuchs“, so Geiß.

Der Gründungs-Hub Ostbayern vereint neben der THD die OTH Amberg-Weiden, die OTH Regensburg, die Universität Regensburg, die HAW Landshut und die Universität Passau in einem Netzwerk. Konkret werden die sechs Mitglieder des Gründungs-Hub Ostbayern in den nächsten fünf Jahren sogenannte „Learning Scouts“ etablieren. Diese stellen dann für jede gründungsinteressierte Person und jedes Gründungsteam die passenden Angebote aus den Verbundhochschulen zusammen. Des weiteren werden im Rahmen des Konzepts ein Modul zu „Entrepreneurial Finance“ sowie Qualifizierungsangebote auch für Entrepreneurship-Multiplikatoren angeboten. Die gemeinsamen Projekte und Initiativen sind für alle Angehörigen der sechs Gründungs-Hub Ostbayern-Hochschulen offen. Durch die enge Vernetzung von THD, OTH Amberg-Weiden, OTH Regensburg, HAW Landshut und den Universitäten Regensburg und Passau wird so systematisch das ostbayerische Gründerökosystem verstärkt und ausgebaut. Bei positiver Evaluierung am Ende der fünfjährigen Projektlaufzeit werden die Gründungs-Hubs verstetigt. So werden die bestehenden Strukturen nachhaltig gefördert und die Gründerregion Ostbayern gepusht.

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Am Dienstag, 23. April fand der erste nationale Workshop im Rahmen des Interreg Danube Region Projektes „NRGCOM“ statt. Dieser wurde von der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) als Projektpartner organisiert und durchgeführt. Fokus lag dabei auf Energiegemeinschaften und wie diese sich bestmöglich in der Region entfalten können.

Das Projekt „NRGCOM“ startete im Januar und hat sich das Ziel gesetzt, ein Umfeld zu schaffen, in dem sich Energiegemeinschaften für erneuerbare Energien in der Donauregion entfalten können. Dieses Ziel griff der Workshop am 23. April auf. Nach der Projektpräsentation durch Agnes Frank führte der Projektleiter an der THD, Prof. Dr. Raimund Brotsack, zusammen mit Dr. Robert Bauer an die Thematik heran. Es wurden einige Good Practice Beispiele aus Fuchstal, von den Regionalwerken Cham und dem Verein Bayerische Bürgerenergie vorgestellt. Im Anschluss diskutierten die Teilnehmenden Energiegemeinschaften und Lokalen Aktionsgruppen zu potenziell kostengünstigen Infrastrukturlösungen und technologischen Entwicklungen und wie sich die Thematik in Zukunft entwickeln wird. Für die Teilnehmenden legte der Workshop das Fundament für die Zusammenarbeit mit der THD als „NRGCOM“-Projektpartner. Im weiteren Verlauf des Projektes werden rechtliche Lösungen erforscht, Betriebsmodelle analysiert und ein Modell zur Schaffung förderlicher Bedingungen für Energiegemeinschaften entwickelt. Die im ersten nationalen Workshop der THD gelegte Basis wird am 3. Juni weiter ausgebaut. Dann findet am European Campus Rottal-Inn der nächste Workshop zum Thema Business- und Governancemodelle der Energiegemeinschaften statt.

Dem nationalen Workshop war eine Kick-off Veranstaltung vorausgegangen. Diese fand von 12. bis 14. März in Budapest statt und brachte alle 13 Projektpartner aus den insgesamt 12 Ländern zusammen. Die Leitung des Interreg Danube Region Projektes „NRGCOM“ hat die South Transdanubian Regional Innovation Agency inne. Das übergeordnete Ziel von NRGCOM ist die Förderung von Energiegemeinschaften in der Donauregion durch die Schaffung eines Umfelds, in dem sich Gemeinschaftsinitiativen für erneuerbare Energien entfalten können, um die Energiewende zu erleichtern und die Energieeffizienz zu steigern.

Das Projekt läuft von 1. Januar 2024 bis zum 30. Juni 2026 und wird über das Interreg Danube Region Programm, welches von der EU kofinanziert ist, gefördert. Insgesamt gibt es 13 Projektpartner und 14 assoziierte strategische Partner aus 12 Länder. Diese werden die (rechtlichen) Rahmenbedingungen überprüfen, Betriebsmodelle und Governance-Techniken analysieren, bewährte Beispiele und Lösungen sammeln und Politikempfehlungen entwickeln. Durch Aufklärungsaktionen soll das Bewusstsein für das Konzept gestärkt und die Verbreitung in den Ländern der Partner erhöht werden. Zudem werden rechtliche Lösungen vorgeschlagen, operative Modelle analysiert und Schulungen angeboten.

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Das International Office der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) veranstaltet am Dienstag, 14. Mai um 18 Uhr ein Erzählcafé. Bei der Veranstaltung berichten internationale Studierende von ihren Heimatländern. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich zum Erzählcafé eingeladen.

Das diesjährige Erzählcafé steht unter dem Motto „Geschichten aus aller Welt“ und soll den Besucherinnen und Besuchern einen Einblick in und Austausch über andere Kulturen ermöglichen. Die internationalen Studierenden teilen dabei spannende Geschichten und fremde Traditionen mit den Interessierten, die als idealer Einstieg in einen interkulturellen Dialog und einen geselligen Abend mit aufschlussreichen Gesprächen dienen. Dafür sind Englisch-Kenntnisse von Vorteil. Für das leibliche Wohl ist mit Getränken und Snacks aus den vorgestellten Ländern gesorgt.

Alle mit Interesse an anderen Kulturen, Sitten und Bräuchen sind herzlich zum Erzählcafé eingeladen. Dieses findet am 14. Mai um 18 Uhr in den Räumlichkeiten des Cafés im Handwerksmuseum am Maria-Ward-Platz 1 in Deggendorf statt. Aufgrund der begrenzten Platzzahl wird um Anmeldung bei Julia Reger (erzaehlcafe@th-deg.de oder unter 0991 3615 8246) gebeten.

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In der Woche vom 22. bis 25. April besuchten 16 Executive MBA Studierende und leitende Mitarbeiter von Unternehmen wie Cisco, Meta, LinkedIn oder NVIDIA Niederbayern. Dort waren sie zu Gast am Bayerischen Innovations Transformations Zentrum (BITZ) Oberschneiding der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) und nahmen am internationalen Vertiefungsmodul D.I.A.L.O.G. (DIRECT INSTANT ACTION LEARNING ON THE GRID) teil. Leiter dieses Moduls ist Prof. Peter Schmieder, Direktor und Gründer des BITZ.


Die Gäste erfuhren von den Stärken der deutsche Mittelstands gegenüber ihrem sogenannten »Silicon Mindset«. Was sind die wesentlichen Unterschiede zwischen der amerikanischen Innovationskultur und der hiesigen Herangehensweise und wie kann eine Brücke zwischen diesen beiden Welten geschlagen werden? Diese Frage beschäftigt THD-Professor Schmieder seit jeher: „Bei uns in Niederbayern zeigen wir den Amerikanern, wie es mittelständische Unternehmen schaffen, Finanzkrisen zu bewältigen und nachhaltig international erfolgreich zu sein.“ Das Programm richte sich speziell an erfahrene Führungskräfte und leitende Angestellte mit zehn oder mehr Jahren Führungserfahrung. Die in ihren eigenen Unternehmen weit gekommenen Studierenden erarbeiten dann in Workshops Lösungen, die sich auf konkrete Aufgabenstellungen niederbayerischer Mittelständler beziehen.


Los ging`s am Montag bei der HENRICHSEN Group in Straubing. Fabian Henrichsen, CEO der HENRICHSEN Group, stellte das Unternehmen mit seinen verschiedenen Geschäftsbereichen vor und in einem anschließenden Workshop erarbeiteten die Studierenden Optionen der Fokussierung und des Wachstums für das kommende Geschäftsjahr. Im Weiteren stellten die jungen Unternehmen iVivid GmbH und brainjo GmbH ihre Produkte vor. Nach ihrer Teilnahme am Silicon Valley Program der THD im Jahr 2022 präsentierten iVivid-Chef Philipp Gellert und sein Technikleiter Jozo Lagetar sowie Markus Wensauer, Co-Gründer von brainjo ihre bisherigen Erfolge. „Das amerikanische Expertenwissen konnte also gleich an realen Anwendungsfällen getestet werden“, schwärmt Schmieder. 


Vom 1993 gegründeten Familienunternehmen Sonplas GmbH in Straubing zeigten sich die Besucher besonders wegen der flexiblen und skalierbaren Sondermaschinen für die Bearbeitung, Montage und Prüfung beeindruckt. Christian Wachtmeister, Geschäftsführer bei Sonplas, stellte das Produktportfolio vor und berichtete über die aktuellen Marktherausforderungen vor. Die Aufgabe für die Experten aus den USA war es, zu präsentieren, wie man neue Marktsegmente erschließt und neue Produkte am effizientesten vermarktet.


Weiter ging es zum Flugplatz Straubing-Wallmühle und dem Unternehmen MT – Propeller. Florian Kindzorra, Geschäftsführer der Flugplatz Straubing-Wallmühle GmbH: „Die Gruppe konnte uns großartigen Input zur Transformation und Weiterentwicklung unseres Flugplatzes geben. Die in Straubing-Wallmühle ansässigen Unternehmen sind nicht nur in Europa, sondern international führend. Wir wollen dieses Kompetenzcluster ausbauen und weitere innovative Akteure gewinnen, um mit uns die Zukunft der Luftfahrt zu gestalten.“ 


Der Folgetag im BMW Werk Dingolfing beeindruckte sowohl mit der hochautomatisierten Fertigung als auch der professionellen Berufsausbildung, die die Amerikaner in dieser Form nicht kennen. Nach einer Präsentation des BMW Innovation Hub war auch an diesem Tag Arbeit für die amerikanischen Studierenden angesagt: Gesucht war die beste Unternehmenspräsentation der Gäste vor den Innovationsexperten von BMW.


Die SENNEBOGEN Holding GmbH & Co.KG machte ihrem Slogan „Move Big Things“ alle Ehre. Der weltweit führenden Hersteller in den Bereichen Materialumschlag und Krantechnik verdeutlichte, wofür »Made in Germany« seit über 70 Jahren in diesem Unternehmen steht: Modulare Lösungen und spezialisierte kundenspezifische Maschinen. 


Einen Einblick in die Forschungswelt erlaubte der US-Delegation schließlich Prof. Dr. Berthold Bäuml am BITZ Oberschneiding. Er sprach mit den Studierenden über »High-End Robotik – Aus der Forschung in den Markt«. Den Abschluss bildete schließlich der Besuch bei der Strama-MPS Maschinenbau GmbH & Co. KG. Das Motto: »Silicon Valley meets Strama 2.0«. Nach einer Einführung in die Welt des Sondermaschinenbaus inklusive Werksrundgang wurden wertvolle Erkenntnisse in einem Workshop mit Fokus auf kulturellen Arbeitsunterschieden zwischen den USA und Deutschland gewonnen. Martin Ebner, Managing Director bei Strama: „Wir haben von den US-Spezialisten tollen Input darüber erhalten, was essentiell für erfolgreiche Geschäfte in den USA ist. Zuhören, Aufpassen und Lernen war für uns die Devise – Für den zukünftigen Unternehmenserfolg ist Offenheit gefragt.“


Und so ist das Fazit von THD-Professor Schmieder überaus positiv: „In dieser Woche wurde deutlich, was das Silicon Valley von unseren deutschen Unternehmen lernen kann und wie einfach Außenstehende den Blick für neue Perspektiven öffnen können.“ Auch hier gelte wieder, das Beste aus beiden Welten zusammenzubringen, das sichere nachhaltigen Erfolg.
 

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Eine qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung basiert auf Austausch, Forschung und gemeinsamem Lernen weltweit. Um speziell bei der Wundversorgung besser zu werden, ist eine verstärkte internationale Zusammenarbeit unerlässlich. Unter dem Motto „Collaborative and sustainable wound care: making everyone´s contribution count” fand von 1. bis 3. Mai der Kongress der European Wound Management Association in London statt. Mit dabei war auch die Technische Hochschule Deggendorf (THD). Lydia Bauernfeind, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Fakultät Angewandte Gesundheitswissenschaften (AGW), nahm teil und konnte damit das Netzwerk der Hochschule über die Landesgrenzen hinaus erfolgreich erweitern. Die Konferenz versammelt Expertinnen und Experten auf dem Gebiet der Wundversorgung und umfasst Vorträge, zahlreiche Workshops und Ausstellungen zum Thema. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie die Zusammenarbeit auf lokaler Ebene in Europa und darüber hinaus umgesetzt werden kann.

Bereits im November 2023 folgte Bauernfeind dem Call for Abstracts und reichte eine ihrer Forschungsarbeiten ein. Nach der Annahme konnte sie die Ergebnisse nun in London vorstellen und präsentierte ein aktuelles Projekt der Kinderklinik Dritter Orden Passau zur Vermeidung von Druckverletzungen bei Kindern im Krankenhaus. Dort wurde im vergangenen Jahr ein umfangreiches Qualitätsverbesserungsprojekt durchgeführt, in dessen Rahmen ein neues Risikoerhebungsinstrument sowie ein spezielles Verfahren eingeführt und in Schulungen an das Personal weitergegeben wurden. Die neuen Maßnahmen konnten in die pflegerische Versorgung der Kinder implementiert und präventive Schritte zur Vermeidung von Druckverletzungen, beispielsweise durch notwendige Geräte oder Bewegungseinschränkungen der Kinder, eingeleitet werden.

Darüber hinaus bot der Kongress eine Vielzahl von Symposien, in denen Bauernfeind viele neue Erkenntnisse gewinnen konnte. Auch für intensivere Fachgespräche mit Kolleginnen und Kollegen blieb während der drei Tage ausreichend Zeit.

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Auch sein Geburtstag war für Prof. Waldemar Berg, seit 15. März 2024 neuer Präsident der Technischen Hochschule Deggendorf (THD), kein Hindernis, seine erste Auslandsreise gemeinsam mit Prof. Dr. med. Thiha Aung, Studiengangsleiter Physician Assistant (PA), zu unternehmen. So feierte er seinen runden Geburtstag fernab der Heimat an der Yale University in New Haven (Connecticut), einer der renommiertesten Universitäten der Welt und der drittältesten Hochschule der USA. Seine Mission: Die Etablierung von PAs in Deutschland, mit dem Ziel die Stationen und Notaufnahmen zu entlasten. Insbesondere in ländlichen Gebieten würde die Akzeptanz und der Einsatz von PAs zu einer deutlichen Verbesserung der Gesundheitsversorgung beitragen.

Das Berufsbild des Physician Assistant ist in Deutschland relativ neu und in etwa mit dem Tätigkeitsprofil eines Arztassistenten vergleichbar. Zu den Aufgaben von PAs gehören beispielsweise die Beratung und Aufklärung von Patienten über Eingriffe und diagnostische Maßnahmen. Sie führen vorbereitende Anamnesen sowie körperliche Untersuchungen durch und schlagen Behandlungspläne vor. In den USA hat der Beruf bereits eine lange Tradition. „Unsere PA-Studierenden hatten kürzlich die Gelegenheit, Lehr- und Forschungsprojekte im Rahmen einer Online-Veranstaltung an der Yale University vorzustellen – eine absolute „Motivationsspritze“ für den Studiengang.“ Es sei von elementarer Bedeutung, den Studiengang „Physician Assistant“ an der THD zu stärken und dafür internationale Kooperationen einzugehen, so Berg. Für den neuen Hochschulpräsidenten und den international renommierten Chirurgen stand der Besuch eines der größten medizinischen Simulationszentren auf der Agenda. Beeindruckt zeigten sich die beiden Professoren auch von der Notaufnahme des New Haven Hospital, der Yale University und des New York Presbyterian Hospital, das mit 2.200 Betten das größte Krankenhaus New Yorks ist. Eine weitere Station war die Elite-Universität Harvard in Boston. Den Auftakt der Reise bildete das Weill Cornell Medicine in New York City, die medizinische Fakultät der Cornell University. Schnell wurde klar: PAs sind stets in bestehende Prozesse eingebunden und fester Bestandteil des amerikanischen Gesundheitswesens.

„Langfristiges Ziel ist es, ein Austauschprogramm für Lehrende und Studierende zu initiieren und gemeinsame Forschungsprojekte durchzuführen. Ich bin zuversichtlich, dass wir damit in naher Zukunft beginnen können und bis dahin über ein gut ausgebautes nationales und internationales Kooperationsnetzwerk verfügen werden“, betont Aung. Geplant sind auch internationale Kooperationen mit Wirtschafts- und Gesundheitsfakultäten, dem European Campus Rottal Inn sowie dem Zentrum für Akademische Weiterbildung der THD. „Durch die USA-Tour haben sich viele Möglichkeiten eröffnet, von denen die angehenden Medizinerinnen und Mediziner in Niederbayern auf jedem Fall profitieren werden“, so Berg und Aung abschließend.

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Jeder kann alles, das zeigte die Technische Hochschule Deggendorf (THD) am Donnerstag, 25. April. Im Rahmen des bundesweiten Girls’Day und Boys’Day begrüßten die Veranstalter über 360 Mädchen und Jungen am Campus in Deggendorf und den Außenstellen. Unter dem diesjährigen Motto „Jetzt kommst du“ war die Mission klar: Es gibt keine geschlechterspezifischen Berufe, Ausbildungen oder Studiengänge.

Am Campus der THD in Deggendorf erkundeten 220 Mädchen die Labore der Hochschule und probierten sich als Ingenieurinnen aus. Am European Campus Rottal-Inn konnten 40 Mädchen einen Blick hinter die Kulissen der Hochschule werfen und in den Laboren tüfteln und experimentieren. Der Technologie Campus Hutthurm lud zu einem Tag unter dem Motto „Entdecke die Wissenschaftlerin in dir: Ein Tag in der Welt der Kunststoffe“ ein. Mädchen aus ganz Deutschland nutzten das Angebot des TAZ Spiegelau, alles über Glas und Glasanalytik zu erfahren und einen virtuellen Blick in Labor und Brennofen zu werfen. Beim Boys’Day der Fakultät Angewandte Gesundheitswissenschaften erprobten sich 60 Jungen die Welt in Pflege, Physiotherapie und diagnostischen Tests.

Für Dr. Helena Liebelt, Professorin an der Fakultät für Angewandte Informatik ist es unabdingbar, dass sich Frauen in den MINT-Fächern einbringen: „Aus meiner Perspektive ist es von entscheidender Bedeutung, dass Frauen in Technologiebereichen vertreten sind, denn Vielfalt bringt Innovation hervor. Jedes individuelle Talent und jede einzigartige Perspektive, unabhängig vom Geschlecht, trägt dazu bei, Lösungen zu entwickeln, die die gesamte Gesellschaft voranbringen. Indem Frauen in Technologiefeldern aktiv sind, schaffen wir eine ausgewogenere und inklusivere Zukunft, in der die besten Ideen von Menschen aller Geschlechter gemeinsam verwirklicht werden.“ Mit der Teilnahme an den bundesweiten Aktionstagen Girls’Day und Boys’Day sowie zahlreichen MINT-Angeboten zur klischeefreien Nachwuchsförderung leistet die THD in der Region und darüber hinaus einen wichtigen Beitrag, um jungen Menschen vorurteilsfrei vielfältige Berufsfelder näherzubringen.

Organisiert wurde die Veranstaltung vom MINT-Team der THD. Mit seinen Angeboten wie Girls’Day und Girls’Day Akademie, Kinderuni, MINT-Hands-On Workshops in der Schule und an der THD, Ferienprogramme, Bionik-Camp und Forscherinnen-Camp begeistert das Team junge Menschen verschiedener Altersgruppen und Schulformen für Technik und Naturwissenschaften und ist die zentrale Anlaufstelle in Sachen MINT an der THD und in der Region. Weitere Informationen unter www.th-deg.de/mint.

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In einer wegweisenden Zusammenarbeit zwischen der Wolf System GmbH und Prof. Dr. Horst Kunhardt von der Fakultät Angewandte Gesundheitswissenschaften der TH Deggendorf entsteht eine innovative Wohnlösung, die das Potenzial hat, das Zusammenleben von Familien und ihren pflegebedürftigen Angehörigen nachhaltig zu verbessern. Mit dem neu entwickelten Seniorenmodul können Pflegebedürftige in einem eigens dafür konzipierten Modulhaus z.B. direkt im familiären Garten versorgt werden. Dadurch entfällt zum einen für beide Seiten die Unterbringung in einem Pflegeheim, zum anderen bleibt das vertraute Miteinander im Kreis der Familie im gewohnten sozialen Umfeld weiterhin bestehen. Gleichermaßen bleiben Privatsphäre und Eigenständigkeit erhalten. Das Modulhaus unterstützt die familiäre Integrität bei einer Pflegebedürftigkeit, indem es eine Lösung bietet, die sowohl den emotionalen als auch den physischen Bedürfnissen aller Familienmitglieder gerecht wird.

Mit dem Autokran in den Garten

Das Seniorenmodul ist ein Paradebeispiel für Praktikabilität und Komfort. Seine Konstruktion erlaubt es, das Haus mühelos auf einem LKW zu transportieren und mit einem Autokran auf dem gewünschten Grundstück zu platzieren. Trotz seiner kompakten Maße von 3 Metern Breite und weniger als 10 Metern Länge ist das Modulhaus geräumig genug, um ein komfortables und selbstbestimmtes Wohnen zu ermöglichen. Ein Schraubfundament garantiert dabei nicht nur eine stabile Verankerung, sondern auch eine unkomplizierte und rückstandslose Entfernung, sollte das Modulhaus jemals umgesetzt werden müssen.

Ausstattung

Innen besticht das Seniorenmodul durch eine Ausstattung, die speziell auf die Bedürfnisse älterer Menschen zugeschnitten ist. Von einem angepassten Pflegebett über Lagerungshilfen, einen Deckenlifter, der die Mobilität im ganzen Haus ermöglicht – jede Einrichtungskomponente zielt darauf ab, den Alltag der Bewohner so angenehm und selbstständig wie möglich zu gestalten. Hinzu kommen höhenverstellbare Elemente, wie WC und Waschbecken, eine Küche, die sich an die Größe des Nutzers anpassen lässt, und ein intelligentes Beleuchtungssystem, das im Falle eines Sturzes automatisch Alarm schlägt.

Allein die Zusammenarbeit mit der Forschungseinrichtung TH Deggendorf zeigt, dass Wolf System sowohl auf wissenschaftlich fundierte Daten setzt als auch die Innovation im Bereich Pflege aktiv vorantreiben will. Derzeit laufende Gespräche auf politischer Ebene spiegeln das breite politische und gesellschaftliche Interesse an dieser Initiative wider. Ein Förderantrag steht bereits im Raum und es wird erwartet, dass die nächste Projektphase eine noch größere Tragweite haben wird.

Eine finale Aussage zu den Kosten des Seniorenmoduls kann noch nicht getroffen werden, allerdings steht die Überlegung im Raum, das Modul durch monatliche Leasingraten erschwinglich zu machen. Das Konzept soll als innovative Wohnlösung einer breiten Bevölkerungsschicht zugänglich sein.

Das Seniorenmodul steht somit nicht nur für eine neue Art des Wohnens und der Pflege im Alter, sondern auch für eine tiefgreifende gesellschaftliche Veränderung: Die Möglichkeit, pflegebedürftige Angehörige in unmittelbarer Nähe versorgt zu wissen, stärkt den Zusammenhalt in der Familie und bietet eine Alternative, die sowohl emotional als auch finanziell entlastend wirkt.

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Patientinnen und Patienten ablehnen, weil schlicht keine Kapazitäten mehr vorhanden sind – das ist in der Physiotherapie keine Seltenheit mehr. Hinzu kommt, dass die Zahl der Bewerbenden sinkt, gleichzeitig aber durch den demografischen Wandel ein erhöhter Bedarf an therapeutischen Fachkräften entsteht, der mit den aktuellen Ressourcen nicht gedeckt werden kann. Der sich abzeichnende Personalnotstand erfordert zeitnahes Handeln. Aus diesem Grund lud die Gesundheitsfakultät der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) Physiotherapierende aus der Region ein, gemeinsam unter dem Motto „Fachkräfte der Zukunft – Wie sieht eine zukunftsfähige Gesundheitsversorgung in der Physiotherapie aus?“ Ideen zu sammeln, wie den aktuellen Problemen begegnet werden kann. Knapp 40 Physiotherapeutinnen und -therapeuten, Studierende, Auszubildende, Praxisleitungen und Angestellte aus verschiedensten physiotherapeutischen Bereichen tauschten sich im Rahmen der Veranstaltung „Physio Meets“ am 10. April aus – mit Erfolg.

Die steigenden Anforderungen in der Physiotherapie, die Zunahme komplexer Fälle sowie die Interpretation wissenschaftlicher Daten sind nur einige Beispiele, die eine Akademisierung der Physiotherapie erforderlich machen. Zudem ist zu berücksichtigen, dass in fast allen anderen Ländern die Therapieberufe bereits akademisiert sind, sodass die aktuelle Situation in Deutschland einen Wettbewerbsnachteil darstellt. In Form eines Workshops sammelten die Teilnehmenden Ideen, wie man die aktuellen Herausforderungen in der Branche meistern kann. Es zeigten sich sowohl bei den Berufseinsteigern als auch bei den erfahrenen Therapiefachkräften ähnliche Vorstellungen. Ein großes Thema war der Wunsch nach neuen, innovativen Therapiemöglichkeiten, um zukünftig die Therapie noch nachhaltiger zu gestalten. In diesem Zusammenhang wurde insbesondere die Wissensvermittlung von Gesundheitsinformationen im Rahmen der Physiotherapie diskutiert, die die Patientinnen und Patienten nachhaltig zu einem aktiveren und gesundheitsfördernden Lebensstil motivieren sollen. Auch ein verstärktes interdisziplinäres und evidenzbasiertes Arbeiten sowie die Integration von Sport- und Bewegungstherapie wurden genannt.

Zum Abschluss berichteten drei Absolvierende des THD-Studiengangs „Physiotherapie dual mit Schwerpunkt Bewegungswissenschaft“ (www.th-deg.de/psb-b) über ihre Erfahrungen. Sie zeigten auf, wie therapeutisches Fachpersonal in verschiedenen Bereichen eingesetzt werden kann, zum Beispiel in Unternehmen, Kommunen oder in der Sporttherapie. Einige Studierende stellten ihr Projekt „Physiolution“ vor. Damit wollen sie die Physiotherapie untereinander besser vernetzen und über evidenzbasierte Therapie aufklären. Es ist geplant, die Veranstaltung zeitnah mit neuen Themen zu wiederholen. Aktuelle Termine finden Sie im Veranstaltungskalender unter www.th-deg.de/veranstaltungen. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an  physiotherapie@th-deg.de.

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In der Summer School „Game Changers“ intensivierten zehn Studierende der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) ihre wirtschaftlichen Praxiserfahrungen in Concepción, Chile. Während des einwöchigen Studienaufenthalts Anfang April, arbeiteten sie an Aufgabenstellungen mit relevantem Wirtschaftsbezug aus den Bereichen Erneuerbare Energien und Kreislaufwirtschaft.

In interdisziplinären und kulturell gemischten Teams entwickelten die Studierenden zunächst ihre Lösungsansätze. Zu Ende des Aufenthalts galt es, die Geschäftsidee sowie ihre Präsentationstechnik vor Unternehmensvertretern auf die Probe zu stellen. Die diesjährigen Challenges behandelten: Energiegewinnung auf dem Feld in Kombination mit pflanzenschützenden Netzen, Recycling von Tetrapak-Kartons (Fa. MORCAS), nachhaltige Verpackung von Nägeln (Fa. Inchalam), die Konzeptionierung eines neuartigen Proteinriegels mit Matcha, die kommerzielle Verwendung von Algen nach Extraktion gewisser Chemikalien und die nachhaltige Energieversorgung einsam bewohnter Inseln.

Die Arbeit an den spezifischen Praxisfällen wurde durch Blockvorlesungen und Workshops ergänzt. Dozentin Kathrin Auer, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der THD, hielt beispielsweise Vorlesungen zu Design Thinking sowie Geschäftsmodellen und Logistikkonzepten im Kontext Kreislaufwirtschaft und Bioökonomie. Darüber hinaus beinhaltete das Programm Exkursionen zu produzierenden Unternehmen sowie Forschungsanlagen wie der Industry 4.0 Pilot Plant der Universidad de Concepción in Coronel, Chile.

Die alljährlich stattfinde Summer School ist ein Modul des Hochschulzertifikats „Digitalisierungskolleg Progressiv-digitale Provinz“ und eine Kooperation der THD mit den chilenischen Partneruniversitäten Universidad de La Frontera und Universidad de Concepción. Während im Frühling die deutschen Studierenden nach Chile reisen, kommen im Herbst chilenische Studierende nach Deggendorf. Um die Zusammenarbeit der drei Hochschulen zu vertiefen, sind weitere Studierendenaustausche und gemeinsame Forschungsprojekte geplant.

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Am 9. April vergab der Career Service der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) im Rahmen der Jobbörse „firstcontact“ wieder Deutschlandstipendien an herausragende Studierende. Dieses Jahr wurden insgesamt 79 Stipendien vergeben, welche von 35 Firmen, Stiftungen und Vereinen gefördert wurden.

Die Unternehmen wissen, wie wichtig ein Stipendium für die Laufbahn der Studierenden sein kann. „Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass ein Stipendium die Verwirklichung der eigenen akademischen Ziele ermöglicht und die berufliche Entwicklung maßgeblich beeinflusst. Mit der Teilnahme am Deutschlandstipendium möchten wir einen Beitrag zur Förderung und Entwicklung junger Talente in unserer Region leisten. Durch unser Engagement eröffnet sich uns außerdem die Möglichkeit, potenzielle Bewerberinnen und Bewerber auf uns aufmerksam zu machen und unsere Verbindung zur Bildungsgemeinschaft zu vertiefen,“ so Mihaly Kozma, Geschäftsführer Softwareentwicklung bei der CWI Enterprise Solutions GmbH.

Für den Stipendiaten Florian Kaspar bedeutet das Deutschlandstipendium eine große Entlastung und er kann sich dadurch wieder mehr auf sein Studium fokussieren. „Für die Finanzierung meines Studiums bin ich überwiegend auf Nebenjobs angewiesen. Da ich schon über 25 Jahre bin, kommt die zusätzliche Belastung von Versicherungen auf meine monatlichen Ausgaben. Bislang habe ich dazu 15 bis 20 Stunden monatlich gearbeitet. Die Arbeit zusätzlich zum Studium war sehr kräftezehrend. Durch das Deutschlandstipendium kann ich meine Stundenzahl deutlich verringern und mich stärker auf mein Studium konzentrieren, deshalb habe ich mich beworben. Das Geld wird für meine monatlichen Ausgaben wie Einkauf, Versicherungen etc. verwendet,“ sagt er. Dank des Stipendiums können sich neben Florian Kaspar weitere 78 Studierende der THD das kommende Jahr mehr aufs Studium fokussieren und so ihre akademischen Ziele verfolgen. Zur jährlichen Vergabe, während der „first contact“, ergänzt Stefanie Möginger, Leiterin Career Service & Studium dual an der THD: „Beim Deutschlandstipendium werden Studierende für ein Jahr mit 300 Euro im Monat unterstützt. Die eine Hälfte steuern die Förderer bei, die andere der Bund.“

Mehr als drei Deutschlandstipendien fördern:

Alumni Net e.V, BMW Group Werk Dingolfing, congatec GmbH, CSA Group Bayern GmbH, Dichtungstechnik Wallstabe & Schneider GmbH & Co.KG, firstcontact e.V., Förderverein European Campus Rottal-Inn, Infraserv GmbH & Co. Gendorf KG, J.C. Römerstiftung, Stiftung der Passauer Neuen Presse, Zeidler-Forschungs-Stiftung

Alle Förderer im Überblick:

Alumni Net e.V, BMW AG Werk Dingolfing, b-plus GmbH, Congatec GmbH, Continental Automotive Technologies GmbH, CSA Group Bayern GmbH, CWI Enterprise Solutions GmbH, dab: Daten-Analysen & Beratung GmbH, Dichtungstechnik Wallstabe & Schneider GmbH & Co. KG, Family Office Wimmer GmbH, First Contact e.V., Flottweg SE, Förderverein European Campus Rottal-Inn, IFB Eigenschenk, IGK - Ingenieurgesellschaft Klein mbH, Infineon Technologies AG, InfraServ Gmbh & Co. Gendorf KG, JC Römer Stiftung, Knorr-Bremse Systeme für Nutzfahrzeuge GmbH, Lindner Group KG, Mann + Hummel GmbH, Micro-Epsilon Messtechnik GmbH & Co. KG, msg systems, Oswald- Stiftung, Stiftung der Passauer Neuen Presse, Rohde & Schwarz GmbH & Co. KG // Werk Teisnach, SCHOTT AG, Sennebogen Maschinenfabrik GmbH, Smurfit Kappa GmbH, Sparkasse Rottal-Inn, Stadt Deggendorf – Wirtschaftsförderung, STRABAG AG- Direktion Bayern Nord, Wolfgang Pfeiffer Stiftung, Zeidler-Forschungs-Stiftung, Zeidler-Forschungs-Stiftung Deutschlandstipendium, ZF Friedrichshafen AG

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Die Pflege eines hilfebedürftigen Familienmitglieds wird für immer mehr Menschen zu einer alltäglichen Aufgabe. Die Unterstützung im Alltag und bei der sozialen Teilhabe kann viele positive Erfahrungen mit sich bringen, aber auch sehr belastend sein. Die Technische Hochschule Deggendorf (THD) informiert pflegende Angehörige deshalb regelmäßig in kostenlosen Vortragsreihen. Am Dienstag, den 23. April findet eine Live-Simulation zur Kommunikation bei Demenz statt. Mit dabei: Schauspielerin Elisabeth Rass.

Eine Demenzerkrankung stellt alle Beteiligten vor große Herausforderungen. Dies gilt sowohl für die häusliche Pflege durch Angehörige als auch für professionelle Pflegesituationen. Ängste, Unruhezustände oder gar Aggressionen können schnell zu Situationen führen, in denen die Geduld der Pflegenden auf die Probe gestellt wird und eine einfühlsame Kommunikation schwierig erscheint.

Lehrende und Studierende der Fakultät Angewandte Gesundheitswissenschaften (AGW) stellen mit einem Schauspielpatienten herausfordernde Kommunikationssituationen nach und leiten daraus praktische Handlungsanweisungen ab. In einem Praxisworkshop werden Konzepte vorgestellt, die auf aktuellen pflegewissenschaftlichen Erkenntnissen im Bereich der chronischen Verwirrtheit basieren. Die Veranstaltung findet am Dienstag, den 23. April um 13 Uhr statt und dauert circa zwei Stunden. Veranstaltungsort ist das Glashaus auf dem Campus der TH Deggendorf.

Interessierte können sich unter www.th-deg.de/vfpa kostenlos anmelden. Bei Fragen zur Veranstaltung steht Ihnen der Familienservice unter +49 991 3615-526 gerne zur Verfügung.

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Mit gerade 30 Jahren ist Sebastian Kölbl neuer Nachwuchsprofessor für Polymere Werkstoffe an der Technischen Hochschule Deggendorf (THD). Der gebürtige Deggendorfer startete seine Professur zum 1. April und freut sich, in der Heimat einen attraktiven Job im Fachgebiet Kunststofftechnik gefunden zu haben.

Nach seinem Bachelor- und Masterstudium an der Johannes Kepler Universität Linz und Stationen als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Technologie- und Studienzentrum Weißenburg sowie am Technologie Campus Hutthurm bringt Sebastian Kölbl anwendungsorientiere Forschungserfahrungen im Umfeld der Polymerwerkstoffe für seine Professur mit. Dabei liegt sein Kompetenzbereich auf dem Verständnis von Polymerwerkstoffen und deren Verarbeitung. Besonderes Augenmerk legt er dabei auf Nachhaltigkeitsaspekte, beispielsweise die Recyclingfähigkeit von Werkstoffen.

Neben seiner Nachwuchsprofessur und der Lehre hat Sebastian Kölbl die wissenschaftliche Leitung des Technologie Campus (TC) Hutthurm inne und arbeitet an seiner Promotion. „Die nächsten drei Jahre werden eine herausfordernde Zeit“, sagt er. Dennoch freut er sich darauf und hat sich bewusst für die THD entschieden, weil diese ihm einen attraktiven Job in der Heimat bietet, er dadurch die Möglichkeit erhält sich fachlich und persönlich weiterzuentwickeln und am Campus in Hutthurm gemeinsam mit einem großartigen Team ehrgeizige Ziele zu erreichen. Er freut sich nicht nur darauf, weiterhin mit dem Team des TC Hutthurm Forschung zu betreiben, sondern auch auf die Kolleginnen und Kollegen aus der Fakultät Maschinenbau und Mechatronik und natürlich auf die Studierenden. Diese können von ihm interdisziplinäre Forschung, spannende Lehre durch die Integration von aktuellen Forschungsarbeiten und interessante Themen für Abschlussarbeiten erwarten. So bleiben die Studierenden laut Sebastian Kölbl am Puls der Zeit. Dafür dürfen sie durchaus auch einen gewissen „Biss“ mitbringen, um so zu einem weiterhin erfolgreichen Hightech-Standort im Bayerischen Wald beitragen zu können.

Für die anstehenden Aufgaben bringt Sebastian Kölbl Ehrgeiz, Resilienz und Aufgeschlossenheit mit. Er ist immer an Neuem interessiert und blickt gerne über den Tellerrand. „Um sich eine Meinung über Dinge bilden zu können, bedarf es einer entsprechenden Weitsicht und es ist wichtig, dass man sich klar wird, dass alles Sehen nur perspektivisches Sehen ist. Man muss sich also in die Lage anderer versetzen können, um Sachen aus anderer Sicht zu verstehen“, sagt er. Dazu zitiert er gerne noch den großen deutschen Philosphen Friedrich Nietzsche, der in seiner Genealogie der Moral ebenfalls schrieb, dass es nur ein perspektivisches Sehen gibt, nur ein perspektivisches Erkennen.

Neben Polymeren Werkstoffen und der Forschung, wo er sich unter anderem im Interessensverband TecPart – Verband Technische Kunststoff-Produkte e.V. engagiert, kann er sich vor allem für den Sport begeistern. Privat ist er daher oft im örtlichen Sportverein anzutreffen.

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Bereits zum zweiten Mal haben Professoren des Technologie Campus Cham eine Fortbildung zu den Grundlagen des Deep Learning angeboten. Über die Fortbildungsplattform FIBS (Fortbildung in bayerischen Schulen) nahmen zahlreiche Lehrkräfte der umliegenden Schulen teil, aber auch viele Vertreter regionaler Unternehmen mit und ohne technischen Hintergrund besuchten die Veranstaltung.

Am Beispiel von Deep Learning wurden im Seminar grundlegende Ansätze und Techniken, aber insbesondere auch Chancen und Risiken vorgestellt, um ein Grundverständnis für KI-Technologien aufzubauen und gleichzeitig mögliche Hemmschwellen abzubauen. Teil der Fortbildung war zudem die praktische Umsetzung, das heißt, wie man mit den heutigen sogenannten „Frameworks“ relativ einfach neuronale Netze erstellen kann. An vorbereiteten Laptops konnten die Teilnehmenden sogar selbst ein neuronales Netz testen. Dabei ging es weniger um die mathematischen Grundlagen als vielmehr um das qualitative Verständnis. Aktuelle Begriffe wie „KI“, „Maschinelles Lernen“, „Deep Learning“ sowie „Neuronale Netze“ wurden im Rahmen der Schulung erklärt. In kleinen Übungen demonstrierten Jürgen Wittmann, Professor für Intelligente Sensor-Aktuatorsysteme, und Dr. Sunil Survaiya, Studiengangsleiter Digital Production Management, anschaulich, wie neuronale Netze programmiert werden können.

Ziel des Seminars war es vor allem, Grundkenntnisse über die Funktionsweise von neuronalen Netzen und Deep Learning zu vermitteln. Die Weiterbildung behandelte beispielsweise eine Reihe von Fragestellungen: Welchen Einfluss hat die Qualität der Daten auf das Ergebnis? Was ist machbar? Wie erstelle ich mit einfachen Mitteln ein neuronales Netz? 

Weitere Seminare & Schulungen können jederzeit bei Prof. Wittmann unter juergen.wittmann@th-deg.de angefragt werden.

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Wasserstoff gilt als effiziente und zukunftsfähige Energiequelle, die durch ihre nahezu emissionsfreie Erzeugung auch in der Region intensiv erforscht wird. Vor welchen Herausforderungen die Wasserstofftechnik steht und welche Ansätze zur Etablierung verfolgt werden, beleuchtet der Vortrag Hydrogen: A holistic perspective on the future energy supply. Die einstündige Veranstaltung mit anschließendem Q&A findet am 11. April um 18 Uhr im Vorlesungssaal C001 der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) statt.

Der deutschsprachige Vortrag bietet einen umfassenden Einblick in das Thema Wasserstoff – von der Erzeugung der verschiedenen Wasserstoffarten über die physikalische und chemische Speicherung bis hin zu Transport und Anwendung. Als Redner sind Bernd Gamisch, CTO, und Dr. Maximilian Melzner, COO der ValVeri Group geladen. Das Kelheimer Unternehmen ist spezialisiert auf regenerative Energien, insbesondere Wasserstofftechnik, und unter anderem am Donau Cluster der Kreisstadt Kelheim beteiligt. Neben der Erläuterung technischer Herausforderungen und Lösungsansätze werden sie auch wirtschaftliche Aspekte mit ihrer umfangreichen Industrieerfahrung beleuchten.

Die Veranstaltung ist Teil der Vortragsreihe THD Dialogues über Zukunftsthemen im Bereich Maschinenbau, Mechatronik und Design. In drei Vorträgen im Sommersemester 2024 teilen externe Redner und Rednerinnen an der Deggendorfer Hochschule ihre Expertenerfahrung mit der interessierten Öffentlichkeit. Der Besuch des Vortrags ist ohne Voranmeldung möglich.

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Der Höhepunkt des Silicon Valley Program (SVP) des BITZ Oberschneiding der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) fand letzte Woche an der Santa Clara University (SCU) statt: Fünf Unternehmerteams aus Deutschland präsentierten ihre Geschäftsmodelle vor Investoren aus dem Silicon Valley.

Nach anstrengenden neun Monaten im Akzelerierungs- und Skalierungsprogramm des Bayerischen Innovations Transformations Zentrum (BITZ), in denen Unternehmerteams gemeinsam mit bayerischen und internationalen Mentoren, ihre Produkte und Geschäftsmodelle auf Herz und Nieren geprüft, angepasst, erweitert und optimiert hatten, stand die sogenannte Silicon Valley Experience Week auf dem Programm. Neben den Instruktoren des BITZ wurden die Teilnehmer außerdem von Netzwerkpartnern sowie Partnern aus Wirtschaft und Politik auf ihrer Reise in die USA begleitet.

Dr. Ron Weissman, Chairman der Software Industry Group und Mitglied der Band of Angels mit mehr als 25 Jahren Erfahrung im VC und Angel Investment, begrüßte die Gäste aus Deutschland mit einer Keynote an der SCU. So imposant wie sein Wissen, so einfach sind seine Appelle an die Unternehmen: „Risiko ist weiß Gott nichts Negatives! Selbst wenn Ihr scheitert, ist das vollkommen o.k. Und das alles Entscheidende ist und bleibt Geschwindigkeit.“ Genau darin unterscheiden sich deutsche Unternehmen von amerikanischen. Dort wo Amerikaner ihre Produkte in den Markt bringen und diese gemäß der Kundenanforderungen weiterentwickeln und optimieren, warten deutsche Unternehmen zu lange mit der Markteinführung. Diese Verzögerung ist im Vergleichen zur internationalen Konkurrenz sehr oft nicht mehr aufzuholen. Ein weiterer wichtiger Impuls von Weissman, dass es ist nie zu früh für den Dialog mit Investoren sei, betonte nochmals Geschwindigkeit als wesentlichen Schlüssel zum Erfolg.

Beim Besuch des German Accelerator der Start2 Group in Palo Alto berichtete Michelle Yi Details über Geschichte, Gegenwart und Zukunft der künstlichen Intelligenz und Joshua Amrani, Verkaufsexperte im Silicon Valley, teilte sein Fachwissen mit den Gästen aus Niederbayern und Sachsen: „Verkauft keine Features, verkauft Emotionen!“ Anschließend präsentierten die SVP-Teams erstmals im Valley ihre Geschäftsmodelle und erhielten konkretes Feedback von Start-up Experten. Anschließende Unternehmensbesuche unter anderem bei Audi of America, next47, ServiceNow, Intel Corporation, Hewlett Packard Enterprise sowie C3AI erlaubten den deutschen Gästen zu verstehen, wie das Silicon Valley tickt.

Marion Mattern, Start-up Calatylst bei der TeleskopEffekt GmbH Mittweida fasste ihre Learnings im Valley wie folgt zusammen: „Die Fokussierung auf die Verbesserung bestehender Produkte oder Dienstleistungen kann uns einschränken. Echte Durchbrüche erzielen wir, indem wir alles hinterfragen und über bestehende Grenzen hinausdenken. Stellt alles infrage und sucht nach den grundlegendsten Wahrheiten. Und: Seid offen für Feedback und lernt von allen!“ Prof. Dr. Alexander Knauer von der Hochschule Mittweida nahm folgende Lektion mit nach Hause: „Bauen Sie strategische Partnerschaften auf und nutzen Sie unternehmerisches Risikokapital, um Zugang zu bahnbrechenden Innovationen zu erhalten und an der Spitze des Wandels zu stehen.“

Am Freitag dann der klare Höhepunkt der Woche: Nach einer inspirierenden Keynote von Ferdinand Seemann, CEO se2quel Partners LLC, folgten die Pitches der Unternehmerteams Globemee, CMMC GmbH, Helpify, fivefingergames und Klimahelden vor internationalen Investoren. Beeindruckt von den Produkten und Geschäftsmodellen aus Bayern und Sachsen teilten diese gern ihre Expertise mit den Teams und deckten neue Potentiale auf. Christian Dahlen, Venture Adviser, Angel Investor und  Owner Wunder Venture + Capital: „Wir werden auf jeden Fall mit allen SVP-Unternehmerteams einen Folgetermin vereinbaren.“ Ebenso beeindruckt zeigten sich die Mentoren und das Team aus Oberschneiding mit Prof. Peter Schmieder, Prof. Dr. Tobias Strobl, Prof. Dr. Veronika Fetzer und Prof. Matthias Notz. Alexander Dorn, Program Manager SVP: „Die Entwicklung, die unsere Teams seit dem Programmstart im Juni 2023 gemacht haben, ist immens. Jeder hat seinen Zielmarkt genauesten verstanden und weiß, wie sein Produkt dort optimal platziert werden kann. Es war wieder eine Freude, mitzuerleben, wie das Wissen aufgesaugt und umgesetzt wurde. Die weitere Entwicklung werden wir natürlich genauestens verfolgen.“

Am 25. April haben die Unternehmen die Möglichkeit, ihre Geschäftsmodelle noch einmal vor regionalen und überregionalen Investoren und Netzwerkpartnern zu präsentieren. Wer dabei sein möchte, kann sich gerne hier anmelden: https://eveeno.com/195566796

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Gehackte E-Mail-Konten, die zum Werkzeug von Spammern werden oder zu Identitätsmissbrauch führen? Welcher gestresste Administrator kennt das nicht? Die Technische Hochschule Deggendorf (THD) hatte auf der 80. Betriebstagung des Vereins Deutsches Forschungsnetz (DFN) am 19. März in Berlin die Gelegenheit, ihr verbessertes E-Mail-System vorzustellen. Dieses entschärft solche bedrohlichen Szenarien. Dank einer Zwei-Faktor-Authentisierung (2FA) laufen Phishing-Angriffe ins Leere und die User behalten die Kontrolle über ihr Postfach.

Maximilian Winkler, THD-Projektverantwortlicher erklärt: "Wir setzen seit jeher offene Software ein und können deswegen unsere Infrastruktur schnell und adäquat erweitern. Das ebenfalls offene Protokoll "Open Authorization" (OAuth2) versetzt uns in die Lage, unsere hochqualitative Server-Software um eine wesentliche Komponente zu ergänzen“. So erlangten die User mehr Sicherheit, zum Beispiel indem sie zusätzlich zu ihrem Passwort ein zeitlich limitiertes Einmalkennwort (TOTP) von einer Authenticator-App auf ihrem Smartphone einsetzen. Der Diebstahl des Passworts würde sich deshalb nicht mehr zu einem persönlichen Supergau entwickeln.

Das kritische Fachpublikum zollte dem Vorgehen der THD Anerkennung, denn bisher war eine solche Absicherung nur den Online-Diensten von großen Providern wie Microsoft und Google vorbehalten. Die Hochschule ist somit eine der ersten, die ihre Mail-Dienste, die in Eigenregie betrieben werden, mit dieser Innovation ausstattet. "Wir setzen damit auch das Bayerische Digitalgesetz von 2022 um, das offene Software und offene Austauschstandards fordert", so Winkler. Die Unabhängigkeit von einzelnen Anbietern bleibe gewahrt und bei Bedarf könnten Bestandteile problemlos durch neuere ersetzt werden. Die Deggendorfer Hochschule bleibe damit immer state-of-the-art.

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Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat ein Drittmittelprojekt bewilligt, das im Verbund der Technischen Hochschule Deggendorf (THD), der Universität Regensburg (UR) und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) durchgeführt wird. Die Förderung liegt bei knapp 600.000 Euro bis 2026. Es geht darum, eine neue Testplattform für Molekulare Kommunikation und die damit verbundenen Anwendungen im Bereich der Gesundheitsüberwachung, aber auch für die mikrochirurgische Ausbildung zu entwickeln.

Prof. Dr. Thiha Aung von der THD verspricht sich von diesem Forschungsprojekt sehr viel. Mit dem sogenannten Chorion-Allantois-Membran (CAM)-Modell komme eine Alternative zum Tierversuch in der mikrochirurgischen Ausbildung von Medizinstudierenden und Ärzten zum Einsatz. „Das Modell soll als Testplattform für innovative Technologien und neue Sensorik im Bereich der Gesundheitsüberwachung etabliert werden“, sagt Aung. Wenn dies gelänge, sei das ein bahnbrechender Erfolg und ein wichtiger Schritt hin zur Realisierung potenzieller Anwendungen im Bereich des Patientenmonitorings und der personalisierten Medizin.

Ab dem Studienjahr 2024/2025 werden 110 neue Humanmedizin-Studierende am Medizincampus Niederbayern eingeschrieben sein. Die Ausbildung findet unter dem Motto »Ausbildung in der Region für die Region« an der Universität Regensburg statt. Der klinische Teil der Ausbildung wird an verschiedenen Kliniken in Niederbayern absolviert. Die Studierenden und Ärztinnen des Medizincampus Niederbayern werden die mikrochirurgischen Kurse bei Aung und Prof. Dr. Silke Härteis an der Universität Regensburg durchführen („Train-the-trainers“). Perspektivisch sollen Aus- und Fortbildungseinheiten auch an den klinischen Studienstandorten Deggendorf, Landshut, Passau und Straubing aufgebaut werden. „Die beteiligten Arbeitsgruppen sind hochmotiviert und bündeln Fachwissen und Ressourcen, um gemeinsam an der Spitze von Forschung und Innovation zu stehen“ blickt THD-Professor Aung optimistisch in die nahe Zukunft.

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Medizinische Trainingstherapie im Selbsttest, Entwicklung eines „Sozialhelden“-Steckbriefs, Entdeckung der eigenen Organe mittels Ultraschall, Leben retten und im Notfall wissen, was zu tun ist, Aufzeigen der Zukunftschancen nach einem Pflegestudium –  all das bietet das Schnupperstudium an der Technischen Hochschule Deggendorf (THD). Am 4. April können Schülerinnen und Schüler die Fakultät Angewandte Gesundheitswissenschaften (AGW) und damit das breite Spektrum der angebotenen Gesundheits- und Sozialstudiengänge an der THD kennenlernen – kostenlos, unverbindlich und ohne Voranmeldung. Die Veranstaltung findet direkt an der Gesundheitsfakultät, Land-Au 27 in Deggendorf statt.

Organisiert vom Praxisreferat der AGW können Schülerinnen und Schüler in der zweiten Osterferienwoche das Studieren an einer modernen Hochschule kennenlernen. „Die Teilnehmenden bekommen einen Einblick in unsere Fakultät und die Studiengänge. Außerdem stehen Laborbesichtigungen, Vorlesungen und Workshops auf dem Programm“, so Prof. Dr. Christian Rester, Studiengangskoordinator und Dekan der Fakultät. Das Schnupperstudium gibt Antworten auf Fragen wie „Was soll ich studieren?“, „Wie läuft das Studium ab?“ oder „Welche Voraussetzungen muss ich für ein Studium mitbringen?“. Weitere Infos zum Programm gibt es online im THD-Veranstaltungskalender unter www.th-deg.de/de/veranstaltung?id=12804395.

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Die Baubranche ist im Umbruch: Nachhaltigkeit und Energieeffizienz sind zwei Themen, die viel Umdenken und Mut zu Neuem erfordert – und das in aktuell ohnehin schweren Zeiten für den Bau. Das Bau- und Umweltsymposium an der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) hat am 15. März unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Gerd Maurer und Prof. Dr. jur. Günther Schalk mit zahlreichen Fachvorträgen neue technische Ideen und Strategien für die Bauzukunft beleuchtet. Auch Christan Bernreiter, bayerischer Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr, war vor Ort und unterstrich die Notwendigkeit einer Weiterentwicklung am Bau.

„Wir arbeiten daran, dass die Normenlage vereinfacht und künftig markiert wird, was unantastbare Anforderungen sind und wovon Abweichungen zulässig sein werden“, berichtete Bernreiter, der aktuell auch Vorsitzender der Bauministerkonferenz ist. Das solle dafür sorgen, dass künftig der Gebäudetyp E – das „E“ steht für „effizient“ und „einfach“ – auch tatsächlich realisiert werden könne, ohne dass Planer und Baufirmen hinterher Mangelansprüche befürchten müssten. Effizientes und einfacheres Bauen sieht der Staatsminister als ein Mittel, um schnell mehr Wohnraum zu schaffen. Er kündigte auch eine Novellierung der Bayerischen Bauordnung an. „Wir können freilich nicht auf unabdingbare Sicherheitsvorschriften verzichten, aber wir werden künftig die Möglichkeiten erleichtern, einzelne Normvorgaben auch zu unterschreiten.“ Die Überarbeitung der Bauordnung solle auch für schnellere Baugenehmigungen sorgen, indem die Genehmigungsfiktion zusätzlich auf komplexere Gebäude als Einfamilienhäuser ausgeweitet werde. Danach gelte ein Bauantrag als genehmigt, wenn nicht innerhalb einer festgelegten Frist das zuständige Bauamt etwas Abweichendes verlauten lässt. Ebenso erhoffe sich Bernreiter von zunehmender Digitalisierung der Verwaltung eine Beschleunigung.

In zahlreichen Fachvorträgen beschäftigten sich die Referenten beim Bau- und Umweltsymposium der Fakultät für Bau- und Umweltingenieurwesen der THD aus verschiedenen Blickwinkeln mit dem Thema „Bauen in der Zukunft“. Dr.-Ing. Konrad Kudla zeigte in seinem Vortrag auf, welche Möglichkeiten, aber auch welche Bedürfnisse sich in Sachen Innovation für Bauunternehmen stellen werden. Arne Marx beleuchtete ein Thema, dass man auf den ersten Blick durchaus in die Rubrik „Marketinggag“ verorten könnte. In seinem Vortrag wurde anhand von zahlreichen Praxisbeispielen deutlich, dass betonieren mit dem 3D-Drucker beispielsweise im Wohnungsbau durchaus mit konventionellen Baumethoden mithalten kann, auch unter Wirtschaftlichkeitsgesichtspunkten. Innovatives Bauen aus rechtlichem Blickwinkel bewegte Prof. Dr. Jochen Markus, Honorarprofessor der Fakultät. Er stellte eine Idee für die integrierte Projektabwicklung in Mehrparteienverträgen vor.

Nach einer kurzen Podiumsdiskussion widmete sich Florian Biller der digitalen Transformation im Baumanagement. Sein Unternehmen entwickelt digitale Werkzeuge, die diese Aufgaben bei der Erstellung eines neuen Bauwerks seiner Überzeugung nach spürbar vereinfachen. „Bau-Innovation und Startups“ hatte sich Prof. Dr. Steffen Warmbold als Thema ausgesucht. Als stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Verbandes Beratender Ingenieure VDI in Berlin konnte er zahlreiche Erfahrungen aus der Verbandsarbeit mitbringen. Wie sich der Klimawandel auf die bayerischen Flüsse auswirkt, zeigte Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Rieger auf, THD-Professor für Wasserbau und Wasserwirtschaft. Anhand von Karten und Planspielen stellte er Methoden für ein künftiges Wassermanagement vor, das Veränderungen der Gewässer sowohl in Richtung des zeitweisen Austrocknens als auch in Richtung von Überschwemmungen in den Griff bekommen soll.

„Auf die Bauwirtschaft kommen große Aufgaben zu, sowohl in technischer als auch in organisatorischer Hinsicht“, fassten die beiden Symposiums Leiter Maurer und Schalk, am Ende der Veranstaltung zusammen. Sie animierten auch kleine und mittelständische Unternehmen, sich der Innovation nicht zu verschließen, sondern mit Augenmaß neue Techniken bei Planung und Herstellung von Bauwerken zu nutzen. Das Symposium begleiteten auch der neue Präsident der THD, Prof. Waldemar Berg, und die Dekanin der Fakultät, Prof. Dr.-Ing. Andrea Deininger.

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An seinem letzten Amtstag, dem 14. März unterzeichnete Hochschulpräsident Prof. Dr. Sperber den Vertrag zur virtuellen Beteiligung der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) am Unternehmen ti4f. Die THD unterstützt das ehemalige Studenten-Startup damit über die Gründungsphase hinaus, um den Wissensaustausch zwischen Hochschule und regionaler Wirtschaft weiter zu stärken.

Durch seine Unterschrift sichert sich ti4f-CEO Constantin Vogel die weitere Kooperation mit der THD und erklärt sich im Gegenzug bereit, Praxiserfahrungen aus der Wirtschaft mit der Hochschule zu teilen. Das Unternehmen ti4f bietet datengestützte Optimierungsservices für die Unikatfertigung im Werkzeug- und Formenbau an. Gibt es für die Serienherstellung bereits viele Dienstleister am Markt, sind die Optimierungsherausforderungen in der Einzelteilfertigung noch größtenteils unbeachtet. Dort setzen die Softwarelösungen des neunköpfigen Teams an.

Gegründet wurde ti4f im August 2022 von einem Studententrio der Fakultät Angewandte Naturwissenschaften und Wirtschaftsingenieurwesen. Während der Gründungsphase unterstützte der Startup Campus der THD die Jungunternehmer, zusätzlich zum Fachwissen beispielsweise mit geeigneten Laborräumen und der benötigten Infrastruktur. Am BITZ Oberschneiding wurden sie von Expertinnen und Experten zur erfolgreichen und nachhaltigen Unternehmensentwicklung gecoacht. Dort nahmen sie ebenfalls am neunmonatigen Skalierungs- und Transformationsprogramm Silicon Valley Program teil, einer THD-Kooperation mit der Santa Clara University, Kalifornien.

Die Vertragsschließung wird wohl nicht die einzige ihrer Art bleiben. Die THD hat sich der Third Mission verschrieben und strebt an, Forschung und Wissen aktiv nach außen zu tragen und nutzbar zu machen. Durch den hohen Stellenwert dieser Aufgabe wird dieses Jahr – parallel zur Amtsübergabe der Hochschulpräsidentschaft an Prof. Waldemar Berg – mit Prof. Dr. Veronika Fetzer zum ersten Mal eine Vizepräsidentenstelle Third Mission besetzt.

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Mit einem sogenannten »Teaching Lab« versucht sich die Technische Hochschule Deggendorf (THD) ein wenig an der Quadratur des Kreises. Die Lehre, sie soll in diesen Zeiten persönlich sein, aber gleichzeitig auch digital und flexibel. Deshalb ist es gar nicht so schräg, wenn der Hörsaal plötzlich zum Lab wird, zum Labor. Und ein solches Lab hat die THD nun auf ihrem Campus stehen.

„Unsere Hochschule ist bunt“, erklärt Dr. Karina Fisch, Teamleiterin des Referats Digitale Lehre. „Viele studieren international, berufsbegleitend oder haben neben dem Studium eine Familie. Das ist die Mischung, die bei uns zu Hause ist“. Dafür brauche es innovative Lösungen. Denn 79 Prozent der Studierenden an der THD wünschen sich Online-Anteile in der Lehre, so eine 2023 durchgeführte Studie. Seit der Pandemieerfahrung, als über weite Strecken nur noch Online-Lehre habe angeboten werden können, habe sich viel getan. Die Bedürfnisse der jungen Generation seien im Wandel, aber ausschließlich virtuelle Lehrangebote zum Glück doch nicht der Wunsch. Die Vorlesung an der THD, inklusive des persönlichen Kontakts mit Lehrenden und Lernenden, werde auch weiterhin sehr geschätzt.

„Gemeinsam, im Austausch zu lernen und dabei gut betreut zu werden, das sind durchaus zwei Erfolgsfaktoren“, berichtet Fisch. „Mit dem Teaching Lab haben wir nun einen Raum geschaffen, der das Beste aus zwei Welten vereint. Nämlich die Vorzüge der Lehre vor Ort mit der Flexibilität von Live-Online Lehre“. Dabei biete die THD eine ganz neue Lernerfahrung, weiß auch Prof. Waldemar Berg, seit dem 15. März neuer Präsident der THD: „Um nachhaltig attraktiv zu sein, sind gute Rahmenbedingungen für die Lehre mit entscheidend.“ Mit dem Teaching Lab habe die THD eine einzigartige Lösung in die Tat umgesetzt. Der Anspruch sei es schon immer gewesen, ein ganzheitliches Lernkonzept anzubieten. Das spezielle Konzept für den Raum sei außergewöhnlich. Alexander Zitt, ebenfalls Teamleiter im Referat für Digitale Lehre zeigt sich begeistert: „Der Clou ist, dass durch das Zusammenspiel innovativer Lernmethoden und ausgeklügelter technischer Ausstattung in diesem Raum so unterrichtet werden kann, als wären tatsächlich alle Studierenden vor Ort.“

Geradezu extravagant sind die beiden Meetingboxen im Raum. Entsprechend ranken sich bereits einige Mythen um sie: Gummizelle oder Raucherecke? Aber die Rückzugsorte sind keine stillen Örtchen. Hier werde diskutiert und zusammengearbeitet. Dazu Zitt: „Die Meetingboxen sind ein Treffpunkt für Gruppenarbeiten in gemischten Teams aus virtuellen Studierenden und Kommilitonen an der THD. Zugleich sind sie auch für reinen Präsenz-Unterricht ideal, denn so können sich Gruppen austauschen, ohne sich gegenseitig zu stören“.  Gleich daneben ist die große, beschreibbare Magnetwand. Ein Werkzeug, um schwarz auf weiß Wissen schier unbegrenzt aufzuzeigen. „Ein Raum mit vielfältigen Möglichkeiten“, schwärmt Karina Fisch. „Unsere Studierenden haben hier die Chance, eine ganz neue Lernerfahrung zu erleben“.

Mehr Informationen zum Teaching Lab finden Sie unter www.th-deg.de/teachinglab.

 

O-Töne und Erfahrungen

Studierende berichten – Wo liegen die Vor- und Nachteile für Sie?

Die THD-Studiengruppe des berufsbegleitenden Bachelors „Pädagogik im Rettungswesen“ und Bachelor „Pflegepädagogik“, am Zentrum für Akademische Weiterbildung, kennen das Teaching Lab bereits und berichten:

 

Florian Ullrich, 29 Jahre, Notfallsanitäter aus München:

„Mein erster Eindruck war: Die Technik ist unscheinbar in dem Raum integriert. Unaufdringlich im positiven Sinn. Es war nie so einfach, die Online-Teilnehmer einzubinden.“

 

Ramona Gall, 32 Jahre, Praxisanleiterin für die praktische Ausbildung in der Pflege aus Hengersberg:

„Meine TOP 1 ist für mich eindeutig die Lehre vor Ort, in Deggendorf. Reine Online-Lehre ist für mich - mit Kind und Hunden zu Hause - keine Option. Die hybride Lehre ermöglicht es jedem aus meiner Studiengruppe, die für ihn passende Rahmenbedingung für optimales Lernen zu wählen.“

 

Dominik Partheymüller, 26 Jahre, Notfallsanitäter aus Holzkirchen:

„Das Teaching Lab ist für hybride Lehre das nächste Level! Es gab bisher nichts Vergleichbares an der Hochschule.“

 

Katja Schockemöhle, 27 Jahre, Notfallsanitäterin aus Bakum:

„Über 700km trennen mich örtlich von Deggendorf. Gute hybride Lehre ist für mich entscheidend und die Vorrausetzung für mein berufsbegleitendes Studium.“

 

Frederik Gerdesmeyer, 35 Jahre, Notfallsanitäter aus Bakum:

„Das Teaching Lab bietet eine große Vielfalt an Möglichkeiten: Die große Magnetwand, die Meeting-Boxen für Gruppenarbeiten mit den virtuellen Teilnehmern sind einfach top – sogar besser als rein in Präsenz. Nie war studieren einfacher. Diskussionen und der Austausch während der Vorlesung sind für unser Studienfach essenziell. Mit dem neuen Raum können alle Kommilitonen auf Augenhöhe und guten Bild und Ton zusammenarbeiten, praxisnah und persönlich.“

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Geschafft! Und noch besser: Gut und glücklich geschafft. Anfang März verabschiedete die Technische Hochschule Deggendorf (THD) ihre Frühstudierenden des Wintersemesters sowie die Teilnehmenden der Wissenschaftlich-Technischen Oberstufe WTO. Vor den anwesenden Dozentinnen und Dozenten der THD, Lehrkräften der Schulen und Verwandten wurden die Absolventinnen und Absolventen feierlich entlassen. Frühstudium und WTO ermöglichen leistungsbereiten Schülerinnen und Schülern, erste Studienerfahrung- und punkte noch während der Schulzeit zu sammeln. Diese Möglichkeit nutzten im vergangenen Semester 18 Frühstudierende am Campus in Deggendorf, fünf am Campus in Cham und eine am Campus in Pfarrkirchen. Zusätzlich waren sieben Teilnehmende in der WTO aktiv.

Ein Highlight im Programm der alljährlichen Abschlussveranstaltung für Frühstudium und Wissenschaftlich-Technische Oberstufe ist die Präsentation ausgewählter Seminararbeiten. Diesmal reichten die Themen vom Unterschied zwischen Assistenzhund und Therapiebegleithund bis zum Phänomen der Tetrachromasie, ein genetischer Fehler auf dem weiblichen X-Chromosom, bei dem die Betroffenen ein viel feineres Farbsehen entwickeln als die meisten anderen Menschen. Ein weiteres Thema war die Programmierung eines Algorithmus, der die heimische Solaranlage mit dem Aufladen des E-Autos so terminiert, dass überschüssiger, selbst produzierter Strom bestmöglich gespeichert wird. Auch Künstliche Intelligenz in Form von ChatGPT sowie deren Defizite und Grenzen wurde von einer Teilnehmerin beleuchtet.

Alle Teilnehmenden zogen ein durchwegs positives Fazit zu Frühstudium und WTO an der THD. „Superspannend und sehr lebensnah“ fand ein Teilnehmer vom Comenius Gymnasium Deggendorf seine im Frühstudium besuchte Vorlesung „Marketing“ im Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen. Für eine andere Teilnehmerin brachte das Frühstudium die Erkenntnis, dass Wirtschaft doch nicht „ihr Ding ist“. Auch dafür ist die Gymnasiastin aus Deggendorf sehr dankbar. Im nächsten Wintersemester wird sie eine andere Fachrichtung an der THD ausprobieren.

Das reguläre Frühstudium ist offen für alle Schülerinnen und Schüler von Klasse zehn bis 13 der umliegenden Schulen im Raum Deggendorf, Cham und Pfarrkirchen. Wer seinen Horizont erweitern, Themen ausprobieren oder einfach schon das Studierendenleben erfahren möchte, kann sich jedes Semester bewerben und eine Vorlesung aussuchen. Informationen zum Frühstudium unter www.th-deg.de/fruehstudium. Die Wissenschaftlich-Technische Oberstufe ist ein spezielles dreisemestriges Frühstudium für Schülerinnen und Schüler des Comenius Gymnasiums Deggendorf, das vom Bayerischen Kultusministerium gefördert wird. Nach acht Jahrgängen WTO und 95 Teilnehmenden beginnt im Herbst 2024 die neue Förderrunde mit neuem Konzept.

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Lymphödeme – eine der größten medizinischen Herausforderungen in Uganda. Der tief verwurzelte kulturelle Glaube, die Erkrankung sei das Ergebnis von Hexerei oder Flüchen, beeinflusst die Wahrnehmung der Krankheit stark und führt zu einer sozialen Stigmatisierung der Betroffenen. Laut Dr. med. Thiha Aung, Studiengangsleiter Physician Assistant (PA) an der Technischen Hochschule Deggendorf (THD), ist intensive Aufklärungsarbeit dringend notwendig, um das Bewusstsein für die Krankheit zu erhöhen und traditionelle Missverständnisse abzubauen. Bereits im Oktober vergangenen Jahres führte der THD-Professor am Klinikum Freyung bei einer Patientin aus Uganda eine sogenannte autologe vaskularisierte Lymphknotentransplantation (VNLT) durch, um ihr Beinlymphödem zu reduzieren – mit Erfolg.

Ende Februar reiste der Lymphspezialist ein weiteres Mal nach Afrika. Diesmal mit „Verstärkung“ im Gepäck: Gemeinsam mit den beiden PA-Studentinnen, Sophia Walser und Carmen Weinberger, operierte er im „Bugema University Hospital“ drei bereits vorbehandelte Lymphödem-Betroffene. Außerdem stand eine besondere Operation auf dem Programm. Im „Mulago National Specialised Hospital“ in Kampala führte das dreiköpfige Deggendorfer Team erfolgreich die erste Lymphknotentransplantation in Afrika durch. Viele weitere Hilfebedürftige vor Ort wurden konservativ behandelt, beraten und mit dem aus Deutschland mitgebrachten Verbandsmaterial ausgestattet.

„Auch wenn einigen Betroffenen geholfen werden konnte, gibt es immer noch zu viele Erkrankte, die keinen Zugang zu medizinischer Versorgung haben. Deshalb ist es unser langfristiges Ziel, nicht nur unmittelbar die Patienten zu behandeln, sondern auch nachhaltige Maßnahmen wie die Ausbildung von lokalem Fachpersonal umzusetzen, um eine flächendeckende und kontinuierliche Versorgung zu gewährleisten“, so Aung.

Die beiden Studierenden blieben trotz wiederholter Stromausfälle im Operationssaal oder der Verwendung eines Wassertrogs zum sterilen Waschen die ganze Zeit über gelassen und zeigten eine beeindruckende Improvisationsfähigkeit. So verwendeten sie beispielsweise Panzertape als Pflaster oder Gipsverband. „Neben den vielen Patienten und Krankenhäusern haben wir zahlreiche neue Menschen kennengelernt. Während unseres Aufenthaltes in Uganda hat uns die Familie der ehemaligen Patientin tatkräftig unterstützt und uns die afrikanische Kultur nähergebracht. Sie ist uns in der kurzen Zeit sehr ans Herz gewachsen“, fassen die beiden PA-Studierenden die „einzigartige Erfahrung“ zusammen.

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Am 11. März fand an der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) die feierliche Eröffnung des Promotionszentrums DigiTech statt. Vorangehend im November 2023 erhielt die THD als federführende Hochschule in Kooperation mit der Technischen Hochschule Augsburg (THA) und der Hochschule für angewandte Wissenschaften Landshut (HaWL) das Promotionsrecht für den Schwerpunkt Digitale Technologien und ihre Anwendung. Masterabsolventinnen und -absolventen entsprechender Fachrichtungen können nun ihren Doktorgrad auch an Hochschulen angewandter Forschung erwerben. Zuvor war dies nur in Kooperation mit Universitäten möglich. DigiTech ist die erste hochschulübergreifende Einrichtung in Bayern, die bereits zum März 2024 Promovierende aufgenommen hat.

Zwei Jahre, ein zehnköpfiges Team, elf Fakultäten, 31 forschungsstarke Professorinnen und Professoren, 51 virtuelle Meetings und 199 Seiten, so skizziert Prof. Dr. Roland Zink, wissenschaftlicher Leiter der THD Graduate School, den Antrag der drei Hochschulen. Der Antrag gehörte zu denen, die bereits in der ersten Runde und ohne zusätzliche Begehung positiv beschieden wurden. Entstanden ist eine moderne Promotionsordnung mit höchstem Qualitätsanspruch an den Erhalt der Doktorwürde.

Die Präsidenten der drei bayerischen Hochschulen – Prof. Dr. rer. nat. Peter Sperber (THD), Prof. Dr. Dr. h. c. Gordon Thomas Rohrmair (THA) und Prof. Dr. Fritz Pörnbacher (HaWL) – sprachen bei der Eröffnung ihre Bewunderung über die Leistung des Antragsteams aus. Für sie ist das Promotionsrecht ein logischer und dennoch historischer Schritt, die wissenschaftlichen Leistungen ihrer Forschenden auf dem gleichen Niveau wie Universitäten auszuzeichnen. Prof. Dr. Christian Facchi, Leiter der Doctoral School an der TH Ingolstadt und Mitglied des Wissenschaftsrates, betonte in seinem Festvortrag ausdrücklich, dass es „kein Doktorgrad zweiter Klasse“ ist. Vielmehr ergibt sich die Chance, die Hochschulen als Lehr- und Forschungsinstitutionen mit hohem Anwendungsbezug zu profilieren.

Sechs Promovierende – je zwei pro Hochschule – haben am 1. März ihren Weg am DigiTech bereits begonnen. Sie werden an den Megatrends der Digitalisierung forschen. Prof. Dr. Andreas Kassler, Sprecher des Steuerungskreises und Spitzenprofessor an der THD, ermutigte sie, die vorstehende Reise als „Sprungbrett für Kreativität und Entschlossenheit“ zu sehen, bei der sie voll auf die Unterstützung des Promotionszentrums DigiTech vertrauen können.

Bis zum Bayerischen Hochschulinnovationsgesetz (BayHIG) 2022 war die Verleihung der Doktorwürde ein etabliertes Alleinstellungsmerkmal der Universitäten. Bayern ist erst das fünfte Bundesland in Deutschland, das es den TH und HAW zugesteht. Der Aufnahme des Promotionsrechts ins BayHIG gingen langjährige Debatten zwischen Befürwortern und Gegnern voraus. Gleichermaßen war es den Fachhochschulen bis 1998 nicht möglich Forschung zu betreiben. Mittlerweile gehören die THD, THA und HaWL zu den forschungsstärksten Hochschulen in Deutschland.

Weitere Informationen gibt es hier: https://th-deg.de/de/forschung/promotion/promotionszentrum-digitech

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Die Technische Hochschule Deggendorf (THD) freut sich, mit Dr. Igor Doric einen renommierten Experten auf dem Gebiet der Automatisierungstechnik als neuen Professor begrüßen zu dürfen. Doric wird zukünftig in der Fakultät Maschinenbau und Mechatronik lehren und forschen.

Mit 16 Patenten, davon elf im Bereich der Fahrzeugsicherheit, unterstreicht Doric sein Engagement für innovative Lösungen und die Nähe zur Praxis. Seine Forschungsergebnisse wurden in führenden wissenschaftlichen Konferenzen auf der ganzen Welt präsentiert und in renommierten Fachzeitschriften veröffentlicht.

Der Wissenschaftler ist außerdem regelmäßiger Gutachter für die Österreichische Forschungsfördergesellschaft FFG und derzeit als Gutachter für Förderprogramme des Österreichischen Bundesministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie aktiv. Darüber hinaus vertritt er die Interessen des Deutschen Instituts für Normung (DIN) als Experte in internationalen Gremien der ISO und leitet das Projekt ISO 19206-10 zur Standardisierung neuer Testdummies für automatisierte Notbremssysteme. Im Auftrag der IEEE hat Doric bereits über 50 Journal-Artikel beurteilt und war Gutachter bei zehn internationalen IEEE Konferenzen.

Seine Karriere begann der neue THD-Professor als Entwicklungsingenieur bei der BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH, bevor er als Wissenschaftlich-Technischer Leiter das Forschungs- und Testzentrum CARISSMA aufbaute. Das erste Forschungsgebäude an einer Fachhochschule übrigens, das vom deutschen Wissenschaftsrat genehmigt wurde. Später hat er als Gründer und Geschäftsführer der MESSRING Active Safety GmbH bedeutende Beiträge zur Sicherheit im Fahrzeugbereich geleistet und berät die MESSRING GmbH weiterhin aktiv.

„Meine Entscheidung für die THD beruht auf der Reputation als forschungsstärkste, internationalste und am schnellsten wachsende Hochschule in Bayern“, sagt Doric. Diese Dynamik und Innovationskraft habe ihn überzeugt und passe perfekt zu seiner zukunftsorientierten Vision von praxisnaher Lehre und Forschung. Denn seit 2021 ist Doric regelmäßig im VOX Automagazin „auto mobil“ und dem RTL2 Motormagazin „GRIP“ im TV zu sehen. Die Erprobung der Fahrzeugsicherheit und die Wissensvermittlung stehen dabei immer im Vordergrund. Besonderer Fokus liegt auf dem Test von automatisierten Fahrfunktionen und der automatischen Notbremsung. Doric berichtet in diesem Zusammenhang, dass „der nächste umfangreiche Fahrzeugtest und TV-Dreh im April 2024 am Campus der THD stattfinden wird.“

"Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit den Studierenden!", kommentiert Prof. Dr. Doric mit einem Lächeln und verdeutlicht seine Entschlossenheit und sein Engagement für eine erfolgreiche und innovative Zukunft an der THD.    

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Acht Forschende, acht Vorträge – und jeweils nur vier Minuten, um ihr Forschungsprojekt zu präsentieren. Am 11. Tag der Forschung galt es wieder, wissenschaftliche Arbeiten auch für Nichtfachleute verständlich zu kommunizieren. Die jährliche Veranstaltung an der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) fand am 12. März, zum ersten Mal seit fünf Jahren, wieder in Präsenz statt.

Forschung zu betreiben ist ihr Hauptaugenmerk, aber Forschung zu vermitteln – und zwar Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern anderer Fachgebiete sowie Nichtfachleuten – ist ein Schritt aus der Komfortzone. Am Tag der Forschung wird diese Leistung mit dem Best Presentation Award für den besten Vortrag und den Best Poster Awards für die drei besten wissenschaftlichen Poster honoriert. Laura Lemberger überzeugte das Publikum und insbesondere die Fachjury mit ihrer klaren und fließenden Präsentation zum Thema „Die prognostische Rolle des TSR in PDAC Evaluierung der Beziehung zwischen dem Tumor-Stroma-Verhältnis und dem Ki-67- und p53-Status im duktalen Adenokarzinom. Stellvertretend geht der Wanderpokal somit auch an ihr Team unter der Leitung von Prof. Dr. med. habil. Thiha Aung, MHBA univ. (THD) und Prof. Dr. Silke Haerteis (Universität Regensburg) sowie Prof. Dr. Christina Hackl (Uniklinikum Regensburg).

„Ein Bild, ein Satz – Forschung auf einen Blick“ lautet die Vorgabe für die wissenschaftlichen Poster. Als Top Three setzen sich durch: Nils Rabeneck (TC Hutthurm) mit AutoClean, einer automatisierten Nachbearbeitungsstation für den pulverbasierten 3D-Druck, Mahboubeh Tajmirriahi (TC Vilshofen) mit ELISA, einem Elektromobilitätskonzept mit interoperablen und sicheren Architekturen, und Lukas Schmidbauer (Gesundheitscampus Bad Kötzting) mit dem Thema Wahrnehmung von Pflegekräften zu KI.

Auch die weiteren Vortragenden spiegelten mit ihren vielfältigen Projekten die Forschungsstärke an der THD wider: vom Digitalen Alpendorf, einem Digitalisierungskonzept für die erfolgreiche, nachhaltige interkommunale Zukunft im ländlichen Alpenraum (Frank Edenharter), über die Transkriptionsregulation beim Malignen Melanom (Zubeir El Ahmad), zu Projekten wie CAIDAN, der KI-gestützten Attribution von Cyberangriffen in industriellen Netzwerken (Santhosh Kumar Nataraj) und Greenglass 4.0 über die Produktion nachhaltiger Gläser (Andreas Hanninger) bis zu C-AFM, Optimierungsansätzen in der Leitfähigkeitsrasterkraftmikroskopie (Jonas Weber). Insgesamt wurden für den 11. Tag der Forschung 24 Poster eingereicht, die die vierköpfige Fachjury bewerten durfte.

Ebenfalls gab es nach den Vorträgen sechs themenspezifische Workshops mit dem Ziel, hochschulexterne Netzwerke auszubauen und Wissenstransfer als wechselseitigen Austausch mit Praxispartnerinnen und -partnern zu ermöglichen. Passend dazu hielt Prof. Dr.-Ing. Andreas Grzemba – bis Mitte März diesen Jahres Vizepräsident Forschung und Wissenschaftstransfer – die Keynote Speech. Darin betonte er, wie wichtig es sei, Forschung der Allgemeinheit zugänglich zu machen, und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit Formaten wie dem Tag der Forschung zu unterstützen.

 

Weitere Informationen – darunter alle wissenschaftlichen Poster – unter https://th-deg.de/tdf-2024

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Am vergangenen Donnerstag hieß das Zentrum für Akademische Weiterbildung der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) eine neue Gruppe berufsbegleitender Studierender für das Sommersemester willkommen. Knapp 90 Studierende haben sich entschieden, ein Studium neben ihrer Berufstätigkeit zu beginnen. Insgesamt gingen mit den Bachelorstudiengängen Betriebliches Management, Kosmetikwissenschaften und -management, Technologiemanagement, und Pädagogik im Rettungswesen sowie den MBA- und Masterstudiengängen General Management, Wirtschaftspsychologie und Berufspädagogik sieben neue Studienjahrgänge an den Start.

Zum Studienauftakt wurden die Erstsemester von Corina Welsch, Operative Leiterin des Zentrums für Akademische Weiterbildung, Prof. Dr. Wolfgang Dorner, künftiger Vizepräsident für Forschung und Wissenstrasfer sowie Prof. Waldemar Berg, wissenschaftlicher Leiter und künftiger Präsident der Technischen Hochschule Deggendorf begrüßt.

Welsch betonte die Bedeutung des Studienstarts und lobte die Entscheidung der Studierenden, ihre Kompetenzen durch ein weiterführendes Studium zu erweitern. Weiter hob sie die Bedeutung kontinuierlicher Weiterentwicklung in einer sich ständig verändernden Welt hervor und betonte die Bedeutung des Zusammenhalts unter den Studierenden. Neben dem starken Praxisbezug profitieren die Studierenden von einem regen Austausch untereinander sowie von einer ausgezeichneten Vernetzung in die Wirtschaft. „Und ich möchte Ihnen versichern", sagte Corina Welsch, "auch wenn ein Studium neben dem Beruf herausfordernd sein kann, werden Sie mit Sicherheit viele Tage haben, an denen Sie sich auf Ihr Studium hier bei uns freuen werden und auch über sich selbst hinauswachsen."

Prof. Dorner wandte sich an die Studierenden, um seine herzlichen Glückwünsche auszusprechen und sie zu beglückwünschen. Die Entscheidung für das Zentrum für Akademische Weiterbildung der Technischen Hochschule Deggendorf sei eine sehr gute gewesen. Dabei betonte er nicht nur die Vorzüge der THD, sondern auch die reiche Historie der Technischen Hochschule. Er prognostizierte den Studierenden bereichernde Jahre, geprägt von Wissens- und Erfahrungsaustausch, Netzwerken, Kompetenzerwerb und Diskussionen.

Prof. Berg rundete die Auftaktveranstaltung ab, indem er den Studierenden bedeutende Worte mit auf den Weg gab. Er ermutigte sie nicht nur dazu, sich auf das akademische Studium zu konzentrieren und die Herausforderung anzunehmen, sondern auch darauf, das Leben drum herum zu genießen und zu gestalten. "Studieren bedeutet noch viel mehr als nur Vorlesungen zu besuchen und Prüfungen abzulegen", betonte Prof. Berg. "Nutzen Sie die vielfältigen Möglichkeiten, die unsere Hochschule Ihnen bietet, um Ihre Talente zu entfalten und wertvolle Erfahrungen zu sammeln."

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden je nach Studiengang zwischen fünf und acht Semestern berufsbegleitend studieren. In der Regel besuchen sie das Zentrum für Akademische Weiterbildung an einem oder zwei Wochenenden pro Monat oder treffen sich zu virtuellen Vorlesungen. Insgesamt absolvieren derzeit rund 600 Berufstätige eine akademische Weiterbildung. Das Zentrum für Akademische Weiterbildung bietet derzeit acht Bachelor- und zehn MBA- bzw. Masterstudiengänge sowie verschiedene Hochschulzertifikatskurse und Seminare an.

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In der nächsten Kinderuni der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) geht es um 3D-Druck. Prof. Dr. Matthias Hien von der Fakultät Angewandte Naturwissenschaften und Wirtschaftsingenieurwesen zeigt, wie 3D-Druck funktioniert, was alles gedruckt werden kann und wie jeder einzelne daheim am besten damit loslegen könnte. Die Kinderuni findet am 15. März um 17 Uhr in Raum I.101 der THD statt. Alle Neugierigen zwischen acht und zwölf Jahren sind herzlich eingeladen, eine Anmeldung ist nicht nötig.

Was ist 3D-Druck eigentlich? Welche Drucker gibt es? Und wie funktioniert das Ganze? Wozu brauchen wir CAD-Daten und wie entsteht daraus ein digitales Modell? Was hat es mit den Codes auf sich, den magischen Anweisungen, nach denen der Drucker am Ende das Modell Schicht für Schicht druckt? All das erklärt Prof. Hien in der Kinderuni seinen jungen Gästen. Am Ende wartet sogar eine kleine Überraschung zum Mitnehmen.

Die Kinderuni der THD wird vom MINT-Team der Hochschule organisiert. Die Veranstaltung findet dieses Mal im Raum I.101, in den grauen Gebäuden am Campus der THD statt und dauert etwa eine Stunde. Eine Anmeldung ist nicht nötig. Fleißige Besucherinnen und Besucher können Stempel für ihren Kinderuni-Pass sammeln. Erwachsene Begleitpersonen sind herzlich eingeladen, der Veranstaltung in den hinteren Reihen zu folgen. Parkmöglichkeiten bestehen in der für diesen Zeitraum geöffneten Tiefgarage der THD am Ende der Edlmairstraße.

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Am 5. März fand der 1. Bayerische Intensivpflegetag der Fakultät Angewandte Gesundheitswissenschaften (AGW) an der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) statt. Mit 200 Gästen vor Ort und über 150 digital zugeschalteten Teilnehmenden aus Deutschland, Österreich und der Schweiz war die Veranstaltung ein voller Erfolg.

In zehn Fachvorträgen gingen externe und hochschulangehörige Referentinnen und Referenten auf aktuelle Entwicklungen in der Berufspolitik, verschiedene Krankheitsbilder, aktuelle Therapiemaßnahmen und neue Studien aus der Intensivpflege ein. Darüber hinaus wurden sechs Forschungsprojekte aus unterschiedlichen Regionen Deutschlands vorgestellt, die zuvor einen formalen Begutachtungsprozess durchlaufen hatten. Für die Verantwortlichen des 1. Bayerischen Intensivpflegetags war die Veranstaltung ein voller Erfolg. „Die große Resonanz und Teilnehmerzahl stimmen uns sehr glücklich“, fassen Lydia Bauernfeind und Fritz Sterr zusammen. Prof. Dr. Christian Rester, der zusammen mit Prof. Dr. Dr. Mathias Burgmaier federführend war, zeigt sich ebenfalls zufrieden. „Die Verbindung von Wissenschaft und direkter Versorgung ist zentrales Element. Durch diesen Fachtag konnten wir als Hochschule unserem überregionalen Bildungsauftrag nachkommen und unsere Netzwerke weiter ausbauen“, so Rester.

Der 1. Bayerische Intensivpflegetag stand den Teilnehmenden als kostenloses Bildungsangebot offen. Organisiert und ausgestaltet wurde er vom Netzwerk Intensivpflege der Fakultät AGW unter der Leitung von Prof. Dr. Christian Rester, Prof. Dr. Dr. Mathias Burgmaier, Lydia Bauernfeind und Fritz Sterr. Eine Wiederholung ist für 2025/2026 geplant. An der Fakultät AGW beschäftigen sich derzeit mehrere Professorinnen und Professoren und wissenschaftliche Mitarbeitende mit den Bereichen Akut-, Notfall- und Intensivpflege und arbeiten auch an der weiteren Akademisierung dieses Fachgebiets.

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Unter dem Titel „Innovation – Wie bauen wir in der Zukunft?“ findet am 15. März ab 9.30 Uhr das Bau- und Umweltsymposium der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) statt. Die Veranstaltung wartet mit bekannten Größen der Branche auf und wirft einen Blick auf die von Innovationen geprägte Zukunft des Bauens.

Das Bau- und Umweltsymposium wird von THD-Präsident Prof. Waldemar Berg eröffnet. Den anschließenden Auftaktbeitrag steuert der Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr Christian Bernreiter bei. Er bringt die aktuellsten Informationen zum Gebäudetyp-e mit. „Gerade in der aktuell sehr angespannten Lage auf dem Wohnungsmarkt braucht es innovative Möglichkeiten, um Wohnraum einfacher und bezahlbarer zu realisieren“, erklärt Christian Bernreiter: „Im Dezember sind in fast allen bayerischen Regierungsbezirken Pilotprojekte zum ‚Gebäudetyp-e‘ gestartet. Damit wollen wir die Wirksamkeit der bauordnungsrechtlichen Abweichungs- und Experimentiermöglichkeiten für neue Bau- und Wohnformen in der Praxis überprüfen, beispielgebende Lösungen aufzeigen und weiteren gesetzlichen Handlungsbedarf, insbesondere im Zivilrecht, identifizieren.“

Die weiteren Programmpunkte des Bau- und Umweltsymposiums drehen sich um Innovationen in Bauunternhemen, 3D-Betondruck, integrierte Projektabwicklungen mit Mehrparteienverträgen, Digitale Transformation in der Bauleitung, Bau-Innovation und Startups sowie den Klimawandel und wie man diesem mit innovativem Wassermanagement begegnen kann. Das Highlight ist die Podiumsdiskussion zum Thema „Innovation und anerkannte Regeln der Technik – Ein Widerspruch? Chancen und Risiken des Einsatzes von Bau-Innovationen“. Den Abschluss des Symposiums bildet der anschließende Alumni-Tag der Fakultät Bauingenieurwesen und Umwelttechnik der THD.

Das Deggendorfer Bau- und Umweltsymposium unter Leitung von Prof. Dr. Gerd Maurer richtet sich an Bauinteressierte, Architekten, Bauunternehmen aber auch Studieninteressierte. Die Veranstaltung findet am Campus der THD statt. Die Teilnahmegebühr beträgt 75€, Studierende und Hochschulangehörige können kostenlos teilnehmen. Für Rückfragen zur Anmeldung und dem Symposium steht das Dekanat der Fakultät Bauingenieurwesen und Umwelttechnik unter dekanat-biw@th-deg.de oder telefonisch unter 0991 3615-401 zur Verfügung. Details zum Symposium sowie den Anmeldelink finden Interessierte auch im Veranstaltungskalender der Hochschule unter https://th-deg.de/veranstaltungen.

Das Bau- und Umweltsymposium wird von der Fakultät Bauingenieurwesen und Umwelttechnik der THD in Kooperation mit dem Verein zur Förderung der Fakultät für Bauingenieurwesen und Umwelttechnik an der TH Deggendorf e.V.: biw&friends und dem Verein Deggendorfer Bauingenieure VDBau e.V. durchgeführt.

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„Aim for excellence“, feuerte THD-Professor Peter Schmieder die über 400 Schülerinnen und Schüler und über 50 Lehrkräfte an, die anlässlich des großen MINT-100 Regionalforums am 22. Februar an die Technische Hochschule Deggendorf (THD) gekommen waren. Streben Sie nach Excellenz, so Schmieder in seinem Impulsvortrag, und er fügte mit Nachdruck hinzu: „und machen Sie’s nicht drunter“. Denn sie seien die Zukunft, die klugen Köpfe, der Rohstoff Bayerns, der die Zukunft prägen und gestalten kann und wird. Möglichkeiten dafür gibt es wie Sand am Meer. Einen Eindruck davon bekamen die Gäste in den vielen Workshops, die an diesem Tag von den Dozentinnen und Dozenten der THD angeboten wurden, sowie dem umfassenden Rahmenprogramm.

„Bei uns werden Sie heute einen hochinteressanten Tag verbringen“, versprach Hochschulpräsident Prof. Dr Sperber in seiner Begrüßung. Aufgrund der Vielzahl an Gästen wurde diese in vier Hörsäle übertragen. Der THD-Präsident hob besonders die Vielfalt der Themenfelder an der THD hervor. Von Bioinformatik bis High Performance Computing, von Künstlicher Intelligenz bis Sportwissenschaften, die THD bietet neben den klassischen Studiengängen so manch ausgefallenes Fachgebiet.

Auch Landrat Bernd Sibler war an die Hochschule gekommen, um die Schülerinnen und Schüler zu begrüßen. Er ermutigte die Anwesenden, ruhig über den Tellerrand hinauszusehen, sich inspirieren zu lassen von den vielen Möglichkeiten, die die Deggendorfer Hochschule biete. Auch die internationale Ausrichtung der Hochschule solle man nutzen, raus in die Welt zu gehen, das empfahl er den Jugendlichen. Dabei sollten sie aber ihre schöne Heimat nicht vergessen.

Nach der Begrüßung und dem Impulsvortrag von Prof. Schmieder zur Entwicklung des Silicon Valley und der Silicon Valley School an der THD begaben sich die Schülerinnen und Schüler in die Workshops. In den Laboren der THD hieß es „Hands on“, egal ob es darum ging, die Hardware eines modernen Rechners zusammenzubauen, einen Mini-Roboter zu programmieren, eine Gensequenzierung durchzuführen oder physiotherapeutische Maßnahmen bei Schlaganfallpatienten zu erlernen. In 24 Workshops präsentierten die Mitwirkenden die ganze Vielfalt der THD. Und konnten die Gäste begeistern. „Ich habe heute mehr gelernt als in einem halben Jahr berufliche Orientierung an der Schule“, lautete das Fazit eines Teilnehmers, für eine Teilnehmerin hatte die Suche ein Ende: „Dank euch habe ich gelernt, welchen Traumberuf ich habe“. Fast alle Teilnehmenden bestätigten, dass die Workshops richtig Spaß gemacht haben.

Für die Lehrkräfte hielt der Tag einen angeregten Austausch zu den Themen Studienorientierung und den Umgang mit Künstlicher Intelligenz bereit. In der Mittagspause hatten alle Anwesenden die Möglichkeit, sich im neuen Begegnungszentrum der THD über Studiengänge an der Hochschule, Angebote im MINT-Bereich sowie bei verschiedenen Unternehmen über Karriereoptionen zu informieren. Am Nachmittag faszinierte Prof. Dr. Melanie Kappelmann-Fenzl in einem zweiten Impulsvortrag zu Gensequenzierung im Bioinformatik-Bereich das Publikum. Anschließend stand die zweite Workshop-Runde auf dem Programm.

Das MINT-100 Regionalforum wurde organisiert von den MINT-EC-Schulen des Landkreises Deggendorf: dem Comenius-Gymnasium Deggendorf, dem St. Gotthard Gymnasium Niederalteich und dem St. Michaels Gymnasium Metten. Veranstalter ist MINT-EC, das bundesweite Excellence-Schulnetzwerk, das regelmäßig Regionalforen in allen Bundesländern durchführt. Vor Ort umgesetzt wurde der Tag von Angelika Hable und dem gesamten MINT-Team der THD sowie den vielen mitwirkenden Lehrbeauftragten der Hochschule, die den Schülerinnen und Schülern die Türen zu ihren Laboren und ihren Fachbereichen öffneten.

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Vom 21. bis 24. Februar fand in Berlin der 36. Deutsche Krebskongress statt. Die Veranstaltung zählte 12.500 Teilnehmer. Hochkarätige Fachpersonen aus dem Bereich der Onkologie hielten Vorträge zu verschiedenen Themen wie „Personalisierte Therapien“, „Künstliche Intelligenz in der pathologischen Diagnose“ und „Innovative Versorgungskonzepte der Onkologie“. Agata Montagner ist eine naturwissenschaftliche Doktorandin, die von Dr. Thiha Aung, Professor an der Technischen Hochschule Deggendorf (THD), betreut wird. Derzeit absolviert sie ein Verbundpromotion zwischen der THD und der Universität Regensburg im Rahmen des Bayerischen Wissenschaftsforums (BayWISS). Montagner nahm am Deutschen Krebskongress teil und präsentierte ihre Ergebnisse zum Thema “Patient-derived Xenograft for the investigation of chemosensitivity“.  Die Teilnahme ermöglichte es ihr, sich über die neuesten Entwicklungen zu informieren und Expertinnen und Experten aus der onkologischen Forschung kennenzulernen. Die Kongressreise der Doktorandin wurde von BayWISS finanziell unterstützt.

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Grüner Wasserstoff gilt als Energieträger der Zukunft, besonders da die gewonnene Energie emissionsfrei erzeugt wird und längerfristig speicherbar ist. Die Technische Hochschule Deggendorf (THD) gewinnt mit Dr. Bernd Kuhn einen wissenschaftlich und wirtschaftlich erfahrenen Experten auf diesem Fachgebiet. Am 1. März beginnt er seine Professur am Technologie Campus Wörth-Wiesent (TCWW).

Bernd Kuhns Laufbahn steht im Zeichen nachhaltiger Energie. Zunächst studierte er Umwelttechnik mit Schwerpunkt Energietechnik, wonach er als Technologiespezialist für Wasserstoff und Hochtemperaturbrennstoffzellen bei der BMW AG aktiv war. Während dieser Anstellung entwickelte er – abgeordnet ans Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt und anschließend ans Forschungszentrum Jülich GmbH – Leichtbau-Hochtemperaturbrennstoffzellen für mobile Anwendungen. Diese erreichen einen hohen Wirkungsgrad bei vergleichsweise kleiner Bauweise und sind bei Betrieb mit Wasserstoff emissionsarm. Berufsparallel promovierte er an der Technischen Universität Clausthal vom Diplomingenieur zum Doktoringenieur. Vor seiner Berufung an der THD war er an der Hochschule RheinMain in Rüsselsheim bereits Professor für Wasserstofftechnologie und Energiespeicher.

Mit der Anstellung am TCWW kehrt der gebürtige Schwandorfer, der sich selbst als kreativ, intuitiv und humorvoll, aber manchmal etwas zu perfektionistisch beschreibt, in seine oberpfälzische Heimat zurück. Ein Plus für die Studierenden, denn sie erwarten innovative Inhalte und ein stehts offenes Ohr. Die THD als junge Hochschule bietet ihm ein dynamisches Umfeld für Innovation, so der 49-jährige. Er freut sich zudem auf die kreative Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen sowie den regionalen Unternehmenspartnern.

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Wer beim Shopping im Netz auf scheinbar maßgeschneiderte Produktempfehlungen trifft, begegnet Künstlicher Intelligenz (KI). Indem sie das Konsumverhalten von Usern analysiert und auswertet, können optimierte, individuelle Einkaufserlebnisse gestaltet werden. Dr. Michael Scholz ist Experte für E-Commerce und betriebswirtschaftliche Anwendung von KI-Systemen. Seit 2020 ist er am Technologiecampus Grafenau bereits Leiter des Bereichs Business Data Analytics and Optimization, zum 1. März beginnt er seine Professur an der Technischen Hochschule Deggendorf (THD).

Der studierte Wirtschaftsinformatiker entschloss sich erst kurz vor seinem Abschluss für die Promotion. Ausschlaggebend war damals ein Generationenwechsel der Professorenschaft, der dazu führte, dass Studierende wesentlich stärker in Forschungsprojekte eingebunden und die Lehrangebote signifikant interaktiver wurden. Für Dr. Scholz lebt die Forschung durch die aktive Beteiligung von Studentinnen und Studenten, nicht nur als Mitarbeitende, sondern auch als Probanden. Dabei setzt er auf mehr als rein analytische Methoden: „Ich möchte die Strukturen für empirische Forschung an der THD stärken und Studierende dazu motivieren, sich an Studien zu beteiligen und die Forschung aktiv mitzugestalten.“ An der THD sieht der 43-jährige optimale Voraussetzungen, da sie eine der forschungsstärksten Hochschulen Deutschlands ist und gleichzeitig engen Wissensaustausch mit regionalen Unternehmen pflegt. Über seine Fakultät Angewandte Informatik hinaus, freut er sich zudem auf regen Diskurs mit verschiedenen Fachbereichen und Kulturen.

Die Professur ist nicht neu für den gebürtigen Sachsen-Anhalter: Acht Jahre lang war er bereits Juniorprofessor an der Universität Passau, währenddessen auch ein Jahr Gastprofessor an der Universität Innsbruck. Bevor er sich für den Technologiecampus Grafenau entschied, arbeitete er als Senior IT-Consultant für die msg systems AG. In mehreren Forschungsaufenthalten in Finnland – an der Univeristy of Jyväskyla und der University of Turku – forschte er ebenfalls im internationalen Umfeld.

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Im Erlebniszentrum Digitale Gesundheit der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) heißt es „Entdecken, Reinschnuppern und Ausprobieren“. Das Projektteam von DeinHaus 4.0 stellt ab März vor Ort in einer kostenlosen Vortragsreihe verschiedene Aspekte des Themas „Länger Leben Zuhause“ in den Fokus.

Den Anfang macht der Vortrag „Herz-Kreislauf – digitaler Treibstoff für den Motor des Lebens“ am Mittwoch, den 6. März. Am 25. April widmet sich das Team des Projekts DeinHaus 4.0 dem Thema „Ernährung / Diabetes – digital den Kurs ändern“. Am 12. Juni geht es um die Physiologie und richtige Bewegung im Vortrag zu bewegungsbezogener Gesundheitskompetenz. „Wundversorgung und Gesundheitsförderung – zu Hause pflegen leichter gemacht“ lautet der Titel der Veranstaltung am 11. Juli. Nach der Sommerpause widmen sich die Referenten am 25. September dem Thema „Demenz“ und präsentieren Alltagshelfer für Schutz, Spaß und Training. Den Abschluss der Vortragsreihe bildet am 24. Oktober die Veranstaltung „Einsamkeit – auch digital sozial“.

Die Vorträge finden jeweils von 17 bis 19 Uhr an der Fakultät Angewandte Gesundheitswissenschaften (AGW) statt. Nach einem einführenden Fachvortrag präsentiert das Projektteam von DeinHaus 4.0 zu den jeweiligen Schwerpunktthemen verschiedene technisch-digitale Geräte, die direkt getestet und ausprobiert werden können. Auch alle anderen Geräte im Erlebniszentrum Digitale Gesundheit stehen den Teilnehmenden an den Veranstaltungstagen zur Verfügung. So lernen die Anwesenden vielfältige Möglichkeiten kennen, um lange und selbstbestimmt Zuhause zu leben.

Weitere Informationen zur Vortragsreihe und Anmeldung unter www.deinhaus4-0.de/ezdg_vortragsreihe_anmeldung und telefonisch unter 0991/3615-615. Das Erlebniszentrum Digitale Gesundheit befindet sich in Deggendorf, Land-Au 27.

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Bei der Anfang Februar veröffentlichten Erhebung von hochschule dual, Bayerns Netzwerk für duales Studieren, schnitt die Technische Hochschule Deggendorf (THD) wieder sehr gut ab. Die erhobenen Daten beziehen sich auf Studierende in Bayern im Wintersemester 2023 / 24 und zeigen, dass die THD im Bereich des dualen Studiums zulegen konnte.

Von den insgesamt 8.500 Studierenden der THD sind derzeit knapp 10 Prozent, also über 800 junge Menschen dual Studierende. Als solche absolvieren sie entweder ein Verbundstudium oder ein Studium mit vertiefter Praxis. Beide Varianten sind eng mit der Wirtschaft verzahnt und bringen dadurch besonders gut ausgebildete Fachkräfte hervor. Egal ob als Verbundstudium, welches ein Vollzeitstudium an der THD mit einer gleichzeitigen Berufsausbildung im Betrieb verbindet, oder einem Studium mit vertiefter Praxis, in dem das Vollzeitstudium mit intensiven Praxisphasen im Unternehmen kombiniert wird, der Trend zum dualen Studium ist da. „Die Zahlen der Erhebung von hochschule dual belegen eindeutig den Erfolg des Formates an der THD und zeigen, dass der Bedarf für ein praxisorientiertes Studium in enger Verzahnung mit den Betrieben, sowohl bei Studierenden als auch in der Wirtschaft, da ist.“ so Stefanie Möginger vom Career Service der THD. „Das duale Studium, egal ob im Verbund oder mit intensivierter Praxis, bietet die perfekte Antwort auf den aktuell herrschenden Fachkräftemangel“, so Möginger weiter.

Sowohl Verbundstudium als auch das Studium mit vertiefter Praxis werden an der THD studiengangübergreifend an allen acht Fakultäten angeboten. Das bietet sowohl den Betrieben als auch den Studierenden eine Vielzahl an Möglichkeiten und Vorteilen. Interessierte Unternehmen oder Schülerinnen und Schüler können sich per E-Mail an dual@th-deg.de wenden. Weitere Informationen finden sich außerdem auf der Website der THD unter https://www.th-deg.de/duales-studium.

 

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Die 14. Internationale Konferenz zur Erforschung der Dienstleistungswissenschaft, die IESS 2.4, versammelte vom 7. bis 9. Februar Fachleute aus Wissenschaft und Dienstleistungsbranche in Brünn, Tschechische Republik. Unter dem Motto "Dienstleistungswissenschaft zur Förderung der Intelligenzsteigerung“ diskutierten die Teilnehmenden die steigende Relevanz von Dienstleistungssystemen und deren Auswirkung auf die Gesellschaft. Im Rahmen der Veranstaltung wurde eine wissenschaftliche Arbeit von Forschenden des European Campus Rottal-Inn (ECRI) ausgezeichnet.

Die Dienstleistungswissenschaft erforscht die Interaktion zwischen Anbietenden und Kunden, einem komplexen System aus Menschen, Prozessen, Technologien und Ressourcen, das den emotionalen Aspekt menschlicher Intelligenz mit den rationalen Methoden künstlicher Intelligenz verbindet. Neben Workshops und einer Plenumssitzung, bot das Programm Raum, wissenschaftliche Abhandlungen zu diskutieren und zu ehren. Den Best Paper Award erhielt eine Forschungsarbeit von Prof. Dr. Mouzhi Ge, Jessica Ohnesorg (wissenschaftliche Mitarbeiterin), Nazek Fakhoury und Noura Eltahawi (studentische Hilfskräfte) vom Pfarrkirchener Campus der Technologischen Hochschule Deggendorf. In "A Review of AI-Based Trust Management in Smart Cities" – eine Bewertung von KI-basiertem Vertrauensmanagement in Smart Cities – erläutert das vierköpfige Team, vor welchen Herausforderungen der Einsatz von KI im öffentlichen Raum steht und wie das Vertrauen darin gesteigert werden kann.

Die IESS 2.5 findet im Februar 2025 an der Universität Neapel Parthenope in Italien statt. Im Zentrum steht das Thema Towards socially conscious service systems design – Auf dem Weg zur sozial verantwortungsbewussten Gestaltung von Dienstleistungssystemen. Die Konferenz nimmt sich damit zur Aufgabe nicht nur den wirtschaftlichen Aspekt von Dienstleistungssystemen zu diskutieren, sondern auch deren soziale und ethische Bedeutung in den Fokus zu rücken.

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Denken Kinder an Ärzte und Ärztinnen haben sie meist Bilder von Stethoskopen oder Fieberthermometern vor ihrem inneren Auge. Dass aber auch Drohnen und Augmented-Reality-Brillen in der Medizin genutzt werden, scheint wie Science Fiction. In der nächsten Kinderuni am European Campus Rottal-Inn (ECRI) erfahren interessierte Kinder wie zukünftig die Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum aussehen kann. Die Vorlesung für Teilnehmende ab acht Jahren findet am Freitag, den 23. Februar um 17 Uhr statt.

„Fliegende Roboter und Zauberbrillen: Wie sie uns helfen können, wenn wir krank sind!“ – Anna Schmaus-Klaughammer, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungsprojekt med4PAN, erklärt auf leicht verständliche Weise zukunftsweisende Technologien: Drohnen, die medizinische Geräte in entlegene Bauernhöfe transportieren, oder Augmented-Reality-Brillen, die Fachärzte und -ärztinnen aus der Ferne Patienten in Echtzeit untersuchen lassen.

Die deutschsprachige Vorlesung dauert circa eine Stunde und kann ohne Voranmeldung besucht werden. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bekommen beim Besuch der Vorlesung einen Kinderuni-Ausweis und dürfen sich nach fünf besuchten Vorlesungen über eine Überraschung freuen. Eltern oder Begleitpersonen sind ebenfalls herzlich willkommen. Organisiert wird die regelmäßige Kinderuni vom MINT-Team der Technischen Hochschule Deggendorf. Weitere Infos zur Kinderuni gibt es im Internet unter www.th-deg.de/kinderuni.

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Am 29. Februar ab 10 Uhr lädt die Fakultät Angewandte Gesundheitswissenschaften (AGW) der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) sämtliche Einrichtungen der Sozialen Arbeit zum Fachaustausch ein. Der niederbayerische Fachtag »G’sund & Sozial« findet auf dem Hauptcampus der THD statt und bietet die Gelegenheit, mehr über aktuelle Entwicklungen in der Sozialarbeit sowie über den Studiengang »Soziale Arbeit«, der zum Wintersemester 2024/25 an der Hochschule starten soll, zu erfahren.

Wie kann man dem enormen Fachkräftemangel in der Region entgegenwirken? Wie lassen sich Soziale Arbeit und Gesundheit verknüpfen? Wie kann die Zusammenarbeit der THD mit sozialen Einrichtungen im weiten Umfeld intensiviert werden? Zu diesen und anderen aktuellen Fragen erhalten die Teilnehmenden am Campus Deggendorf Einblicke in die neuesten Entwicklungen der Sozialen Arbeit. Darüber hinaus wird es ausreichend Raum für den Austausch mit Fachkolleginnen und -kollegen geben.

Hochkarätige Gäste aus der Politik wie Staatsministerin Ulrike Scharf und Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich sowie interessante Impulsvorträge runden die Veranstaltung ab. Der Fachtag richtet sich an Einrichtungsleitungen aus dem breiten Spektrum der Sozialarbeit, beispielsweise Jugendämter, Beratungsstellen, Kindergärten, Behindertenhilfe oder Obdachlosenhilfe. Er wird in enger Kooperation mit der Psychosozialen Arbeitsgemeinschaft (PSAG) Deggendorf ausgerichtet. In der Mittagspause gibt es ein Get-Together mit Catering für intensiven Austausch und Vernetzung.

Eine Anmeldung ist ab sofort kostenlos unter www.th-deg.de/gsund-sozial-anmeldung möglich. Weitere Informationen zu Programm und Anmeldung: https://www.th-deg.de/de/veranstaltung?id=11227592

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Anfang März beginnen wieder zahlreiche junge Menschen ihr Studium an der Technischen Hochschule Deggendorf (THD), viele davon aus einem anderen Land und Kulturkreis. Damit die internationalen Studierenden Deggendorf und Umgebung sowie die hießigen Gepflogenheiten kennenlernen können, bietet die THD wieder das Host Family Programme an und sucht im Rahmen dessen Kulturbotschafter bzw. Gastfamilien.

Deggendorf hat viel zu bieten, besonders im Frühjahr und Sommer. Dass in der Strandbar an der Donau so richtig Urlaubsfeeling aufkommt oder was es mit der Knödlwerferin eigentlich auf sich hat, wissen gerade die internationalen Studierenden der THD jedoch nicht. Dafür braucht es Einheimische, die den jungen Menschen ihre Heimat und deren Bräuche näher bringen. Das Host Family Programme der THD macht genau das: Es bringt Menschen aus der Region mit Studierenden verschiedener Länder zusammen. Der Ablauf ist dabei ganz einfach. Die Hochschule stellt den Kontakt her und die Gastfamlien entscheiden selbst wie oft und in welchem Umfang sie sich mit den Studierenden treffen. Wichtig ist, dass es Spaß macht!

Die Studierenden haben alle ein Zimmer vor Ort, sie suchen also kein Quartier. Es geht einfach um den persönlichen Kontakt. Vor Sprachbarrieren brauchen die Gastfamilien keine Angst haben. Die meisten Studierdenden können sehr gut Deutsch und freuen sich, ihre Sprachkenntnisse im Gespräch mit Einheimischen anzuwenden. Die Gastfamilien wiederum lernen das jeweilige Land der Studiernden, seine Bewohner und deren Kultur kennen. Nicht zuletzt werden auch Freundschaften geschlossen und das Miteinander bereichert.

Weitere Informationen und das Antragsformular für das Host Family Programme finden sich auf der Website unter www.th-deg.de/hostfamily. Für Fragen steht Marion Löfflmann per Mail an marion.loefflmann@th-deg.de zur Verfügung.

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Mit der Vernissage der Ausstellung „Immersive PopUp Stories 2“ am Donnerstag, 15. Februar bietet die Technische Hochschule Deggendorf (THD) den Besucherinnen und Besuchern ein außergewöhnliches Erlebnis mitten in Deggendorf. Im V-Lab der Hochschule können sie Virtual Reality PopUp Stories selbst erleben. Los geht’s um 19 Uhr in der Veilchengasse in Deggendorf.

Die Ausstellung ist das Ergebnis von Projektarbeiten, welche Studierende im fünften Semester der Vorlesung Interaktive Medien im Studiengang Medientechnik der THD, umsetzten. Betreut durch Prof. Stephan Windischmann, Franziska Rieder und Lorenz Wintersperger transformierten sie die Idee eines PopUp Kinderbuchs in eine virtuelle und interaktiv erfahrbare dreidimensionale Szenographie. Dabei war die Entscheidung des Inhalts, des Storytelling und die Gestaltung der Szenen ganz der Kreativität der Studierenden überlassen. Herausgekommen ist eine einzigartige Sammlung von „Neuen Formen der Realität“, die die Besucher dazu einladen in fantastische virtuelle Welten einzutauchen und spielerisch zu erforschen. An den vier vollausgestatteten Spielstationen im V-Lab der THD können Besucherinnen und Besucher die „Immersiven Erfahrungen“ im Rahmen der Ausstellung „Immersive PopUp Stories 2“selbst erleben.

Die Vernissage findet am 15. Februar ab 19 Uhr in der Veilchengasse in Deggendorf statt. Für alle, die es am Donnerstag nicht zur Eröffnung schaffen, öffnet das V-Lab am Freitag, 16. Februar von 10 Uhr bis 17 Uhr nochmals die Türen und lädt alle Interessierten ein, die virtuellen Welten selbst zu erforschen.

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Mitte Februar 2024 sind Wissenschaftler der Westböhmischen Universität Pilsen zu Gast an der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) und deren Technologie Campus in Plattling gewesen. Im Rahmen eines von der Bayerisch-Tschechischen Hochschulagentur (BTHA) geförderten Projekts fand ein Workshop zu aktuellen Themen der optischen Sensorik im Bereich von Hochspannungsanwendungen statt. Die Gäste aus Tschechien wurden von den wissenschaftlichen Leitern des Campus Teisnach Sensorik, Prof. Raimund Förg und Prof. Dr. Jens Ebbecke, herzlich empfangen. Nach einem Workshop zu aktuellen Themen der optischen Sensorik fand ein gemeinsames Abendessen in der historischen Altstadt von Deggendorf statt. Selbst zu später Stunde kamen die Forschenden nicht von technischen Fragestellungen los und so wurde auch am Wirtshaustisch weiter diskutiert.

Weiterer Höhepunkt des Austausches war am folgenden Tag auch der Besuch des Technologie Campus Plattling und der Besichtigung der dortigen Labore zu Themen der Leistungselektronik, Batteriewissenschaft und Roboterunterstützten Computertomographie. Auch der wissenschaftliche Austausch von Ideen für zukünftige gemeinsame Forschungsanträge war ein zentrales Thema des Besuchs. Dr. Josef Pihera und Dr. Frantisek Steiner von der Universität in Pilsen sind Spezialisten auf dem Gebiet der elektrischen Teilentladungen bei Hochspannungsanwendungen. Dieses Thema ergänzt sich hervorragend mit den Aktivitäten im Bereich der optischen Glasfasersensorik am Technologie Campus Teisnach Sensorik. Auf Basis der geplanten gemeinsamen Forschungsaktivitäten wird die bayerisch-tschechische Zusammenarbeit beider Hochschulen gestärkt und alle Teilnehmer dieses Workshops freuen sich auf die weiteren Forschungsaktivitäten.

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Das Potenzial von Reaktivierungen von Schienenwegen im ländlichen Raum wird längst nicht ausgeschöpft. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) und des International Maglev Board, an der sich 115 Reaktivierungsprojekte in ganz Deutschland beteiligt haben. Bislang hat nur ein Zehntel der Initiativen erfolgreich eine Strecke wiederbeleben können.

Ziel der Studie war es, Faktoren für den Erfolg oder Misserfolg einer Reaktivierung herauszufinden, damit Strecken künftig schneller wiederbelebt werden können. Der wissenschaftliche Leiter der Studie, Prof. Johannes Klühspies, sagte: „Als größtes Hindernis bei den Projekten gilt die sogenannte Wirtschaftlichkeitshürde, also dass die Reaktivierung sich betriebswirtschaftlich rechnen müsse. In Bayern ist hierbei insbesondere das formale Kriterium der mindestens 1.000 Fahrgäste pro Werktag ein echtes Problem. Und auch die Sicherung von Anschlüssen an den neuen Haltepunkten ist im ländlichen Raum eine große Herausforderung. Hier wünschen sich die Akteure vor Ort eine stärkere Unterstützung vonseiten der Politik.“

Eine weitere Erkenntnis der Studie: Der Güterverkehr wird bei den Streckenreaktivierungen in der Regel von den Akteuren vor Ort vernachlässigt. Prof. Johannes Klühspies: „Die Initiativen vor Ort haben oft nur den Personenverkehr im Blick. Denn beim Güterverkehr sind häufig zusätzliche Investitionen erforderlich, weil es um höhere Lasten geht als im Personenverkehr. Auch Ladestraßen und Güterumschlagsflächen wären hier dringend einzuplanen. Es braucht also die richtigen Anreize, damit auch der Schienengüterverkehr bei den Reaktivierungen sinnvoll integriert wird.“

Die Studie ist unter dem Link https://www.researchgate.net/publication/376381172_Aspekte_des_Mobilitatsmanagements_Erfolgsfaktoren_fur_eine_Reaktivierung_regionaler_Bahnstrecken verfügbar

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Die Fakultät Angewandte Gesundheitswissenschaften (AGW) an der Technischen Hochschule Deggendorf (THD), plant einen Studiengang Soziale Arbeit, um dem hohen Fachkräftemangel in der Region entgegenzuwirken. Der neue Bachelor-Studiengang soll bereits zum Wintersemester 2024/25 starten. Am 29. Februar findet dazu der Fachtag „G`sund und Sozial“ mit Fachvorträgen am Campus der THD statt.

Laut Institut der Deutschen Wirtschaft gilt die Soziale Arbeit als der Beruf mit den größten Fachkräftelücken, noch vor den Berufen der Kindererziehung und der Altenpflege. Die Gründe dafür sind vielfältig, da die Nachfrage nach Sozialarbeitern in vielen Bereichen gestiegen ist. In den letzten Jahren wurde die Schulsozialarbeit immer weiter ausgebaut und im Zuge der Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes wurden mehr Einrichtungen der Behindertenhilfe bewilligt. Hinzu kamen die Auswirkungen der Corona-Krise sowie die Erweiterung der Flüchtlingshilfe.

Mehrere Bedarfsabfragen der THD, in Zusammenarbeit mit der Psychosozialen Arbeitsgemeinschaft (PSAG) Deggendorf, haben die Dringlichkeit und Wichtigkeit eines Studiengangs Soziale Arbeit in Deggendorf verdeutlicht: Laut den befragten regionalen Einrichtungen gibt es derzeit knapp 100 unbesetzte Stellen, mit steigender Tendenz in den nächsten Jahren. Dem stehen circa 700 Schülerinnen und Schüler der zweiten beziehungsweise dritten Jahrgangsstufe im größeren Einzugsgebiet gegenüber, die derzeit die Fach- und Berufsoberschulen (FOS/BOS) mit dem Sozial-Zweig besuchen.

Geplant ist, den Studiengang zusätzlich in dualer Form anzubieten. Studierende sollen von vertiefter Praxiserfahrung profitieren und Einrichtungen von frühzeitigen Kontakten zu potenziellen Mitarbeitern.

Die Fakultät AGW plant am 29. Februar einen kostenlosen Fachtag mit dem Titel „G’sund und Sozial“ auf dem Campus der THD. Ziel ist es, die Kooperation mit sozialen Einrichtungen im weiten Umfeld zu intensivieren. Landrat Bernd Sibler und Dr. Olaf Heinrich werden ein Grußwort sprechen und der aktuelle Stand zum Studiengang Soziale Arbeit wird vorgestellt. Außerdem sind spannende Fachvorträge zum Thema geplant. Eine Anmeldung ist ab sofort kostenlos unter https://survey.th-deg.de/index.php/194273?lang=de möglich.

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Was haben Enzyme, Biokatalyse, Mikroplastik und Gesundheit gemeinsam? Sie alle fallen in den Fachbereich des Bioengineering-Experten Dr. Jeff Wilkesmann, der zum 1. März seine Professur für Bioengineering - Application, Industrialisation and Scaling an der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) antritt. Der 51-jährige wird sein umfassendes Wissen künftig am BITZ II in Oberschneiding einbringen, wo er das Transformations Lab aufbauen sowie Forschung und Innovation aus dem Bereich der „Bioengineering“ unmittelbar in den Markt transformieren wird.

Bioengineering bedeutet, Prinzipien der Ingenieur- und Naturwissenschaften auf Gewebe, Zellen und Moleküle anzuwenden. Der Einsatzbereich ist daher breit und schließt Gesundheitswesen, Landwirtschaft und Umwelt ein. In seinem Forschungsgebiet fokussiert sich Dr. Jeff Wilkesmann bisher hauptsächlich auf Enzyme und Biokatalyse und untersuchte beispielsweise die Auswirkungen von Mikroplastik auf unsere Gesundheit. Den Grundstein für seine akademische Laufbahn legte der gebürtige Venezolaner an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz. Dort promovierte er 2002 in Biochemie, bevor er in sein Heimatland zurückkehrte, wo er 2012 an der University of Carabobo habilitierte und als Professor tätig war. Nach Stationen an der Durham University, der Hochschule Mannheim, der DHBW Mannheim und dem Europäischen Institut für Innovation und Technologie freut Wilkesmann sich besonders über die Professur an der THD. „Die Stelle habe ich sofort akzeptiert, und zwar aus vielfältigen Gründen. Die THD ist bekannt für ihre hervorragende Bildung und Forschung in verschiedenen technischen und wissenschaftlichen Bereichen. Darüber hinaus bietet sie ein sehr positives und unterstützendes Arbeitsumfeld. Man merkt schon, dass ein großer Wert auf Teamarbeit gelegt wird“, so Wilkesmann. Außerdem freut er sich über die günstige geographische Lage und dass Deggendorf eine so hohe Lebensqualität bietet.

„Zudem habe ich die Möglichkeit,“ so Dr. Jeff Wilkesmann das Transformation Lab Bioengineering am Bayerischen Innovations Transformations Zentrum (BITZ) Oberschneiding aufzubauen. Seit Mitte Oktober laufen bereits die Bauarbeiten in unmittelbarer Nachbarschaft zum BITZ I. Im Transformation Lab werden Innovationen aus dem Megatrend der »Sustainable Technology« mit fachgebietsübergreifenden, speziellen Versuchsanordnungen, wie zum Beispiel im Bereich der Herstellung synthetischer Proteine, für die Umsetzung erprobt und zu industrialisierungsfähigen Produkten standardisiert. Bei der Transformation innovativer Forschungsergebnisse in den Markt wollen wir die Geschwindigkeit garantieren, welche Disruption und klare Wettbewerbsvorteile im Bereich Bioengineering sichert. Dies wird nur in sehr enger Zusammenarbeit mit meinen Kollegen am BITZ gelingen. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit.“

Als Naturwissenschaftler liegt Neugierde in seinen Genen. Dazu gehören vor allem Beobachtung und Analyse, aber auch der Wille, Dinge zu bewegen. Er bringt die Sachen gerne auf den Punkt und zeichnet sich durch seine ruhige und freundliche Art aus. Davon profitieren besonders die Studierenden. Neben anspruchsvollen Vorlesungen liegt Professor Wilkesmann auch das Vermitteln von wichtigen Lebensaspekten und – werten am Herzen. Er will Kollaboration und offene Räume für Diskussion bieten. Der Austausch mit Studierenden und Kollegen prägen das Berufsleben von Jeff Wilkesmann immer wieder aufs Neue und er hört sich gerne auch Lebensgeschichten seiner Mitmenschen an. Die Erkenntnis, dass Freiheit ein kostbares Gut ist, das nicht allen Menschen offensteht, hat seine Perspektive als Naturwissenschaftler und Mensch nachhaltig geprägt.

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Die Radiologie ermöglicht den Blick auf krankheitsbedingte Gewebeveränderungen im menschlichen Inneren. Künstliche Intelligenz (KI) kann die Bildgebung ergänzen, um Abweichungen zu erkennen, bevor sie selbst erfahrenen Medizinern auffällig erscheinen. Experten wie Dr. Christian Rummel erforschen Methoden, um KI für Diagnosezwecke wie diese einzusetzen. Am 1. Februar beginnt er seine Professur am European Campus Rottal-Inn (ECRI).

„Ich interessiere mich dafür, wie man KI für die medizinische Diagnostik so einsetzen kann, dass die einzelne Patientin oder der einzelne Patient davon profitiert,“ so Dr. Rummel, der an der Technischen Universität München in Theoretischer Niederenergie-Kernphysik promovierte. In einem anschließenden Forschungsprojekt in Cuernavaca, Mexico richtete er seine Kompetenzen auf den Anwendungsbereich Medizin aus. Dort forschte er an mathematischen Formeln zur Analyse von Hirnsignalen in Epilepsiefällen. Am Inselspital, Universitätsklinikum Bern, spezialisierte er sich auf neuroradiologische Bildgebungsverfahren. Dazu arbeitete er unter anderem an der Akquise und Auswertung von simultan gewonnenen Daten aus Elektroenzephalogrammen (EEG) und Magnetresonanztomographien (MRT). Es prägte ihn zu sehen, wie ausgesprochen unterschiedlich die Voraussetzungen für die Gesundheitsversorgung global sein können. Deshalb möchte er über „den europäischen Tellerrand“ hinausdenken und seine Forschungsergebnisse barrierefrei zugänglich machen. Für ihn steht fest, dass KI die medizinische Versorgung weltweit verbessern kann, aber nur wenn man sich aktiv dafür einsetzt.

In Zukunft möchte er in seiner Position als Professor die Studierenden dafür begeistern, KI-Anwendungen für die Gesundheitsversorgung zu entwickeln. Den ECRI, der ihm bereits als Gastdozierender bekannt ist, betrachtet Rummel als großen kreativen Gestaltungsraum, um zukunftsweisende Forschungsprojekte zu realisieren.

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Die Technische Hochschule Deggendorf (THD) ist von nun an eine der Gründungshochschulen des neuen Fachbereichstages Therapiewissenschaften (FBTT). Der Verein hat sich aus dem Hochschulverbund Gesundheitsfachberufe (HVG) herausgelöst und agiert nun völlig eigenständig. Dem FBTT gehören neben der THD 14 weitere Hochschulen aus ganz Deutschland an.

Die Unabhängigkeit des FBTT eröffnet den Gründungshochschulen neue Möglichkeiten, die hochschulische Qualifizierung in den Therapieberufen (Ergotherapie, Physiotherapie, Logopädie/Sprachtherapie) weiter voranzutreiben.

„Gerade für die Physiotherapie ist dies ein wichtiger Schritt, um den Beruf zu professionalisieren und die Qualität der Gesundheitsversorgung zu verbessern.“, so Prof. Dr. Stephanie Hecht, Studiengangsleiterin Physiotherapie an der THD. Die Fakultät Angewandte Gesundheitswissenschaften habe in diesem Rahmen zusammen mit der Deutschen Gesellschaft für Physiotherapiewissenschaft (DGPTW) am "Qualifikationsprofil B.Sc. Physiotherapie" gearbeitet, um die Potenziale hochschulisch qualifizierter Physiotherapeuten und -therapeutinnen im Gesundheitswesen besser sichtbar zu machen. Das Qualifikationsprofil biete, so Hecht, nicht nur Orientierung für Studieninteressierte, sondern auch einen klaren Rahmen für Politik und Unternehmen, die auf hochqualifizierte Fachkräfte setzen.

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Community Health Care bezeichnet eine Form der Gesundheitsversorgung, die den Blick auf die spezifischen Bedürfnisse definierter Gruppen und Regionen richtet. Das in Deutschland noch junge Forschungsgebiet wird mit Dr. phil. Susanne Katharina Heininger zukünftig Teil des Forschungs- und Lehrplans an der Technischen Hochschule Deggendorf (THD). Die Spezialistin für medizinische Professionalisierungsprozesse und Versorgungsstrukturen beginnt am 1. Februar ihre Professur am Gesundheitscampus Bad Kötzting.

Für die Hochschullehre bringt die gebürtige Bambergerin Erfahrungen aus zahlreichen nationalen und internationalen Forschungsprojekten mit. „Die zukunftsweisende Ausrichtung und forschungsstarken Strukturen der THD ermöglichen mir, an Lösungsansätzen für die Herausforderungen im Gesundheitswesen mitwirken zu dürfen,“ so Dr. Heininger. Ihr größtes Anliegen ist es, bereits vorhandenes Wissen praktisch nutzbar zu machen. Es ist ihr daher wichtig als Professorin die Studierenden der Fakultät Angewandte Gesundheitswissenschaften zu mutigen Ideen und innovativen Ansätzen zu motivieren.

Den Grundstein ihrer akademischen Laufbahn legte sie an der Technischen Universität München, wo sie Gesundheits- und Pflegewissenschaften sowie Berufspädagogik studierte. Dort schloss sie ebenfalls ihre Promotion in Empirischer Bildungsforschung zur Bewertung der Qualität wissenschaftlicher Evidenz ab. Mit einem Master in Health Business Administration an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg erweiterte sie ihr Profil in Richtung medizinische Versorgungsstrukturen. Aktuell ist sie in der Geschäftsführung des PSU-Akut e.V. (Psychosoziale Unterstützung für medizinisches Personal) tätig und engagiert sich in der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI). Privat steht jedoch die Zeit mit ihrer Familie und ihren Kindern an erster Stelle.

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Fehler entdecken, bevor sie passieren: Machine Learning macht es möglich. Mittels Algorithmen und Modellen können Systeme entwickelt werden, die Muster in Datensätzen erkennen und ihre Prozesse selbstständig weiterentwickeln. Mit Dr. Tim Weber gewinnt die Technische Hochschule Deggendorf (THD) einen Experten auf diesem Teilgebiet der Künstlichen Intelligenz (KI). Am 1. März wird er am Campus Cham seine Professur antreten.

Seine ersten Forschungserfahrungen sammelte Dr. Weber in der Biomechanik, der Studie von Bewegungsapparaten lebender Organismen anhand mechanischer Prinzipien. Ausgehend von einem Praktikum am Royal College of Surgeons in Dublin, Irland, vertiefte er diese Forschung an der Ostbayerischen Technischen Hochschule in Regensburg, später auch in Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum Regensburg. Seine Spezialisierung auf maschinelles Lernen im Produktionsbereich entwickelte sich als Leiter der Werkstofftechnik der Zollner Elektronik AG. Dabei erregte besonders das große Potential „verborgener Datenschätze“ entlang des Produktlebenszyklus sein Interesse.

Mit den Studierenden der Fakultät Angewandte Naturwissenschaften und Wirtschaftsingenieurwesen wird der 38-jährige zukünftig sein Wissen teilen und die Forschung weiterführen. Dabei steht eines fest: Intelligente Maschinen und Systeme können nur so viel leisten, wie zuvor an fachlicher Kompetenz in die Algorithmik eingeflossen ist. Am Campus Cham, der eng mit regionalen Unternehmen zusammenarbeitet und einen intensiven Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Industrie betreibt, trifft er damit auf ein Forschungsumfeld mit optimalen Voraussetzungen.

Aber nicht alles im Leben des gebürtigen Hannoveraners, der seit 37 Jahren Bayern seine Heimat nennt, dreht sich um Wirtschaft und KI. Er bezeichnet sich selbst als empathischen Ingenieur mit viel Liebe zum Detail und absoluten Familienmensch. Privat ist er Vater einer siebenköpfigen Familie mit Kindern im Alter von zwei bis elf Jahren.

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Auf die Frage nach einem effizienten und nachhaltigen Verkehrskonzept gibt es keine allgemeingültige Antwort. Oft sind die Bedürfnisse so individuell wie die Hürden. Im Lehrgang Mobilitätsmanagement werden Mitarbeitende von Gemeinden, Städten und Landkreisen vorbereitet, die Entwicklung entsprechend aktiv und individuell zu steuern. Das Format ist eine Kooperation des Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit Oberpfalz und der Technischen Hochschule Deggendorf (THD). Lehrgangsleiter ist Mobilitätsprofi und THD-Professor Johannes Klühspies.

Den Kommunen kommt bei der Planung neuer Mobilitätskonzepte eine Schlüsselrolle zu, denn vielmehr als standardisierten Vorgaben zu folgen, müssen individuelle Lösungen für die jeweilige Region erarbeitet werden. Sie sind vor Ort mit den betroffenen Gremien und den dort lebenden Menschen geschickt auszuhandeln. Um diesen Anforderungen gerecht werden zu können, bedarf es eines tiefen Verständnisses von Planung, Organisation, Umsetzung und Beeinflussung des Verkehrs. Welche Chancen und Herausforderungen bringt die Mobilitätswende und welche Möglichkeiten der Finanzierung gibt es? Auch für kleine Kommunen? Wie gestalten sich zukünftige Mobilitätstrends, wie entwickelt man eigene, passgenaue Lösungen und was kann man von Anderen lernen? All dies behandelt und beinhaltet der Lehrgang »Kommunales Mobilitätsmanagement«. Das Angebot richtet sich nicht nur an Mitarbeitende von Kommunen, Landratsämtern und weiteren Behörden, sondern grundsätzlich an alle Akteure, die sich fachlich für eine Zukunft mit innovativer Mobilität fit machen wollen.

Anmeldeschluss und Lehrgangsbeginn ist der 15. März. Das Grundlagenmodul kann online über die Virtuelle Hochschule Bayern (VHB) bis zum 15. Juli in Eigenstudium bearbeitet werden. Das erfolgreiche Bestehen qualifiziert für das Präsenzmodul am 7. und 8. November in Amberg. Vorab gibt es eine unverbindliche Infoveranstaltung am Freitag, 2. Februar, um 10.30 Uhr via ZOOM. Weitere Informationen unter www.zv-kvs.de/lehrgang/.

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In Davos wurde dieses Jahr parallel zum World Economic Forum das AI House, eine Plattform für den Wissensaustausch im Bereich Künstliche Intelligenz (KI), ins Leben gerufen. Als Experte für KI nahm auch Prof. Dr. Patrick Glauner von der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) an der Veranstaltung vom 15. bis 19. Januar teil. Die Events brachten weltweit führende Wirtschaftsexperten, Politiker, Wissenschaftler, gesellschaftliche Akteure und Journalisten zusammen, um über aktuelle globale Fragen zu diskutieren.

Als Teilnehmer an der Diskussionrunde zu KI und Bildung berichtete Glauner von seiner Arbeit an der THD und der engen Zusammenarbeit mit der Wirtschaft. Weiterhin stellte er vor, wie er regionale Schulen –  im Rahmen des vom Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus durchgeführten Fördermaßnahme »Profilschulen für Informatik und Zukunftstechnologien« – beim Aufbau von KI-Lehrangeboten unterstützt. Zudem konnte er in den Gesprächen seine Erfahrungen zu KI-Regulierung aus seiner Tätigkeit als Sachverständiger im Deutschen Bundestag, in der französischen Nationalversammlung und im luxemburgischen Parlament teilen.

In Davos traf er auch auf andere bayerische Vertreter wie beispielsweise den neuen Bayerischen Staatsminister für Digitales Dr. Fabian Mehring MdL. „Ich habe viele Impulse für meine zukünftige Arbeit mitgenommen“, fasst Glauner zufriedenstellend seine Woche im Expertenforum zusammen. Er freue sich auf viele Folgegespräche mit alten und neuen Kontakten und möchte im nächsten Jahr wieder nach Davos reisen.

Bei Fragen zu KI steht Prof. Dr. Glauner unter patrick.glauner@th-deg.de oder 0991/3615-453 auch gerne direkt als Ansprechpartner zur Verfügung.

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Was heißt Künstliche Intelligenz (KI) überhaupt? Und können KI-Systeme denken? Menschen sind sie jedenfalls nicht, doch was steckt dahinter? Wer „redet“ da mit uns? Wo finden wir KI-Systeme im Alltag? Genau diese Fragen möchte Informatik-Professor Dr. Markus Mayer in der nächsten Kinderuni der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) beantworten. Sie findet am Freitag, 26. Januar um 17 Uhr am THD-Campus statt. Alle Neugierigen ab acht Jahren sind herzlich eingeladen.

Die Kinderuni der THD wird vom MINT-Team der Hochschule organisiert. Die Veranstaltung findet im Raum B.004 am Campus der THD statt und dauert etwa eine Stunde. Eine Anmeldung ist nicht nötig. Fleißige Besucherinnen und Besucher können Stempel für ihren Kinderuni-Pass sammeln. Erwachsene Begleitpersonen sind herzlich eingeladen, der Veranstaltung in den hinteren Reihen des Hörsaals zu folgen. Parkmöglichkeiten bestehen in der für diesen Zeitraum geöffneten Tiefgarage der THD am Ende der Edlmairstraße.

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Beinahe selbstverständlich nutzen Kinder immer früher elektronische Geräte wie Smartphones oder Tablets. Dabei ist ihnen oft nicht klar, was hinter der Steckdose eigentlich vor sich geht. Dieser und weiteren Fragen geht die nächste Kinderuni am European Campus Rottal-Inn (ECRI) auf die Spur. Die Vorlesung für Teilnehmende ab acht Jahren findet am Freitag, den 26. Januar um 17 Uhr statt.

In kindgerechter Sprache wird Stuart Daniel James, wissenschaftlicher Mitarbeiter am ECRI, dem oft komplexen Thema Elektrizität nachgehen. Unter dem Titel „Der Strom kommt aus der Steckdose! Oder?“ widmet er sich Fragen zu Stromerzeugung, -übertragung und -wirkungsweise. Aufbauend auf Präsentationen werden die Kinder auf anschauliche Weise an das wissenschaftliche Thema herangeführt.

Die deutschsprachige Vorlesung dauert circa eine Stunde und kann ohne Voranmeldung besucht werden. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bekommen beim Besuch der Vorlesung einen Kinderuni-Ausweis und dürfen sich nach fünf besuchten Vorlesungen über eine Überraschung freuen. Eltern oder Begleitpersonen sind ebenfalls herzlich willkommen. Organisiert wird die regelmäßige Kinderuni vom MINT-Team der Technischen Hochschule Deggendorf. Weitere Infos zur Kinderuni gibt es im Internet unter www.th-deg.de/kinderuni.

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Kaum eine Branche ist so alt wie der Bau und doch muss sie sich stets wandelnden Herausforderungen stellen. Das Ineinandergreifen von Umweltschutz, Politik und Wirtschaftlichkeit ist nur eine davon. Dr. Roland Augustin ist Experte auf diesem Fachgebiet, speziell Bauproduktentwicklung und -management. Ab dem 1. März 2024 wird er als Professor am European Campus Rottal-Inn (ECRI), einer Fakultät der Technischen Hochschule Deggendorf (THD), sein Fachwissen weitergeben. 

Zu den Meilensteinen seiner Karriere zählt er den Aufbau der Nationalen Anti-Doping Agentur als deren erster Geschäftsführer sowie den weltweiten Aufbau einer Inspektions- und Zertifizierungsstelle für Eurofins Consumer Product Testing. Zuletzt war der 62-jährige verantwortlich für die Standort- und Prüfstellenleitung der Kiwa GmbH in Flörsheim-Wicker, das national und international als Baustoffprüflabor und unabhängiges Forschungsinstitut für polymere Baustoffe anerkannt ist. Als Professor möchte er in seinen zukünftigen Lehrveranstaltungen diesen Wissensschatz nicht nur in der Theorie teilen. Für ihn steht „fördern und fordern im Vordergrund“ und das bedeutet den regen Austausch mit den Studierenden. Diese werden sich auch in praktischen Studieneinheiten kreativ und ganzheitlich mit der Materie auseinandersetzen. Seine Industriekontakte hofft Dr. Augustin zu nutzen, um Möglichkeiten für vielseitige Praktika und Bachelorarbeiten zu schaffen. 

Mit dem Schritt an den ECRI kehrt der gebürtige Eggenfeldener zurück in seine Heimat Rottal-Inn. Die Entwicklung der THD in den letzten Jahren findet er nämlich bemerkenswert. Das internationale Umfeld der Studierenden und das Konzept der Universität in der Fläche betrachtet er als großes Potential einen modernen Studiengang zu gestalten und neue Forschungsthemen zu ergründen. Nachdem er lange Zeit im Rheinland wohnte und auch international tätig war, freut er sich zudem die Studierenden in Englisch zu unterrichten und sein „eingerostetes Bayrisch aufzufrischen“.  

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Das BITZ Oberschneiding beginnt das neue Jahr mit einem würdigen Auftakt der Reihe Innovationsforum BITZ OPEN. Am Donnerstag, 25. Januar spricht Svenja Lassen, Managing Director Germany des Startup-Investoren-Netzwerks GATEWAY VENTURES, zum Thema Warum wir alle von mehr Diversität in der Startup- und Investment-Szene profitieren. Beginn der Veranstaltung ist um 18 Uhr am BITZ in Oberschneiding.

In einer Welt, die von Innovation und Fortschritt getrieben wird, ist es unumgänglich, dass auch die Startup- und Investment-Landschaft vielfältiger wird. Darum ist Diversität nicht nur eine ethische Verpflichtung, sondern auch Motor für kreative Durchbrüche in der Startup-Welt. Dieser Gedanke steht im Fokus des Vortrags von Svenja Lassen. Dabei beleuchtet sie insbesondere, warum die Einbeziehung der weiblichen Perspektive bei der Entwicklung und Finanzierung von Innovationen von entscheidender Bedeutung ist. Die Besucher des BITZ OPEN erfahren von Svenja Lassen anhand konkreter Beispiele aus Wissenschaft, Medizin und Kultur, wie eine breitere Palette von Perspektiven nicht nur zu wirtschaftlichem Erfolg führt, sondern auch nachhaltige Lösungen für die Herausforderungen unserer Zeit hervorbringt. Außerdem bietet die Veranstaltung ausreichend Zeit für Fragen und gute Gespräche. Eine Anmeldung ist unter https://eveeno.com/220388378 möglich.

Svenja Lassen ist Managing Director Germany des Startup-Investoren-Netzwerks Gateway Ventures. Ihr Ziel ist es, den Anteil an Investorinnen nachhaltig zu erhöhen. Dafür gründete sie 2020 das Female Investors Network (FIN) für aktive wie angehende weibliche Business Angels und initiierte 2021 die Mission #25to25, um den Frauenanteil im Startup-Ökosystem bis 2025 auf 25% zu erhöhen. 2022 launchte sie die FIN-Academy, ein Online-Ausbildungs-Programm für angehende Business Angels. Dafür wurde sie 2023 mit dem ‘Female Finance Award’ von FOCUS Money ausgezeichnet.

Die Veranstaltungsreihe BITZ OPEN am Bayerischen Innovations Transformations Zentrum (BITZ) Oberschneiding der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) bietet Impulse zu den Themen Innovation und Transformation und Gelegenheit zum Netzwerken. Sie findet jeweils in ungeraden Monaten am BITZ statt.

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Ohne digitale Transformation keine Wettbewerbsfähigkeit. Doch wie können Unternehmen dieses Potential zielgerichtet nutzen? Durch aussagekräftige Datengrundlagen und lösungsorientierte Auswertungen. Genau das ist die Aufgabe der Shopfloor-Analytik, dem Fachgebiet von Dr. Nikolaus Urban, Experte für innovative Fertigungsverfahren mit langjähriger Industrieerfahrung. Ab dem 1. März verstärkt er die Technische Hochschule Deggendorf (THD) als Forschungsprofessor für Shopfloor-Analytik in der Unikatfertigung.

Als entscheidend für seinen Schritt nach Deggendorf nennt er die optimale Ausstattung der THD mit Laboren für Lehre und Forschung sowie starke, regionale Industriepartner. Darin sieht er ein großes Entwicklungspotenzial für seine eigene Forschung und für die Lehre seiner Studierenden. Diese möchte er mit einem „Werkzeugkoffer an digitalen Werkzeugen“ ausstatten, der sie nach ihrem Studium der Angewandten Naturwissenschaften und Wirtschaftsingenieurwesen (NuW) befähigt im Berufsleben fundierte Entscheidungen zu treffen.

Besondere Kompetenzen kann er auf seinem Fachgebiet Shopfloor-Analytik vorweisen – der Erfassung, Verarbeitung und Interpretation von Daten im Produktionsumfeld. Ziel ist es datengestützte, effiziente Prozesse zu gestalten, die die Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens erhalten oder erhöhen. Mit seinen Forschungs- und Industrieprojekten möchte Dr. Urban dabei aktiv am Technologie- und Wissenschaftstransfer in der Region Deggendorf beitragen. Als besonders wichtig schätzt er es ein, eine Digitalisierungsstrategie zu entwickeln, die dem voraussichtlich steigenden Fachkräftemangel entgegenwirkt.

Nach seinem Studium des allgemeinen Maschinenbaus, arbeitete Dr. Urban als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Erlangen-Nürnberg und wurde dort nach nur drei Jahren Leiter des Technologiefeldes Additive Fertigung. Unter seiner Führung arbeiteten er und neun wissenschaftliche Mitarbeiter an insgesamt zwölf Forschungsprojekten. Es folgte die Promotion zum Doktor der Ingenieurwissenschaften mit dem Prädikat sehr gut bestanden. Außerhalb des universitären Umfelds ist der passionierte Jogger außerdem im Organisationskomitee der Elektromobilitätskonferenz IEEE – International Electric Drives Production Conference (E|DPC) – aktiv.

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Um internationale Austauschprogramme für Studierende und wissenschaftliches Personal der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) zu initiieren, ist Prof. Dr. Thiha Aung, Studiengangsleiter Physician Assistant, nach Bangkok gereist. Während seines Aufenthalts führte er unter anderem Kooperationsgespräche mit der Thonburi University und der Mahidol University.

Die medizinische Fakultät am Siriraj-Krankenhaus der Mahidol-Universität ist eine der beiden medizinischen Fakultäten der Mahidol-Universität und zugleich das älteste und größte Universitätsklinikum Thailands. Das Krankenhaus wurde 1888 von König Chulalongkorn gegründet. Aung vereinbarte vor Ort erste Maßnahmen für einen zukünftigen Austausch. So wurde zwischen der Thonburi University und der THD ein Letter of Intent zur Förderung von Austauschprogrammen unterzeichnet. Auch die zukünftigen Studierenden des Medizincampus Niederbayern sollen von dieser Kooperation profitieren.

Regelmäßige gemeinsame Online-Meetings im Rahmen eines deutsch-thailändischen Medizinforums zum wissenschaftlichen Austausch und zur Besprechung der nächsten Schritte beginnen Ende Januar.

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Die Technische Hochschule Deggendorf (THD) veranstaltet zum dritten Mal das Fut3ch Symposium. Dieses findet am 10. und 11. Januar vor Ort in Deggendorf und virtuell über Zoom statt und vereint hochkarätige Redner aus führenden Unternehmen. Die Anmeldung zur Veranstaltung ist noch möglich.

Beim Fut3ch Symposium 2024 dreht sich alles um aktuelle und zukünftige Technologien und Entwicklungen der Branche, von Data Center Management bis hin zu Quantum Computing. Zwei Tage lang referieren Expertinnen und Experten aus führenden Unternehmen wie Intel, Siemens oder dem Leibnitz Supercomputing Zentrum in Vorträgen und Keynotes.

Ein Eckpfeiler des Fut3ch Symposiums wird wieder die Intel Quantum SDK Challenge sein, welche am Mittwoch, 10. Januar stattfindet und Tech-Enthusiasten, Akademiker und Studierende auf der spannenden Reise in die Quantenwelt zusammenbringt. Mit der anschließenden Abendveranstaltung findet der Tag seinen sozialen Höhepunkt bevor es am Donnerstag, 11. Januar mit Keynotes und Präsentationen weitergeht.

Das Fut3ch Symposium findet im Stadthotel Deggendorf (Östlicher Stadtgraben 13, 94469 Deggendorf) statt und ist kostenlos. Eine virtuelle Teilnahme über Zoom ist ebenfalls möglich. Informationen zu Programm und Anmeldung finden Interessierte unter: https://th-deg.de/fut3ch-symposium.

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Geschäftsführerwechsel in der ITC Innovations Technologie Campus GmbH. Zum 01.01.2024 tritt Prof. Dr. Veronika Fetzer die Nachfolge von Prof. Dr. Reinhard Höpfl an. Höpfl prägte den Wirtschaftsraum Deggendorf nicht nur als ehemaliger Präsident der Technischen Hochschule Deggendorf (THD), sondern schuf auch als einer der Gründungsväter des ITC1 die Basis für ein vitales Gründungsökosystem. Nach über 20 Jahren erfolgreicher Tätigkeit am ITC1 verabschiedet sich Reinhard Höpfl zum Jahreswechsel in den verdienten Ruhestand und bleibt dem ITC1 als Beiratsvorsitzender erhalten. Gemeinsam mit dem langjährigen Geschäftsführer Thomas Keller wird Veronika Fetzer die Geschicke des ITC1 leiten.

Fetzer ist Bankkauffrau, promovierte Betriebswirtin und seit 2022 Professorin für das Fachgebiet Economy of Scale an der Technischen Hochschule Deggendorf. Neben der Lehre ist die Begleitung von aussichtsreichen Ventures zu skalierungsfähigen Unternehmen eine ihrer zentralen Aufgaben an der Technischen Hochschule Deggendorf. Zuvor war Fetzer in dem Regensburger Innovations- und Gründungszentrum Techbase für den Bereich Start-up-Förderung verantwortlich und leitete zudem das vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie Digitale geförderte Digitale Gründerzentrum Digitale Gründerinitiative Oberpfalz. Deggendorfs Oberbürgermeister Dr. Christian Moser freut sich: „Mit Veronika Fetzer gewinnen wir eine sehr erfahrene Kollegin, die sich in der Welt der Start-ups bestens auskennt und den ITC1 auf das nächste Level heben wird“.

„Der ITC1 ist DER zentrale Anlaufpunkt für technologieorientierte Unternehmen und Gründer:innen in der Region. Ich freue mich, dass ich gemeinsam mit dem gesamten Team des ITC1 dieses etablierte Ökosystem voranbringen darf. Zu den Themenschwerpunkten wird neben der Zusammenarbeit mit der Hochschule, der Ausbau des Unternehmensnetzwerks sowie der Ausbau des Investorennetzwerks gehören“, so Fetzer. Infos zum ITC1 finden Sie auf www.itc-deggendorf.de

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Die Bewerbungsfrist für die berufsbegleitenden Studiengänge am Zentrum für Akademische Weiterbildung der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) neigt sich dem Ende zu. Interessierte haben noch bis einschließlich 15. Januar 2024 die Gelegenheit, sich für berufsbegleitende Studiengänge aus verschiedenen Fachbereichen zu bewerben.

Die berufsbegleitenden Studiengänge am Zentrum für Akademische Weiterbildung der THD decken ein breites Spektrum an Fachbereichen ab, darunter Wirtschaft, Psychologie und Management, Technik und Informatik sowie Gesundheit und Pädagogik. Flexible Studienzeiten im Online- und Präsenzunterricht ermöglichen die Weiterbildung parallel zum Berufsalltag. So können die Studierenden ihr Fachwissen vertiefen, neue Kompetenzen erwerben und sich für den nächsten Karriereschritt qualifizieren, ohne dabei auf ihre aktuelle Berufstätigkeit verzichten zu müssen. „Besonders wichtig ist uns der Praxisbezug in den Vorlesungen, in denen die Studierenden angehalten sind, aktuelle Themen aus ihrem Berufsalltag mit einzubringen“, betont Corina Welsch, Leiterin des Weiterbildungszentrums. Eingeschriebene Studierende haben zudem die Möglichkeit, kostengünstig an karriererelevanten Zertifikatslehrgängen teilzunehmen, die direkt am Weiterbildungszentrum angeboten werden.

Weitere Informationen und aktuelle Termine zu Informationsveranstaltungen erhalten Sie auf der Website www.th-deg.de/weiterbildung oder telefonisch unter 0991/3615-8245.

Gut zu wissen: Die Bewerbungsfrist für die letzten offenen Vollzeit-Masterstudiengänge an der THD endet ebenfalls am 15. Januar 2024. Eine Übersicht über das Studienangebot finden Sie unter www.th-deg.de/masterstudiengaenge.

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Seit vielen Jahren ist der gemeinnützige Verein Interplast Germany in Entwicklungsländern tätig und unterstützt dort einheimische Patientinnen und Patienten mit Fehlbildungen durch plastisch-chirurgische Operationen. Diesen November durfte ein Team der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) des Studiengangs Physician Assistant (PA) die Arbeit von Interplast Germany unterstützen und das Rehema Centre Medical Hospital der Stadt Goma besuchen.

Das Team aus Deggendorf setzte sich aus dem PA-Studiengangsleiter Prof. Dr. med. habil. Thiha Aung und zwei Studentinnen, Nadine Reitberger und Anna Friedrich, zusammen. Aung ist Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie und einer von zwölf zertifizierten plastisch-rekonstruktiven Tumorchirurgen in Deutschland. Er hat bereits zahlreiche humanitäre Hilfseinsätzen organisiert und selbst daran teilgenommen. „Ich konnte den Studierenden die chirurgische Anatomie bei so ausgeprägten Tumoren und Deformitäten beibringen, wie wir sie in den Büchern nicht mehr finden“, erklärt er.

Im letzten Jahr konnte durch die Arbeit von Interplast Germany in der Stadt Goma ein Hospital für die Einheimischen errichtet werden. Seither kommen regelmäßig Teams von Interplast Germany nach Goma, um die einheimischen Ärztinnen und Ärzte bei der Behandlung von diversen Krankheiten zu unterstützen – darunter auch das Team der THD. Vor Ort wurden jeden Tag zahlreiche Patientinnen und Patienten versorgt und operativ behandelt, was durch die Mitnahme von Materialien und Ausrüstung aus Deutschland gewährleistet werden konnte. „Das Krankheitsbild in afrikanischen Ländern weicht stark von den nördlichen Erscheinungen ab und beinhaltet vor allem unbehandelte Verbrennungen, diverse Tumorerkrankungen und einige Entwicklungsanomalitäten“, erklärt Prof. Aung. Beispielsweise wurde an einem kleinen Jungen, der schwerste Verbrennungen im Gesicht erlitt und durch Narbenbildung am Augenlied kaum noch sehen konnte, eine Hauttransplantation an den Lidern durchgeführt, um ihm das Sehen wieder zu ermöglichen.

„Eine Steigerung der Lebensqualität für die Patienten“, sagen die Studentinnen Nadine Reitberger und Anna Friedrich. Über einen Zeitraum von sieben Tagen konnten durch das Engagement vieler helfender Hände mehr als 50 Patientinnen und Patienten, darunter auch vielen Kinder, operativ geholfen und medizinisch versorgt werden.

PA-Studierende der THD sind unter Leitung von Professor Aung regelmäßig auf humanitären Hilfseinsätzen in diversen Entwicklungsländern unterwegs. Ab sofort können die Einsätze mit Spenden unterstützt werden. „Gemeinsam können wir einen positiven Unterschied im Leben derjenigen machen, die Unterstützung und Hilfe benötigen“, sagt Professor Thiha Aung. Nähere Informationen gibt es unter www.th-deg.de/de/hochschule/freunde-und-foerderer oder 0991/3615-238.

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Der Technologie Campus Cham bekam international hohen Besuch, welchen MdL Dr. Gerhard Hopp in den Landkreis Cham geholt hatte. Die amerikanische NCSL-Delegation (National Conference of State Legislatures), eine überparteiliche US-Parlamentariergruppe, angeführt von Brian Patrick Kennedy, Vizepräsident des Repräsentantenhauses von Rhode Island, führte dabei die amerikanische Gruppe an. Dr. Hopp hatte als Präsident der deutschen Partnerorganisation PdP (Partnerschaft der Parlamente) die hochkarätige Gruppe zu einem Besuch in Europa gewinnen können, um den Austausch zwischen den Regionen zu pflegen. Dabei durfte ein Besuch im Landkreis Cham auf dem Weg von Prag Richtung München nicht fehlen. Am Donnerstag stand ein Besuch bei der IHK Cham am Chamer Campus auf dem Programm, um sich über Wirtschaft und Wissenschaft als Innovationstreiber und über mögliche Kooperationen auszutauschen.

 

Zu Beginn zeichnete IHK-Geschäftsführer Richard Brunner die Entwicklung der deutsch-tschechischen Grenzregion seit dem Fall des Eisernen Vorhangs nach. Lag der Landkreis Cham zu Zeiten der Grenzschließung noch am „Rande Europas“, so hätte sich Ostbayern und die bayerisch-böhmische Grenzregion durch wegweisende politische Entscheidungen und mutiges Unternehmertum enorm entwickelt. „Herzlich willkommen im Herzen Europas!“, sagte Brunner daher treffend. Heute hätten in der Region viele innovative Unternehmen ihren Sitz, deutsche und tschechische Unternehmen würden eng zusammenarbeiten. Laut Brunner pendeln mittlerweile über 5.000 tschechische Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ein und helfen mit, Wohlstand zu generieren. Eine große Herausforderung für die Region stelle der Fachkräftemangel dar. Vor diesem Hintergrund komme guten Bildungschancen, von schulischer, beruflicher und akademischer Bildung, für junge Menschen eine zentrale Bedeutung zu.

Einen wichtigen Beitrag für die Sicherstellung von Fachkräften für den Landkreis Cham leiste der Chamer Technologiecampus, erläuterten die Professoren Matthias Hien und Studienstandortleiter Jürgen Wittmann. Die rund 500 Studierenden aus dreißig Länder, hätten die Möglichkeit, in Cham einen Bachelor- oder Masterabschluss zu erwerben. Auch habe sich die Bildungseinrichtung in den letzten Jahren hervorragend entwickelt. „Wir können jungen Menschen im Landkreis Cham eine erstklassige akademische Ausbildung bieten und gleichzeitig am Technologiecampus für unsere Firmen Forschungsprojekte betreiben“, unterstrich Prof. Wittmann. Ziel sei es, in der Region für die Region auszubilden. So habe sich der Landkreis Cham zwischenzeitlich zum hochentwickelten Produktions- und Forschungsstandort entwickelt.

Für diese Erfolgsgeschichte des Technologiecampus seien laut Dr. Hopp vor allem drei Faktoren ausschlaggebend: der Freistaat Bayern habe nach Kräften unterstützt, die heimische Wirtschaft habe kräftig in den Campus investiert und die Verantwortlichen vor Ort in Stadt und Landkreis hätten nach Kräften am Erfolg der Hochschule gearbeitet. Nun investiere schließlich auch der Freistaat Bayern in den Standort, so Hopp.

Weitere Erfolgsfaktoren stellten die Internationalität, die enge Verknüpfung mit der örtlichen Wirtschaft und die zukunftsfähigen Studienfächer dar. Als starkes Zeichen und richtigen Schritt bezeichnete Dr. Hopp das neue Studienangebot und den Erweiterungsbau im Rahmen der Hightech Agenda Bayern. „Der Freistaat steht zum Technologiecampus Cham, zu dezentralen Bildungseinrichtungen und zur Hochschule im ländlichen Raum“, unterstrich der CSU-Politiker. Im Anschluss tauschten sich die Gastgeber mit den amerikanischen Gästen über die Gemeinsamkeiten und Unterschiede bei Bildung, Arbeitsmarkt und Wirtschaft aus. Auch vereinbarten die Politiker, ihren Austausch intensivieren zu wollen. Eine Führung durch die Labore rundete den Besuch ab, wovon sich die amerikanischen Gäste sehr beeindruckt zeigten.

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Beim plötzlichen Einsturz der Morandi-Brücke, einer vierspurigen Autobahn in Italien, kamen 2018 43 Menschen ums Leben. Katastrophen wie diese zu verhindern, ist die Hauptmotivation von Bauingenieurin Dr. Sophia Kueres. Strapazierfähige Werkstoffe und zuverlässige Berechnungen im Bereich Massivbau stehen im Mittelpunkt ihrer Forschung. Am 1. Februar startet sie nun auch als Professorin für Bauingenieurwesen und Umwelttechnik an der Technischen Hochschule Deggendorf (THD).

Kueres ist Expertin für nichtmetallische Bewehrung – der Verstärkung von Beton mit Faserverbundkunststoffen wie Carbon, Glas oder Aramid – im Massivbau. Während ihrer Zeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin und anschließend Promovierende von 2013 bis 2019 fokussierte sie sich auf Bemessungsansätze für Massivbrücken. Deutschland zählt mehr als 40.000 Brücken allein im Autobahnnetz, davon werden bereits dieses Jahr rund 8.000 als sanierungs- oder modernisierungsbedürftig eingestuft. Das stellt die deutsche Infrastruktur vor große finanzielle und organisatorische Herausforderungen. Die Lösung liegt in der Forschung nach passenden Werkstoffen für langlebige, nachhaltige Konstruktionen, dem Fachgebiet von Sophia Kueres.

Nachdem sie als Bauingenieurin in München tätig war, macht sie nun den Schritt in die Professur. In ihren Vorlesungen möchte sie den angehenden Bauingenieurinnen und -ingenieuren besonders den Wandel des Bauwesens vermitteln, beispielsweise durch aktuelle Fragestellungen nach Ressourcenoptimierung und Klimafreundlichkeit. Dabei legt sie großen Wert auf praxisbezogenes Lehren und Lernen, wofür die THD durch ihre gute Vernetzung mit weiteren Forschungseinrichtungen oder Unternehmen gut aufgestellt ist.

An der THD schätzt sie besonders die aussichtsreichen Entwicklungsmöglichkeiten und Angebote in der angewandten Forschung wie beispielsweise das Werkstoffkunde Labor, aber auch die familiäre und kollegiale Atmosphäre hat sie überzeugt. Die geborene Aachenerin engagiert sich zudem als Referentin in der Seminarreihe „Qualität in der Bauplanung“ der Betonverbände und Serviceorganisationen Baden-Württemberg.

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Erst seit einem Jahr gibt es den Bachelor-Studiengang Physician Assistant (PA) an der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) – generell steckt das neue Berufsbild in Deutschland noch in den Startlöchern. In den USA hingegen ist der PA bereits seit den 1960er Jahren ein etablierter Beruf. Vor Kurzem hatten die THD-Studentinnen Julia Scherübl und Anna Ertl die Möglichkeit, im Rahmen eines Austausches mit der Boston University ein Praktikum am Boston Medical Center zu absolvieren.

Die Studentinnen des fünften Semesters begleiteten vier Wochen lang Masterstudierende des PA-Programms der Boston University. Dabei erhielten sie Einblicke in den Arbeitsalltag amerikanischer Physician Assistants in verschiedenen Fachbereichen. Für den genauen Arbeitsumfang im jeweiligen Tätigkeitsfeld des PA interessierten sich die beiden jungen Frauen besonders. „Wir haben an der THD eine sehr hohe Qualität in den Fächern Innere Medizin und Chirurgie. So konnten wir in den Master-Kursen auf unser Wissen zurückgreifen und mithelfen“, so Julia Scherübl und Anna Ertl stolz.

Durch das Austauschprogramm konnten die beiden angehenden PAs einen Blick in die Zukunft werfen und sehen, wie sich ihr Beruf auch in Deutschland entwickeln könnte. Der Austausch wurde durch Stipendien der Anton-Fink-Stiftung und des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus unterstützt. Auch der Studiengangsleiter Prof. Dr. Thiha Aung und der Förderverein der Freunde der THD trugen dazu bei.

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Sie sind beruflich an Ihre Grenzen gestoßen und möchten sich neu orientieren? Sie möchten sich neue Perspektiven erschließen, sich fachlich spezialisieren oder breiter aufstellen, aber Ihren Job nicht aufgeben? Dafür bietet das Zentrum für Akademische Weiterbildung der Technischen Hochschule Deggendorf die perfekte Lösung: berufsbegleitende Studiengänge, die Weiterbildung und Beruf optimal miteinander vereinen. Im März 2024 gehen wieder einige Bachelor- und Masterprogramme in den Bereichen Technik und Wirtschaft in die nächste Runde. Im Dezember finden hierzu Online-Informationsveranstaltungen statt.

Mit mehr als 20 Jahren Erfahrung bietet das Zentrum für Akademische Weiterbildung der THD verschiedene berufsbegleitende Bachelor-, Master- und MBA-Programme sowie Hochschulzertifikatskurse in den Bereichen Wirtschaft & Management, IT & Technik und Gesundheit & Psychologie an.

Für Interessierte aus dem technischen Bereich bietet sich der berufsbegleitende Bachelor Technologiemanagement an. Hier werden die Bereiche Technik, Wirtschaft und Management miteinander verknüpft. Durch die Wahl eines spezifischen Schwerpunktes können Studierende in ihrer Ausbildung individuelle Akzente setzten, angepasst an ihre Zukunftswünsche und ihren Arbeitsbereich. Auch ohne Abitur studierbar! Am 19. Dezember um 18 Uhr findet eine Informationsveranstaltung zum Studienprogramm statt.

Für Akademiker, die sich eher generalistisch aufstellen wollen und im Bereich Leadership Experte werden möchten, eignet sich hervorragend der Master of Business Administration Schwerpunkt General Management.  Nach dem Studium Generale erlangen Studierende in den Schwerpunktsemestern eine breite, branchenunabhängige Führungskräfteausbildung. Interessierte können sich bei der Online-Info-Lunch-Break am 19. Dezember um 13 Uhr informieren.

Menschliche Verhaltensweisen verstehen und in verschiedenen Bereichen im Unternehmen gewinnbringend einbringen, darum und mehr geht es im Master Wirtschaftspsychologie. Absolvierende werden dabei vor allem in den Bereichen Personal, Marketing, Führung und Coaching ausgebildet und können das Wissen in diese Bereiche transferieren und im unternehmerischen Kontext anwenden. Am 14. Dezember um 18 Uhr findet hierzu eine Online-Informationsveranstaltung statt.
Das Zeitkonzept der Studiengänge ist so ausgerichtet, dass Studium und Beruf optimal miteinander verbunden werden können. Die Vorlesungen finden daher unter anderem Freitag nachmittags und samstags ganztätig im Hybrid-Format mit Online- und Präsenzanteilen statt. Eine Entscheidung zwischen Berufserfahrung sammeln und persönlicher Weiterbildung ist so nicht mehr notwendig. 

Für Fragen zu den einzelnen Programmen und zur Anmeldung für die Infoveranstaltungen steht Weiterbildungsreferentin Nina Schulz per E-Mail (nina.schulz@th-deg.de) oder telefonisch unter 0991 – 36 15 8245 jederzeit gerne zur Verfügung. 

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Vom 29.11.2023 – 01.12.2023 fand der 23. Kongress der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) statt.  Unter dem Motto „Interdisziplinarität stärken – Multiprofessionalität leben“ trafen sich über 6.000 Intensivpflegende und -mediziner in Hamburg. Auch Lydia Bauernfeind und Fritz Sterr von der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) waren dabei und präsentierten ihre Forschungsergebnisse zu verschiedenen Aspekten der Intensivpflege.

Lydia Bauernfeind stellte eine Literaturarbeit zu den familiären Belastungen bei der Versorgung beatmeter Kinder im häuslichen Setting vor und erläuterte dabei, womit Eltern und Geschwister in solchen Ausnahmesituationen konfrontiert sind. Dazu zählen der hohe zeitliche Aufwand, die psychischen und emotionalen Belastungen, verändertes Rollenerleben oder auch finanzielle Schwierigkeiten. Gesundheitsfachpersonen sind in zentraler Rolle, um den Bedarfen angemessen zu begegnen. Fritz Sterr beantwortete in seiner Arbeit die Frage, wie Patienten auf der Intensivstation ihre maschinelle Beatmung erleben. Dabei verwies er auf die Ergebnisse von 30 Originalstudien und sensibilisierte die Anwesenden auf die Bedürfnisse der Betroffenen. Dies ist von besonderer Bedeutung für Gesundheitsberufe, da die Betroffenen durch die Beatmung in ihrer Aktivität, Wahrnehmung und Kommunikation eingeschränkt sind.

Neben den Vorträgen gab es während der drei Tage ausreichend Zeit für Fachgespräche und Austausch. Durch die Teilnahme am Kongress konnten die beiden Wissenschaftler nicht nur die Netzwerke der Hochschule erweitern, sondern auch die THD als forschungsstarke Einrichtung im Bereich Gesundheit im deutschsprachigen Raum vertreten. In Zukunft wird die Zusammenarbeit mit zentralen Fachgesellschaften der Intensivpflege und -medizin weiter vorangebracht und gemeinsame Projekte initiiert.

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Das neue Pflegestudiumstärkungsgesetz (PflStudStG) ermöglicht Pflegestudierenden eine Bezahlung während des gesamten Studiums, analog zur klassischen Ausbildung. Die Technische Hochschule Deggendorf (THD) stellt in Kooperation mit Partnern aus der Praxis die Weichen für das Gesetz, das zum Jahreswechsel in Kraft treten soll.

Die Studiengänge der Fakultät Angewandte Gesundheitswissenschaften (AGW) an der THD beinhalten einen hohen Praxisanteil. So arbeiten die Studierenden in Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen mit und können theoretisches Wissen mit der Praxis verknüpfen. „Der Praxisanteil im Studium ist genauso hoch wie in der klassischen Ausbildung an einer Berufsfachschule“, erklärt Prof. Dr. Christian Rester, Studiengangskoordinator und Dekan der Fakultät. Bisher erhielten die Pflegestudierenden ein monatliches Stipendium in Höhe von 600 Euro. Die Praxiseinsätze durften jedoch nicht zusätzlich vergütet werden. Nun schließen die Studierenden einen Ausbildungsvertrag mit kooperierenden Einrichtungen ab und erhalten eine angemessene Vergütung. Außerdem soll die Heilkundeübertragung künftig Bestandteil der hochschulischen Pflegeausbildung sein. Demnach sollen Pflegekräfte im Bereich Wundversorgung, Demenz oder Diabetes eigenständig behandeln, beraten und Rezepte ausstellen können. Geplant ist ferner, dass sich bereits examinierte Pflegefachkräfte durch ein Modulstudium an der THD weiterqualifizieren können.

Bei einer Klausurtagung Ende November hat das Pflegenetzwerk Ostbayern, bestehend aus Vertretern der THD und verschiedenen Gesundheitseinrichtungen, über die Umsetzung des PflStudStG diskutiert. „Noch gibt es einige offene Fragen“, so Rester. Jedoch sei man sich sicher: Mit dem PflStudStG werde ein weiterer Schritt unternommen, um die Attraktivität des Pflegestudiums langfristig zu stärken.

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Am 9. und 10. November wurde der vierte DigiHealthDay am European Campus Rottal-Inn (ECRI) veranstaltet. Das internationale Wissenschaftssymposium erhielt eindrucksvolle 1,323 Registrierungen aus 105 Nationen und brachte mehr als 450 Teilnehmer vor Ort und Online zusammen. Akademiker:innen, Studierende, politische Entscheidungsträger:innen, Unternehmensvertretende und Digital Health Enthusiasten kamen zusammen, um gemeinsam über Technologienutzung in der Gesundheitsversorgung zu diskutieren. Die Menge an positivem Feedback kennzeichnet den DHD als führende Plattform für Forschung, Lehre und Networking.

 

Drei Plenumssitzungen, drei Online-Sitzungen, fünfzehn Keynote-Speeches und eine Podiumsdiskussion: Das Eventprogramm – dieses Jahr mit einem Fokus auf Ethik und Regulierungen, Innovation, Unternehmertum und KI-Forschung – gab der DigiHealth-Community eine Plattform, um Ideen auszutauschen, Herausforderungen zu besprechen und zukünftige Kollaborationen anzustoßen. Es war eine seltene Gelegenheit für die Teilnehmenden, deren Level an Expertise sich von persönlichem Interesse zu akademischen Hintergründen erstreckte, sich direkt mit einigen der weltweit führenden DigiHealth-Experten auszutauschen. Zu den internationalen Sprechern zählten Prof. Dipak Kalra (Vereinigtes Königreich), Prof. Rajendra Gupta (Indien), Prof. Anne Snowdon von HIMSS Analytics (Kanada), Prof. Miklós Szócska (Ungarn) und Dr. Lars Lindsköld (Schweden), um nur ein paar zu nennen.

 

Der DHD war besonders wirkungsreich für Studierende und angehende Berufstätige im Bereich Digitale Gesundheit, wie Ali Badran, Bachelor Health Informatics an der THD, der fand, dass „[der DHD] eine fantastische Gelegenheit war, Ideen auszutauschen, von anderen zu lernen, und Verbindungen aufzubauen, die zweifelsohne zu [seinen] Zukunftsplänen beitragen werden.“

 

Im Gegenzug waren die Redner:innen und Gäste hoch beeindruckt von der jugendlichen, diversen und inspirierenden Art der DigiHealth-Familie in Pfarrkirchen. „In meinem Kopf schwirren noch immer die Unterhaltungen und großartigen Einblicke, die während des DHD geteilt wurden. Die Energie der Studierenden war ansteckend, und stimmt mich sehr optimistisch, was die Zukunft der Digitalen Gesundheit angeht,“ merkte eine der Sprecherinnen, Pilar Fernandez Hermida (Vereinigtes Königreich und Vereinigte Arabische Emirate), an.

 

Die Planung für die Fünf-Jahres-Jubiläumskonferenz vom 4. bis 8. November 2024 hat bereits begonnen. Der DigiHealthDay – initiiert 2019 von Prof. Dr. Georgi Chaltikyan – ist Teil der Entschlossenheit des ECRI die Forschung, Lehre und Innovation im Bereich Digitale Gesundheit voranzutreiben.

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Weiterführende Informationen zum DigiHealthDay unter https://www.th-deg.de/digihealthday

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Am 23. November  fand am Bayerischen Innovations Transformations Zentrum (BITZ) Oberschneiding das Innovationsforum BITZ OPEN zum Thema „Venture-Studio-Ansatz als Supercharger für frühphasige Start-ups“ statt. Redner Manfred Tropper, CEO und Founder der mantro GmbH (Deutschlands erfahrenster Company Builder), ging dabei auf die Frage, wie aktive Unterstützung in der frühen Entwicklungsphase von Start-ups deren Erfolgswahrscheinlichkeit steigert, ein.

Manfred Tropper ist begeisterter Gründer und Unternehmer. Sein erstes Unternehmen gründete er bereits im Alter von 16 Jahren und hat mittlerweile alle Phasen der Start-up-Welt mehrmals selbst durchlaufen und ist deshalb ein herausragender Experte auf diesem Gebiet. In seinem Vortrag nannte Tropper die fünf häufigsten vermeidbaren Fehler junger Start-ups und zeigte Lösungen auf: „Nehmt Feedback und Kritik an und setzt beides gezielt um! Ihr müsst den Markt verstehen und Lösungen für die Probleme Eurer Kunden bereitstellen. Prüft immer wieder, ob Eure Teamkonstellation passt! Ohne das richtige Team wird Euer Unternehmen nicht erfolgreich sein. Lasst Euch von den richtigen Menschen beraten, wenn es um die passenden Investoren für Euch geht!“ Weshalb passt der Venture Studio-Ansatz perfekt für frühphasige Start-ups? Wann ist Skalierung richtig und welches Fundament braucht Ihr dafür? Wann empfiehlt es sich, mit strategischen Partnern zusammenzuarbeiten? All diese Themen stellte Manfred Tropper mit anschaulichen Beispielen aus seiner Praxis vor.

Gleichermaßen spannend für Gründer und etablierte Unternehmen waren die Details zum Venture Studio Konzept. Dazu Manfred Tropper: „Die Venture Studios, die gerade als Partner des BITZ Oberschneiding in Bayern etabliert werden, stellen eine große Erfolgschance für Unternehmen in der Region dar und unterstützen gerade frühphasige Start-ups ausgezeichnet.“ Tropper stellte die Pläne für die Region vor und beantworte im Anschluss alle Fragen der Gäste.

Wer mehr zu diesen Themen aus der Start-up-Welt erfahren möchte, kann sich gern an das Team des BITZ wenden (ww.th-deg.de/bitz). Das nächste BITZ OPEN findet am 25. Januar 2024 in Oberschneiding steht.

Die mantro GmbH ist nicht nur ein Unternehmen, sie bezeichnet sich selbst als »Ökosystem, Innovation und Transformation mit Company Building DNA« und ist Deutschlands erfahrenster Company Builder. mantro übernimmt dabei die Gründerrolle, gründet Start-ups für große Konzerne und baut die Organisation auf. Die Unternehmen profitieren von hoher Geschwindigkeit und neuen, digitalen Ideen – und lagern gleichzeitig einen Teil des Risikos aus. Denn die mantro GmbH ist an allen Unternehmen auch selbst beteiligt.

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Während die Akademisierung der Gesundheitsberufe in Deutschland noch in den Kinderschuhen steckt, ist sie in Island bereits seit knapp 50 Jahren Realität. Die drei Mitarbeiterinnen Dr. Christine Aumer, Anna Pahl und Elisa Johannsdottir – selbst gebürtige Isländerin – der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) waren Anfang November für fünf Tage vor Ort, um sich einen Einblick in das isländische Pflegesystem zu verschaffen. Schnell wurde den dreien klar: Pflege in Island ist, anders als in Deutschland, eine starke und eigenverantwortliche Profession.

Aumer, Pahl und Johannsdottir, Expertinnen im Fachbereich Pflege der Gesundheitsfakultät an der THD, wurden in Island von der Universität, dem Universitätsklinikum, zwei Gesundheitszentren und anderen Akteuren des Gesundheitswesens empfangen. Sie zeigten sich beeindruckt von den dortigen Prozessen und Abläufen. Seit 1986 ist die Pflegeausbildung in Island vollakademisiert. Das heißt im Detail: Jede Pflegekraft absolviert ein Bachelorstudium und kann anschließend ein Diplom- oder Masterstudium anschließen. Im Gesundheitswesen herrschen flache Hierarchien – Ärzte und Pflegekräfte arbeiten Hand in Hand zusammen. Jeder isländische Bürger und jede isländische Bürgerin ist in einem sogenannten Gesundheitszentrum registriert, wo Fachkräfte aus verschiedenen Gesundheitsberufen in multiprofessionellen Teams zusammenarbeiten. Das Resultat? Je nach Bedarf können jederzeit Sprechstunden besucht oder telefonische Beratungen in Anspruch genommen werden. 80 Prozent der Anfragen werden dabei direkt am Telefon geklärt. Die Sprechstunden werden nicht – wie in Deutschland – ausnahmslos von Hausärzten, sondern in erster Linie von Pflegekräften durchgeführt. Pflegerische Aufgaben zur Behandlung von Bagatellerkrankungen oder die Verordnung von nicht verschreibungspflichtigen Medikamenten, Wundversorgung und das Ausstellen von Rezepten für Pflegehilfsmittel oder Physiotherapie übernehmen die sehr gut ausgebildeten Pflegefachkräfte in Island eigenverantwortlich. Spätestens zehn Tage nach der Geburt eines Kindes wird die Betreuung von der Hebamme an eine im Gesundheitszentrum tätige Pflegefachperson übergeben. Darüber hinaus gibt es in allen Schulen sogenannte „School Nurses“, die regelmäßig Untersuchungen, Entwicklungstests, Impfungen sowie die Gesundheitslehre übernehmen. Der Pflegeberuf ist in Island äußerst beliebt und angesehen, die Pflegekräfte agieren als eigene Profession und vertreten ihren Beruf mit Stolz. An der Universität von Island gebe es außerdem eine Zulassungsbeschränkung in Form eines Numerus clausus für den Bachelor-Studiengang, da zu viele Bewerbungen für zu wenige Studienplätze eingehen, erzählt Dr. Brynja Örlygsdóttir, Professorin für Primary Health Care.

Langfristig plant die Fakultät Angewandte Gesundheitswissenschaften der THD eine ERASMUS-Kooperation mit der University of Iceland, um Austauschprogramme für Studierende zu ermöglichen. Die Exkursion der drei THD-Mitarbeiterinnen legte nicht nur den Grundstein dafür, sondern brachte auch positive Erkenntnisse für die Lehre hervor. Auch eine gemeinsame Publikation seitens THD und der isländischen Universität wird angestrebt.

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Bislang war es Abiturienten nicht möglich, ein Studium der Humanmedizin in Niederbayern aufzunehmen. Ab dem Wintersemester 2024/2025 können Medizinstudierende der Universität Regensburg einen Teil ihres Studiums nun an den Klinikstandorten Straubing, Landshut, Deggendorf/Mainkofen und Passau absolvieren. Im Beisein von Bayerns Wissenschaftsminister Markus Blume unterzeichneten alle beteiligten Projektpartner – so auch die Technische Hochschule Deggendorf (THD) – vergangenen Mittwoch an der Universität Regensburg den Kooperationsvertrag für den MedizinCampus Niederbayern (MCN).

Mit dem MCN sollen insgesamt 20 neue klinische Professuren für die medizinische Ausbildung in Niederbayern geschaffen werden. Zusätzlich werden sieben Profilprofessuren für das neue Institut für Gesundheitswissenschaften der Universität Passau in Zusammenarbeit mit der THD entstehen. Der Fokus liegt dabei auf Gesundheit im digitalen Zeitalter. In Passau wird beispielsweise das Zentrum für Digitale Medizinausbildung (ZeDiMA) errichtet, ein Zukunftslabor für spezifisch medizinische, digitale Lehrformate.

Die Fakultät Angewandte Gesundheitswissenschaften (AGW) an der THD erhält im Rahmen des MCN eine Professur, sechs Mitarbeiterstellen sowie einen Raumbedarf von 300 Quadratmetern für Forschung und Transfer. Ziel der Professur ist es, den praktischen Studienabschnitt der Humanmedizin zu unterstützen. Dieser findet ab 2027 auch am Klinikum Deggendorf/Bezirksklinikum Mainkofen statt. Im Anschluss an den ersten Studienabschnitt an der medizinischen Fakultät der Universität Regensburg erhalten vier Gruppen von Medizinstudierenden fachspezifische praktische Ausbildungen an den Kliniken Passau, Landshut, Straubing und Deggendorf/Mainkofen. Somit hat nun auch Niederbayern eine eigene Medizinerausbildung.

Die AGW bietet Bachelor-Studiengänge in den Bereichen Pflege, Physiotherapie, Physician Assistant, Management im Gesundheits-, Sozial- und Rettungswesen, Management von Inklusion und Teilhabe sowie einen Masterstudiengang Psychische Gesundheit an. Zudem gibt es berufsbegleitende Studiengänge in Pflegepädagogik und Rettungspädagogik, sowie ein Master Berufspädagogik - Gesundheit und Pflege. Wichtig ist aus Sicht der THD-Fakultät, dass eine interdisziplinäre und multiprofessionelle Zusammenarbeit die Voraussetzung für eine gute und zukunftsfähige Gesundheitsversorgung bildet. Gesundheitsförderung und Prävention sind heutzutage und zukünftig immer wichtiger, besonders wenn man den Anstieg von chronischen Erkrankungen aufgrund der demografischen Entwicklung und die wachsende Nachfrage in der Pflege bedenkt.

Das Konzept des MCN an mehreren Standorten sorgt für eine Ausbildung in der Nähe des Wohnorts und unterstützt das Verbleiben von Ärzten in der Region. Der MedizinCampus Niederbayern bietet zusätzliche Studienplätze im Fach Humanmedizin für Studieninteressierte und ermöglicht talentierten Abiturienten aus Niederbayern eine ausgezeichnete medizinische Ausbildung in der Heimat.

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In einen zweiten sogenannten People-to-People Workshop am 28. November in Passau haben die Technische Hochschule Deggendorf (THD), die FH Oberösterreich, Vertreterinnen der Wirtschaftskammern, Wirtschaftsförderinnen und die lokalen Regionalmanagements die Idee einer gemeinsamen Agentur entwickelt. Aufgabe und Ziel dieser Agentur soll die Gewinnung von Fachkräften für die ländlichen Regionen sowie die Anziehung der bestmöglichen für die genannten Hochschulen sein. Gefördert wird das Projekt von Interreg Bayern-Österreich.
 

Keiner kann es mehr hören, aber alle wollen es lösen: Das Problem des Fachkräftemangels. Dieses betrifft nicht nur Niederbayern bzw. Deutschland, sondern mit gleicher Härte auch unsere Nachbarn in Österreich. Gleichzeitig kämpfen Hochschulen um gut qualifizierte Studentinnen aus dem In- und Ausland. „Wir wollen und brauchen Studierende aus der ganzen Welt und genau hier liegt das Problem“, erklärt Projektleiterin Kathrin Martin vom Gesundheitscampus der THD in Bad Kötzting. Und es sei natürlich nicht nur ein Problem, sondern deren gebe viele, wie Martin berichtet: „Da ist die Anerkennung von Studienabschlüssen, das Überprüfen der Sprachkenntnisse oder die Beschaffung eines Visums, damit die jungen Leute rechtzeitig zu Studienbeginn im Hörsaal sitzen können. Um nur drei zu nennen“.
 

Aus diesem Grund sei es ausgezeichnet, dass es den EVTZ, einen Europäischen Verbund für territoriale Zusammenarbeit, gebe, dessen Mitglieder die FH Oberösterreich und die TH Deggendorf sind. Dass für gute Lösungen allerdings möglichst viele Player der Region in die Entwicklung einer gemeinsamen Strategie eingebunden werden sollten, war klar. „In unserem zweiten Workshop, der bei der IHK in Passau stattfand, haben wir konkrete Anforderungen an eine gemeinsame Institution und welche Services diese bieten soll festgelegt“, sagt die THD-Mitarbeiterin Martin. Der Plan: „Eine interessierte Person, die einmal Kontakt zur Hochschule aufgenommen hat, wird erst wieder losgelassen, wenn sie in eine passende Ausbildung, vorbereitende Lehrgänge oder einen geeigneten Studiengang in Deutschland oder Österreich vermittelt wurde“. Immer den jeweiligen Fähigkeiten und der Vorbildung angemessen Gleichzeitig sollen dann Studierende für Minijobs oder Praktika an passende und interessierte Unternehmen in der Region vermittelt werden. „Das“, so Martin zuversichtlich, „sind die potenziellen Fachkräfte von morgen“. Dafür die Strukturen zu schaffen, ist erklärtes Ziel der TH Deggendorf und der FH Oberösterreich und es werden nun die weiteren Schritte dorthin gegangen. Zur Verstetigung des Interreg-Projekts wird nun eine gemeinsam finanzierte Personalstelle geschaffen, die den EVTZ mit den in den Workshops geplanten Aufgaben aufbauen wird

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Bereits zum 1. November hat die Technische Hochschule Deggendorf (THD) eine zwölfmonatige EXIST-Förderung für Gründerinnen erhalten. Das Programm nennt sich entsprechend »EXIST-Women. Insgesamt können fünf bis zehn Frauen mit einer Gründungsidee an der THD unterstützt werden. Bewerben können sich nicht nur aktive und ehemelige Studentinnen sowie Mitarbeiterinnen der Hochschule, sondern auch Frauen aus der freien Wirtschaft mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung, die sich für ein eigenes Startup begeistern können.

Für vier der zehn begehrten Plätze gibt es bereits Interessentinnen. Prof. Dr. Tom Geiß, Leiter des Zentrums für Gründungsförderung an der Deggendorfer Hochschule, erklärt: „Niemand muss jetzt schon ein fertiges Konzept in der Tasche haben, um sich bei uns für EXIST-Women zu bewerben. Wenn jemand bereits eine coole Idee hat, prima. Wenn nicht, auch OK. Denn erst mal reicht im Prinzip die grundsätzliche Lust auf eine Unternehmensgründung“. Der Startup Campus trifft am Ende die Entscheidung, wer die Förderung bekommen wird und so von EXIST-Women bis längstens zum 31. Otober 2024 profitieren kann. Zum Beispiel durch 2.000 Euro, die für das Prototyping oder auch für Reisekosten zu Projektpartnern oder Kongressen verwendet werden können. „Was wir den EXIST-Women anbieten, sind einerseits intensive Beratung und ein breites Netzwerk von Mentorinnen“, so Geiß. „Andererseits natürlich die zahlreichen Veranstaltungen und Workshops des Deggensdorfer Startup Campus sowie die dortige Infrastruktur, sprich Büros und Workingspaces“. Für Einzelne sei es sogar möglich, ein kurzes Stipendium von drei Monaten zu beantragen. „Für Studentinnen bedeutet dies 1.000 Euro im Monat, für Alumae 2.500 und für Forscherinnen sogar 3.000 Euro“, berichtet THD-Professor Geiß.

Interssierte an EXIST-Women bitte schnellst möglich und direkt beim Startup Campus der THD melden. Die Projektverantwortliche ist Barbara Trautmann (barbara.trautmann@th-deg.de). Worauf es bei der Bewerbung ankommt, kann dann in einem Gespräch erklärt.

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Am 16. November haben Prof. Dr. Horst Kunhardt und Prof. Dr. Dieter Melchart von der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) sowie Anton Staudinger von der TCM-Klinik Bad Kötzing in Peking ihren Kooperationsvertrag mit der Bejing University of Chinese Medicine erneuert und ratifiziert. Es geht dabei um die Identifizierung und Nutzung von Synergien. Und zwar sowohl in der Lehre als auch in der Forschung bzw. Anwendung von Chinesischer Medizin respektive von Komplementärmedizin.

Der Bereich Gesundheitsförderung und Prävention sowie die grenzüberschreitende Gesundheitsforschung sind bereits seit 2012 am Gesundheitscampus der THD in Bad Kötzting etabliert. Seit 2020 leitet dort Prof. Dr. med. Dieter Melchart das sogenannte KoKoNat-Institut. Die Abkürzung KoKoNat steht für »Kompetenzzentrum für Komplementärmedizin und Naturheilkunde«. Das Institut wurde 2020 mit der Berufung Melcharts als Honorarprofessor der THD von der TU München nach Bad Kötzting verlegt.   

Professor Kunhardt, Vizepräsident Gesundheit an der Deggendorfer Hochschule berichtet: „Vor mehr als zehn Jahren haben wir den Gesundheitscampus Bad Kötzting gegründet. Heute leite ich dort unter anderem EU-Forschungsprogramme zur digitalen Transformation der Pflege in Mitteleuropa“. Seit 2022 seien Kunhardt ebenso wie Melchart Gastprofessoren an eben jener Bejing University of Chinese Medicine. Zu jeweils zwei Vorlesungen über die bayerischen Forschungsthemen war man in diesem Jahr nach China eingeladen. „Spannenderweise hat auch unser neuer Studiengang »Bachelor Physician Assistant« in China großes Interesse hervorgerufen“, erzählt Kunhardt. Denn so etwas gebe es in dieser Form dort nicht. Dementsprechend wolle man auch in diesem Bereich enger zusammenarbeiten und beispielsweise Studierenden die Möglichkeit geben, das jeweils andere Gesundheitssystem live kennenzulernen. „Bereits ab dem Sommersemester 2024“ so Kunhardt, „könnten jeweils fünf bis zehn Studierende in den deutsch-chinesischen Austausch gehen“. Auch mit anderen Studiengängen der Fakultät Angewandte Gesundheitswissenschaften im Bereich der Pflege sei eine Zusammenarbeit möglich.

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In der Woche vom 6. bis 10. November fand am European Campus Rottal-Inn (ECRI) das erste Erasmus+ Blended Intensive Programme (BIP) statt. Dafür reisten Studierende und Dozierende aus den Partnerhochschulen in Schweden, Norwegen, Spanien und Tschechien nach Pfarrkirchen an. Die Woche stand unter dem Thema „Digi-Health-AI: Practice, Research, Ethics and Regulation“.

Das von Prof. Dr. Georgi Chaltikyan initiierte Programm startete mit einer Vorlesung zum Thema „Fundamentals of Machine Learning“ von Prof. Dr. Adewumi der Lulea University of Technology, Schweden. Tagsdarauf drehte sich alles um ChatGPT. Dazu referierte Prof. Dr. Celik von der University of Agder, Norwegen. Neben den Themen Datenqualität und Verlässlichkeit von Künstlicher Intelligenz wurden während des BIP auch Möglichkeiten bzw. Notwendigkeiten der Regulation gerade im medizinischen Bereich diskutiert. Den formalen Abschluss der Veranstaltung bildete der DigiHealthDay, der jährlich am ECRI stattfindet. Dort warteten Vorträge renommierter internationaler Expertinnen und Experten in Bereich Digital Health auf die Teilnehmenden. Beim anschließenden Abendempfang wurden wertvolle Kontakte für die Zukunft geknüpft.

Sowohl Campusleiter Prof. Dr. Horst Kunhardt, der die Teilnehmenden am Campus willkommen hieß, als auch Lisa Werner, Leiterin des International Office der Technischen Hochschule Deggendorf, zeigten sich zufrieden. Lisa Werner: „Wir freuen uns, dass viele Studierende den Weg zu uns nach Pfarrkirchen gefunden haben und sich motiviert an den Vorlesungen und dem bunten Rahmenprogramm beteiligt haben.“ Sie betonte, dass mit Kurzzeitaufenthalten die Partnerschaften der Hochschule intensiviert werden und ein regelmäßiger Austausch gefördert werden kann.

Neben fachlichem Austausch zwischen den internationalen Partnerhochschulen und dem ECRI bot das BIP ebenfalls ein kulturelles Rahmenprogramm. So lernten sich die Teilnehmenden bei einer typisch bayerischen Brotzeit besser kennen und gewannen bei einer Stadtführung in Passau Einblicke in die Geschichte der Stadt. Diese Mischung zeichnete die Woche sowohl für die Teilnehmenden als auch die Organisatoren aus. Alle sind sich einig: Es soll im nächsten Jahr eine Wiederholung geben. „Wir haben uns am ECRI sehr wohl und willkommen gefühlt. Für mich war es die erste Teilnahme an einem BIP und es gehört zu den besten Lehrerfahrungen, die ich bisher machen konnte. Die Organisation der Woche war sehr gut und wir freuen uns, dass wir hier sein durften“, so ein Teilnehmer aus Schweden. Lisa Werner vom International Office freut sich bereits auf die Wiederholung im nächsten Jahr und hofft, dass auch in anderen Fachbereichen bald weitere BIPs stattfinden werden.

Ein BIP setzt sich aus einer virtuellen Komponente und einer physischen Mobilität der Teilnehmenden zusammen und soll kurze Studienaufenthalte im Ausland ermöglichen. Die Lehre wird von allen Hochschulen, die im Konsortium vertreten sind, gemeinsam konzipiert und durchgeführt. Teilnehmende werden von den entsendenden Hochschulen mit einem Erasmusstipendium der EU gefördert. Erasmus+ ist das weltweit größte Austauschprogramm. Für die Technische Hochschule Deggendorf als internationalste Hochschule Bayerns und den European Campus Rottal-Inn als besonders internationalen Campus ist es daher ein sehr wichtiger Bestandteil der Internationalisierungsstrategie.

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Angehörige sind die tragende Säule der pflegerischen Versorgung in Deutschland. Für immer mehr Menschen, darunter mehrheitlich Frauen, wird die Pflege eines hilfebedürftigen Menschen zu einer alltäglichen Aufgabe. Die Unterstützung bei der Bewältigung des Alltags und bei der sozialen Teilhabe kann viele positive Erfahrungen mit sich bringen, aber auch sehr belastend sein. Die Technische Hochschule Deggendorf (THD) will pflegende Angehörige daher erneut ab Dezember mit einer kostenlosen Vortragsreihe informieren.

Welche Hilfen und Unterstützungsmöglichkeiten gibt es? Wie ist mit Demenzerkrankungen, Schlafproblemen oder Schmerzen umzugehen? Expertinnen und Experten der Fakultät Angewandte Gesundheitswissenschaften geben Antworten auf Fragen rund um das Thema Pflege.

Termine und Themen der Vortragsreihe

Am Dienstag, den 5. Dezember 2023 ist Referentin Sabrina Berger von der Pflegeberatung der AOK Bayern zu Gast und klärt zum Thema „Was steht mir zu? Aktuelles zu Pflegeleistungen“ auf.

Am Dienstag, den 20. Februar 2024 gibt Alexander Pflieger vom THD-Projekt „DeinHaus 4.0“ in seinem Vortrag „Schlafqualität - Vom Einschlafen zum Durchschlafen“ Einblick in den menschlichen Schlafrhythmus.

Am Dienstag, den 23. April 2024 werden mit Hilfe der Schauspielerin Elisabeth Rass Kommunikationssituationen nachgestellt und daraus praktische Handlungsanweisungen abgeleitet. Konkret handelt es sich hierbei um eine „Live-Simulation zur Kommunikation bei Demenz“.

Die letzte Veranstaltung der Vortragsreihe findet am Dienstag, den 25. Juni 2024 statt. An diesem Tag dreht sich alles um die Frage „Chronische und akute Schmerzen, was tun?“

Bitte beachten Sie, dass die Veranstaltung am 23. April von 13:00 bis 15:00 Uhr im Glashaus der THD stattfindet. Alle anderen Vorträge werden von 13:00 bis 14:00 Uhr online über Zoom durchgeführt. Eine Anmeldung ist jeweils ab vier Wochen vor der jeweiligen Veranstaltung über folgenden Link möglich: https://survey.th-deg.de/index.php/617497?lang=de. Für jede Veranstaltung ist eine separate Anmeldung notwendig.

Ansprechpartner zur Vortragsreihe ist Daniel Schümann (daniel.schuemann@th-deg.de), Experte aus dem Fachbereich Pflege der Fakultät Angewandte Gesundheitswissenschaften.

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Am 18. November fand im Filmtheater Zwiesel das Jugendfilmfestival Niederbayern statt. Veranstalter des im zweijährigen Rhythmus unter der Schirmherrschaft des Bezirkstagspräsidenten Dr. Olaf Heinrich stattfindenden Festivals war der Bezirksjugendring Niederbayern. 28 Kurzfilme von Filmemacherinnen und Filmmachern bis 26 Jahre waren im Programm, gleich drei Filme von Studierenden der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) wurden am Abend im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung ausgezeichnet.

Die meisten der jungen Nachwuchsfilmer waren persönlich nach Zwiesel gekommen, um ihre Werke dem Publikum vorzustellen. Den Anfang machte der Spielfilm "Was wir alle gemeinsam haben", der von der fünfköpfigen Fachjury mit einer »Lobenden Erwähnung« bedacht wurde. Es handelt sich um die Masterarbeit von vier Studentinnen des THD-Studiengangs Medientechnik und Produktion. Der Film spielt in der verlogenen Scheinwelt der Lifestyle-Influencerinnen. Die Kamerafrau Karolina Ottmers, die vor wenigen Tagen für ihre Arbeit bereits mit dem Kulturpreis Bayern ausgezeichnet worden war, nahm die Urkunde entgegen.

Den Jugendfilmpreis Niederbayern in der Kategorie Held*innen« erhielten Noah Gembala, Kilian Großmann, Frieder Pflock und Malik Yalniz für ihren Film "Wir sind ein Team", ein dokumentarisches Portrait der Fußball-Inklusionsmannschaft des TSV Metten. Das Team um Regisseur Ruben Hensel wurde für die dokumentarische Mini-Serie "All the fuzzy people" ebenfalls mit dem Jugendfilmpreis Niederbayern ausgezeichnet. Im Rahmen ihrer Bacherlor-Arbeit haben fünf Medientechnik-Studierende die ostbayerische Band Brew Berrymore ein Jahr lang bei Konzerten, der Produktion eines neuen Albums sowie bei ihren sozialpolitischen Aktivitäten und in ganz privaten Momenten begleitet. Kameramann Julius Lotter nahm den Preis stellvertretend für das ganze Team entgegen.
Die Preise sind mit jeweils 200 Euro dotiert. Die Preisträgerfilme sind automatisch nominiert für den Bayerischen Jugendfilmpreis, der dann im Juli 2024 in Passau verliehen wird.

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Ihre Abschlussarbeit hat überzeugt: Am Donnerstag (16. November) hat die Bayernwerk AG (Bayernwerk) Karolina Ottmers mit dem Kulturpreis Bayern in der Sparte Wissenschaft ausgezeichnet. Die in München lebende Absolventin wurde für ihre Masterarbeit im Studiengang Medientechnik und Produktion an der Technischen Hochschule Deggendorf geehrt. Insgesamt 33 Absolventinnen und Absolventen sowie Doktorandinnen und Doktoranden bayerischer Hochschulen, Universitäten und Kunsthochschulen erhielten den begehrten Preis, den das Bayernwerk jährlich in Partnerschaft mit dem Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst verleiht.

Rund 300 Gäste sind in die Münchner Eisbach Studios gekommen, mehrere Fernsehsender haben die fast zweistündige Preisverleihung übertragen. Das Kulturevent war eingebettet in ein abwechslungsreiches Programm mit verschiedenen Show Acts, durch das Moderatorin Nina Sonnenberg führte. Dr. Egon Leo Westphal, Vorstandsvorsitzender des Bayernwerks, erläuterte: „Wissenschaft und Forschung sind der Motor für Entwicklung und Fortschritt. Sie liefern wichtige Impulse, ohne sie wären wir den Herausforderungen unserer Zeit nicht gewachsen. Mit dem Kulturpreis möchten wir eine breite Öffentlichkeit genau darauf aufmerksam machen und herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler darin bestätigen, ihren Weg weiterzugehen.“ Der Bayerische Kunst- und Wissenschaftsminister Markus Blume betonte: „Die Preisträgerinnen und Preisträger stehen für die Bedeutung Bayerns als Wissenschaftsstandort. Unsere Hochschullandschaft ist breit aufgestellt, hält dem internationalen Vergleich stand und bringt auch in diesem Jahr wieder neue Sterne am Forschungshimmel hervor. Darauf sind wir sehr stolz.“

Fiktiver Kurzfilm „Was wir alle gemeinsam haben“

Im Rahmen ihrer Masterarbeit hat Karolina Ottmers gemeinsam mit drei Kommilitoninnen zwischen Sommer 2022 und Frühjahr 2023 einen fiktiven Kurzfilm gedreht. „Was wir alle gemeinsam haben“ befasst sich damit, wie Menschen nach außen hin häufig eine perfekte Fassade zeigen, um vermeintliche Defizite dahinter zu verstecken. Durch Social Media wird dieses Phänomen noch verstärkt, da sich in den digitalen Medien Menschen mit zum Teil unrealistischen Schönheitsidealen präsentieren. Ottmers war an der Vorproduktion, der Produktion und der Postproduktion des Films beteiligt und übernahm die Rolle der Kamerafrau, wodurch sie für den kinematischen Look und die Bildgestaltung des Films verantwortlich war. Darüber hinaus erstellte sie alle benötigten Grafiken, animierte diese und war für das Color Grading und die Color Correction der einzelnen Szenen zuständig.

Dieter Hanitzsch ist Sonderpreisträger

Am selben Abend hat das Bayernwerk auch den Kulturpreis Bayern in der Sparte Kunst verliehen. Die diesjährigen Preisträger sind die Schriftstellerin Rita Falk, die Künstler- und Kunstförderer Michaela und Bruno Wank, der Chefdirigent der Bamberger Symphoniker Jakub Hrůša, die Künstlerin Adidal Abou-Chamat sowie die Hip-Hop-Band „dicht & ergreifend“. Die Hip-Hop-Band hat in der Veranstaltung verkündet, den Preis nicht anzunehmen. Den diesjährigen Sonderpreis überreichte der Bayerische Kunst- und Wissenschaftsminister Markus Blume an den Karikaturisten Dieter Hanitzsch. Als Talkgäste oder mit Live-Auftritten wirkten mit: der KI-Wissenschaftler, Moderator und Autor Dr. Philip Häusser, die Pianisten Laetitia & Philip Hahn, die Kabarettistin Christl Sittenauer, die Künstlerin LOI sowie der Sänger und Songwriter Kamrad.

Auszeichnung mit Preisgeld und Statue

Die Preisträgerinnen und Preisträger in der Sparte Kunst werden von einer Fachjury ausgewählt, während die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von ihrer jeweiligen Hochschule, Universität oder Kunsthochschule benannt werden. Die Preise in der Sparte Kunst und der Sonderpreis sind mit jeweils 5.000 Euro dotiert, der Wissenschaftspreis mit jeweils 2.000 Euro. Alle Preisträgerinnen und Preisträger erhalten außerdem die vom Schwandorfer Bildhauer Peter Mayer entworfene Bronzestatue „Gedankenblitz“.

Lange Tradition

Erstmals wurde der Kulturpreis Ostbayern im Jahr 1959 verliehen. Seit 2005 verleiht das Energieunternehmen Bayernwerk in Partnerschaft mit dem Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst den Bayerischen Kulturpreis.

Wer die Sendung verpasst hat, kann sie nachträglich unter https://bayernwerk-live.de/kulturpreis-bayern/ sehen. Dort sind auch die Steckbriefe aller Wissenschaftspreisträgerinnen und -preisträger zu finden.

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Von Plattling über Aiterhofen nach Pilsting und zurück: Mitten in Niederbayern will das BMW Group Werk Dingolfing gemeinsam mit der TH Deggendorf und b-plus technologies einen weiteren Meilenstein in Sachen automatisiertes Fahren setzen. Auf Straßen zwischen Deggendorf, Straubing und Landshut sowie im BMW Group Werk Dingolfing generiert das Forschungsprojekt Daten und Testkilometer, um automatisierte Fahrerassistenzsysteme von BMW Modellen noch attraktiver zu machen und werksseitig abzusichern. Das Besondere: Künstliche Intelligenz erweitert die regional erfahrenen Daten rechnerisch um ein Vielfaches, wodurch es gelingt, ein sehr breites Spektrum an Fahrsituationen und Fahrzeugausstattungen / -konfigurationen abzudecken – und so die Entwicklung in München zu unterstützen. Viele weitere Testfahrten, regional wie weltweit, können entfallen.

Insgesamt soll das Projekt rund 1,3 Mio. Euro kosten. Weil DaDriVe das Potenzial hat, den Standort Bayern zu stärken und die Digitalisierung vorantreibt, beteiligt sich auch der Freistaat Bayern mit einem Zuschuss von mehreren hunderttausend Euro. „Forschungsprojekte wie DaDriVe fördern die Digitalisierung, stärken die Kompetenz und das Knowhow im zielgerichteten, sinnvollen Einsatz Künstlicher Intelligenz. So sichern wir qualitativ hochwertige Arbeitsplätze in der Region und stärken unsere Wirtschaftskraft. Wir unterstützen diese Forschung daher sehr, denn sie ist essenziell für die Zukunft unseres Bundeslandes“, erklärt Tobias Gotthardt, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.

Digitale Methoden für das automatisierte Fahren der Zukunft

Data Driven Vehicle Validation, kurz DaDriVe, heißt das Projekt, mit dem das Dingolfinger BMW Group Fahrzeugwerk, die Technische Hochschule Deggendorf und der Systemspezialist b-plus den Einsatz Künstlicher Intelligenz für die Qualitäts-Absicherung von Fahrerassistenzsystemen erforschen und weiterentwickeln wollen. Innerhalb von drei Jahren soll ein großer Schritt in Richtung der effizienteren Absicherung automatisierter Fahrfunktionen gelingen. „Wir investieren werksseitig in die Forschung, um mit neuen digitalen Methoden die Qualität der Fahrerassistenzsysteme unserer Premiumfahrzeuge noch weiter zu optimieren“, erläutert Christoph Schröder, Leiter des BMW Group Werkes Dingolfing, das angestrebte Ziel.

Im Fokus des Projektes stehen drei wesentliche Innovationen, die aufeinander aufbauen. Das Ziel ist es, mit modernen KI-Verfahren auch minimale Abweichungen im realen Fahrbetrieb sichtbar zu machen und digital zu erfassen, auf dieser Basis mittels KI künstlich zusätzliche Fahrdaten zu erzeugen und diese Methoden zur verbesserten Absicherung der Systeme noch zu erweitern. Darüber hinaus sollen synthetisch Szenarien erzeugt werden, um verschiedene Wetter- und Umfeldbedingungen in die Absicherung einzubringen. Schröder: „Für uns als Produktionswerk sind das Schritte in eine noch digitalere Zukunft. Für unsere Kunden bedeuten sie vor allem mehr Komfort und Sicherheit.“

Schlüsselinnovation 1: Anomaliedetektion durch moderne KI-Verfahren

Ein bisschen kann man es sich vorstellen, als würde ein hochsensibler Beifahrer mit im Fahrzeug sitzen. Ein Beifahrer, der beim automatisiert fahrenden Fahrzeug jede noch so leichte Bewegung des Lenkrades registriert, eine etwas abrupte Bremsbewegung direkt spürt und auch minimale Beschleunigung wahrnimmt. Der immer vorhersagen kann, wie sich das Fahrzeug in einer bestimmten Situation verhalten sollte – und daher sofort weiß, wenn etwas anders ist. Ein Beifahrer, der dann all diese Wahrnehmungen detailgenau weitergeben kann, um das Verhalten des Fahrzeuges in Zukunft noch besser zu machen.

Natürlich sitzt bei einem Forschungsprojekt für digitale Messmethoden keine weitere Person im Fahrzeug. Vielmehr erfassen Messgeräte während der Erprobungsfahrten auf normalen Straßen vielfältige Bewegungsdaten des Fahrzeuges – von der Geschwindigkeit über den Lenkwinkel bis zum Bremsverhalten. Aus diesen Daten erkennt der Algorithmus dann Abweichungen und unplausibles Fahrzeugverhalten, Anomalien eben. So, wie der hochsensible Beifahrer, nur noch viel genauer. Und: Der Algorithmus kann auf Basis vorhandener Parameter prognostizieren, wie sich das automatisiert fahrende Fahrzeug normalerweise in der Abfolge bestimmter Situation verhalten müsste, so dass er auch hier feinste Abweichungen registriert. Alles Daten, die für die Analyse und Anlauftauglichkeit von Fahrerassistenzsystemen im BMW Group Werk Dingolfing extrem wertvoll sind. „Die Erprobungsstrecke haben wir bewusst danach ausgewählt, dass ein Spurwechsel, ein Abbremsen oder eine Beschleunigung auch mal nicht so rund und sanft verlaufen, wie es im Sinne des BMW Kunden und im Selbstverständnis der Premium-Qualität ist“, sagt Projektleiter Gerald Sagmeister. 

Schlüsselinnovation 2: KI-basierte Generierung von künstlichen Daten und Datenerweiterung

 Um zusätzlich zu den Erkenntnissen aus den Realdaten eine möglichst große Bandbreite an Ergebnissen zu erhalten und auch den Erkennungs-Algorithmus noch besser zu trainieren, entwickelt das Projekt DaDriVE Methoden, diese Daten künstlich zu erzeugen. Die KI rechnet dazu die gemessenen Daten hoch und konstruiert zusätzliche neue Datensätze, die leicht vom Original abweichen. Auf diese Weise erstellt das System aus einer in der Realität gemessenen Situation, in dem das Fahrerassistenzsystem zum Beispiel unerklärlich abrupt bremst, beliebig viele weitere Situationen. Die Fahrzeugabsicherung kann so das Fahrverhalten bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten oder Straßenverhältnissen untersuchen, ohne dass die Situation real auftreten muss. „Für unsere Forschung ist die erweiterte Datenanalyse mit KI besonders interessant“, erläutert Prof. Thomas Limbrunner, TH Deggendorf, den Ansatz, der auch viele Fahrkilometer spart. „Wir können uns nicht immer darauf verlassen, dass eine Sondersituation, die wir untersuchen wollen, auch wirklich eintritt. Mittels KI können wir diese Situation aber rechnerisch erzeugen – und sie dann optimal auswerten.“

Schlüsselinnovation 3: Nutzung synthetischer Szenarien zur Fahrzeugabsicherung

Um spezielle Situationen und Szenarien geht es auch in der dritten Schlüsselinnovation. Vom Wetter bis zur Straßenbeschilderung kann das Team durch Eingriffe in die Fahrzeugkommunikation andere Umfeldbedingungen simulieren als zum Zeitpunkt der Fahrt real vorhanden. Beispielsweise plant das Team, Daten ins Testfahrzeug einzuspielen, die dem Assistenzsystem signalisieren, es sei in den USA. So kann die korrekte Funktion mit der dortigen Gestaltung von Ampelanlagen ebenso geprüft werden wie die Erkennung der Straßenmarkierungen. Auch das Verhalten des Systems bei Starkregen lässt sich testen, obwohl die Sonne scheint.

Diese Form der Simulation verbessert die Planbarkeit von Testfahrten und ist vor allem für den Export wichtig. Die Entwicklungsfachstellen der BMW Group können so die Fahrerassistenzsysteme optimal auf länderspezifische Zulassungsanforderungen abstimmen, ohne dass zuvor ein Test vor Ort gelaufen sein muss. „Unser Ziel ist es, die Absicherung definierter Umfeldbedingungen im Rahmen der Absicherung der Anlauftauglichkeit schneller und mit reduziertem Aufwand handhabbar zu machen“, erläutert Dr. Franziska Wutz, Data Scientist und Projektleitung DaDriVe bei b-plus technologies.

Bewährte Partner

Bereits 2021 haben das BMW Group Werk Dingolfing, die TH Deggendorf und b-plus technologies erfolgreich ein gemeinsames Forschungsprojekt zur Absicherung automatisierter Fahrfunktionen abgeschlossen. „Die damals gewonnenen Erkenntnisse helfen uns für das neue Projekt natürlich enorm weiter“, erklärt Sagmeister. „In DaDriVe fahren wir jedoch einen völlig neuen Ansatz, indem wir verstärkt KI einsetzen und die neuen Methoden speziell für unsere werksseitigen Bedarfe aufgrund der Vielfalt an Fahrzeugvarianten und Sonderausstattungen nutzen.“

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Wer kennt den Lotuseffekt und den Klettverschluss? Ja, inzwischen fast jeder. Das sind ja auch tolle Erfindungen. Doch was hat man sich inzwischen außerdem von der Natur für die Technik abgeschaut? Und welche Tiere bzw. Mechanismen aus der Natur stecken dahinter? Kirsten Wommer, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bionik-Forschungsteam der THD, bringt zu dieser Kinderuni am Freitag, 24.11.2023 um 17 Uhr zahlreiche Beispiele mit. In einem interaktiven Quiz können diese entdeckt und kennengelernt werden. Quizfrage vorab: Was haben wir uns von Schmetterling und Eule abgeschaut? Komm und lass dich überraschen von den neuesten Entwicklungen der Bionik, am Campus der THD in Deggendorf, Hörsaal B.004.

Die Kinderuni der THD wird vom MINT-Team der Hochschule organisiert. Die Veranstaltung findet im Raum B.004 am Campus der THD statt und dauert etwa eine Stunde. Eine Anmeldung ist nicht nötig. Fleißige Besucherinnen und Besucher können Stempel für ihren Kinderuni-Pass sammeln. Erwachsene Begleitpersonen sind herzlich eingeladen, der Veranstaltung in den hinteren Reihen des Hörsaals zu folgen. Parkmöglichkeiten bestehen in der für diesen Zeitraum geöffneten Tiefgarage der THD am Ende der Edlmairstraße.

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Drohnen und Virtual Reality (VR)-Brillen revolutionieren derzeit die Gesundheitsversorgung, gerade in ländlichen Gebieten. In der Erwachsenen-Uni des European Campus Rottal-Inn (ECRI) am Dienstag, 28. November dreht sich daher alles um das Thema Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum. Start der Vorlesung ist um 17 Uhr am Campus in Pfarrkirchen.

Unter dem Titel "Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum - Verbesserung mit Hilfe von Drohnen und Virtual Reality (VR)-Brillen" nimmt Anna Schmaus-Klughammer, LLB (hons) die Teilnehmenden mit in die digitale Revolution. Sie geht dabei insbesondere auf das Forschungsprojekt med4PAN ein und zeigt, wie mit Drohnen schnell und effizient medizinische Geräte zu entlegenen Orten transportiert werden können. Die Teilnehmenden der Erwachsenen-Uni werden ebenfalls die Vorteile von VR-Brillen in der medizinischen Versorgung kennenlernen. Schmaus-Klughammer gibt Einblicke, wie Fachärzte mit VR-Brillen aus der Ferne Patientenuntersuchungen durchführen, medizinisches Personal schulen oder komplexe Eingriffe in Echtzeit überwachen können. Vom Einsatz dieser Technik profitieren vor allem Bewohner ländlicher Gebiete, die so Zugang zu Fachwissen und spezialisierten Dienstleistungen bekommen, ohne weite Wege zurücklegen zu müssen.

Die Erwachsenen-Uni findet in regelmäßigen Abständen statt und bietet Vorträge aus den verschiedenen Forschungsbereichen des ECRI. Sie steht allen Interessierten offen. Vorkenntnisse oder eine vorherige Anmeldung sind nicht nötig. Ausführliche Informationen zur Veranstaltung gibt es im Internet unter www.th-deg.de/erwachsenenuni.

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Auf Einladung des vom Bayerischen Staatsministerium geförderten Projekts „DeinHaus 4.0 Niederbayern“ der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) tauschten sich mehr als 130 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, darunter Gäste aus Ministerium und Landratsamt, über technisch-digitale Alltagshilfen aus. Mit dem Wandel unserer Gesellschaft werden die Plätze in den Pflegeheimen in den kommenden Jahren voraussichtlich nicht mehr ausreichen. Wie kann es dank intelligenter Technik gelingen, auch im Alter möglichst lange in den eigenen vier Wänden zu leben? Genau mit dieser Frage beschäftigte sich das Projekt und damit auch der Fachtag am 26. und 27. Oktober in Deggendorf. Das Interesse und die Nachfrage waren enorm.

Im Rahmen einer 9-monatigen Studie wurden 75 Haushalte älterer Menschen mit Sensoren ausgestattet. Ende Oktober war es dann so weit: Gemeinsam mit den Studienteilnehmern wurden die Ergebnisse zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgestellt. Fast 25 Millionen Datensätze – zum Beispiel über Schlaf, Bewegung oder die eigene Wohnung – wurden gesammelt. Die Ergebnisse führten bei vielen Teilnehmern zu einem Umdenken. Durch die Aufzeichnung des Schlafrhythmus konnten beispielsweise das Schnarchen und die Schlafqualität gemessen werden. Die smarte Körperwaage sammelte Daten über die Pulswellengeschwindigkeit. Bei einer Person zeigte sich schon während der Studie, dass die smarte Technik zuhause Leben retten kann. „Das Entscheidende ist, dass die Menschen damit gearbeitet haben. Also, dass sie gesagt haben, jetzt weiß ich Bescheid, jetzt ändere ich etwas. Ich ändere mein Verhalten, ich achte mehr auf meinen Schlaf und ich achte auf Bewegung.“, so Prof. Dr. Christian Rester, Dekan der Fakultät Angewandte Gesundheitswissenschaften an der THD.

Doch nicht nur Senioren können von den computergesteuerten Helfern profitieren: Das Projekt richtet sich an alle, die mit pflegebedürftigen Personen in Kontakt kommen, und auch an Familien mit Kindern. Dr. Thomas Huber vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege betont: „Ich denke, dass wir sehr viele Möglichkeiten auf dem Markt haben. Aber es fehlt zum einen an der Finanzierbarkeit. Wir müssen gemeinsam dafür sorgen, dass die Pflegeversicherung stärker in die Finanzierung einsteigt. Zum anderen setzt ein smartes Bayern voraus, dass die Menschen wissen, was es alles gibt und dass sie sich dann auch trauen, es zu nutzen.“ Mit dem Projekt DeinHaus 4.0 ist der Grundstein dafür bereits gelegt. Ältere Menschen haben den Nutzen intelligenter Technik erkannt und sind neugierig geworden. Das große Ziel ist es, ein Frühwarnsystem zu entwickeln, um Pflegebedürftige oder auch Ärzte rechtzeitig zu informieren. Dafür müssen die gesammelten Datensätze noch genauer analysiert werden. „Big Data - made in Niederbayern“ könnte also schon bald das Leben zuhause erleichtern.

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Die Technische Hochschule Deggendorf (THD) hat einen neuen Hochschulrat. Am 31. Oktober haben sich die Mitglieder zur ersten Sitzung getroffen. Als neuer Vorsitzender des amtierenden Hochschulrats wurde Dr. Georg Haber, Präsident der Handwerkskammer Niederbayern/Oberpfalz einstimmig gewählt. Die Amtszeit des Gremiums endet am 31. September 2027.

Der Hochschulrat übernimmt im Hochschulgeschehen eine bedeutende Funktion. Hochschulräte geben Empfehlungen zur Profilbildung der Hochschule, zur Schwerpunktsetzung in Forschung und Lehre sowie zur Weiterentwicklung des Studienangebotes. Der Hochschulrat ist zudem für die Wahl des Präsidenten zuständig, nimmt Stellung zu Ziel- und Leistungsvereinbarungen der Hochschule mit dem Ministerium und beschließt unter anderem über die Grundordnung, also über das Grundgesetz der Hochschule. Ferner nimmt er den Jahresbericht des Präsidiums entgegen. Es ist das einzige Organ, an dem nicht-hochschulangehörige Personen mitwirken. Die Grundordnung der THD sieht zehn Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Kultur und insbesondere aus Wirtschaft und beruflicher Praxis für das Amt vor. Dem Hochschulrat gehören außerdem die Mitglieder des Senats an. Miteinander sind sie beratend und kontrollierend tätig, vergleichbar mit einem Aufsichtsrat.

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Trotz kurzfristiger Verletzungs – und Krankheitsausfälle konnte die Technische Hochschule Deggendorf (THD) bei den diesjährigen Kämpfen um den Bayerischen Volleyball-Hochschulpokal mit gleich zwei Mixed-Teams in der Rosenheimer Gabor-Halle antreten. Und am Ende einmal mehr den Titel einheimsen.

Das große Interesse am Hochschulsport an der THD ist auch im aktuellem Wintersemester ungebrochen. Zur Freude der beiden Verantwortlichen, Carolin Stadler und Laura Wiedemann: „Bei diesem Wettbewerb der bayerischen Hochschulen und Universitäten bis 10.000 Studierende mit zwei Teams an den Start gehen zu können, dass ist super!“. Zumal die Gegner nicht nur zahlreich, sondern auch richtig stark waren, wie etwa die Universität der Bundeswehr München. Neben der bayerischen Landeshauptstadt und den Gastgebern standen auch gute Teams aus Ansbach oder Eichstätt-Ingolstadt mit auf dem Court. Dennoch gelang es dem einem Deggendorfer Team sich im Mittelfeld zu platzieren und während das andere nach anfänglichen Startschwierigkeiten einen fantastischen Lauf hatte und am Ende auf Platz 1 landete. Gegen die Volleyballerinnen und Volleyballer der Bundeswehr-Uni München entschied das THD-Hochschulteam im Finale zwei Sätze mit jeweils 25:14 (2:0) sehr deutlich für sich. Mit großartigem Teamspirit und herausragender Motivation wurde einmal mehr Erfolgsgeschichte geschrieben und der Siegerpokal abgeräumt.

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Am Freitag, 17. November findet die nächste Ausgabe der Kinderuni am European Campus Rottal-Inn (ECRI) statt. Dabei werden die jungen Nachwuchsforscherinnen und –forscher am Beispiel von Smoothies erfahren, warum mittlerweile Druck statt Hitze verwendet wird, um Lebensmittel zu konservieren und was das mit deren Preis zu tun hat. Die Vorlesung beginnt um 17 Uhr am Campus in Pfarrkirchen.

Unter dem Titel "Hochdruckkonservierung von Lebensmitteln - Totdrücken statt Totkochen?" zeigt Professor Dr. Markus Hainthaler den kleinen Akademikern den Weg von der heutigen Konservierung mit Hitze bis hin zu aktuellen Forschungsergebnissen in der Hochdruckkonservierung. Das neue Verfahren der Hochdruckkonservierung ist nachhaltiger, da es wertvolle Ressourcen spart, ist dafür aber teurer. Warum das so ist und wie die sogenannte Pascalisation funktioniert, werden die Kinder zusammen mit Prof. Hainthaler in der Kinderuni aufdecken.

Alle wissbegierigen Nachwuchs-Studierenden zwischen acht und 13 Jahren sind herzlich eingeladen dabei zu sein. Begleitpersonen dürfen wie immer gerne mitkommen und von den hinteren Reihen aus zuhören. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bekommen beim Besuch der Vorlesung einen Kinderuni-Ausweis und dürfen sich nach fünf besuchten Vorlesungen über eine Medaille freuen. Weitere Infos zur Kinderuni gibt es im Internet unter www.th-deg.de/kinderuni.

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Die Technische Hochschule Deggendorf (THD) hat am 31. Oktober zum achten Mal das „Römer-Stipendium“ vergeben. Für Thomas Wölfl, Mechatronik Student an der THD, gibt es nun ein Unterstützungsbudget von insgesamt 4.800 Euro. Monatlicher wird er in den ersten vier Semestern einen Zuschuss von 200 Euro erhalten. So kann Wölfl seinem Studienalltag noch intensiver nachgehen.

Das Stipendium der J.C. Römer-Stiftung aus Grafenau richtet sich an Studierende, die sich durch ihre berufliche Erfahrung oder Meisterprüfung für ein ingenieurwissenschaftliches Studium qualifiziert haben. Für sie ist die Veränderung aus dem Beruf zu einem Vollzeitstudium finanziell ein besonders großer Schritt. Seit 2015 profitierten insgesamt 16 Studierende vom Stipendium der J.C. Römer-Stiftung. Bei der Vergabe wurde die Stiftung vom Career Service der THD unterstützt.

Seit 2009 ist in Deutschland ein Studium auch ohne Abitur möglich. Mit einer Meisterprüfung oder beruflicher Erfahrung können sich junge Menschen für eine akademische Laufbahn qualifizieren. An der THD sind es jährlich rund 40 Studierende, die so zu ihrem Studium finden.

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Vom 11. bis 13. Oktober fand in Bad Gleichenberg, Österreich, die internationale ATLAS-Jahrestagung statt, die von der FH JOANNEUM ausgerichtet wurde. Die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen Veronika Jánová und Linn Albert vom European-Campus Rottal-Inn (ECRI) stellten dort zwei Projekte vor.

Die Konferenz stand unter dem Motto “Quality of Life: Health, Tourism and Climate” und bot einen multiperspektivischen Blick auf den Tourismus und eine Vielzahl von aktuellen Herausforderungen. Im Special Track "Quality of Life, Well-Being, Climate Change: Bridging the Theory-Action Gap" stellte Veronika Jánová das Interreg-Alpenraumprojekt BeyondSnow vor. Das Projekt wird von Prof. Dr. Marcus Herntrei geleitet und zielt darauf ab, die sozio-ökologische Klimaresilienz kleiner Schneetourismusdestinationen und -gemeinden in mittleren Höhenlagen zu erhöhen, damit diese ihre Attraktivität für Bewohner:innen und Tourist:innen erhalten können. In zehn Pilotregionen im Alpenraum werden unter breiter Beteiligung von lokalen Leistungsträgern Anpassungsstrategien an den Klimawandel erarbeitet. Damit wird zum ersten Mal ein digitales Tool eingesetzt, das datenbasierte Lösungen und konkrete Vorschläge liefert und somit den alpinen Tourismusregionen ermöglicht, ihr Tourismusangebot unter Berücksichtigung des ökologischen Wandels anzupassen und zu revitalisieren. Das so genannte Resilience Decision Making Digital Tool wird Empfehlungen für den Übergang zu nachhaltigen Tourismusmodellen generieren und dazu beitragen, wertvolle regionale Ressourcen zu erhalten.

Im Rahmen des Special Track “Good Practice in Learning and Teaching Tourism in Higher Education” stellte Linn Albert das medien- und didaktikorientierte Projekt XtraveL vor. Unter Leitung von Prof. Dr. Sascha Kreiskott entwickelt das XtraveL-Team ein innovatives und übertragbares Lehrmodul, das sich auf praktische und theoretische Kompetenzen für nachhaltige Reiseplanung und hybride Exkursionen in der Hochschulbildung konzentriert. Einzelne Elemente können von verschiedenen Akteuren in der Hochschulbildung für die Planung von Exkursionen, die Dokumentation von Veranstaltungen oder Exkursionen oder für das Lehren und Lernen von praxisnahen und zukunftsrelevanten Kompetenzen verwendet werden.

Die ATLAS Jahreskonferenz fand dieses Jahr erstmals hybrid statt und bot insgesamt sieben Special Tracks, bestehend aus wissenschaftlichen Vorträgen, Planspielen und Workshops. Es wurden die Themen Circular Economy in the Space of Tourism and Hospitality, Cultural Routes, Sustainable Transport in Rural Areas, Urban Tourism and Well-Being, Quality of Life and Climate Change, Good Practice in Learning and Teaching Tourism in Higher Education und Event Crisis Management von Teilnehmern aus mehr als 20 Ländern intensiv diskutiert.

Die Association for Tourism and Leisure Education and Research (ATLAS) ist eine mitgliederbasierte Netzwerk- und Forschungsorganisation. Ihr Hauptziel ist die Förderung von Bildung und Forschung im Bereich Tourismus und Freizeit durch regelmäßige Treffen und Informationsaustausch zwischen den Mitgliedsinstitutionen.

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Die Europäische Organisation für Kernforschung (CERN) ist eine Großforschungseinrichtung von Weltruf in der Nähe von Genf. Jährlich veranstaltet sie ein Seminar aus Informatikvorlesungen, den CERN Spring Campus, in einem ihrer 23 Mitgliedstaaten. Im März 2024 findet dieser an der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) statt.

„Der CERN Spring Campus wurde im Jahr 2014 ins Leben gerufen und bringt Hightech-Wissen des CERN in die Mitgliedstaaten. An vier Tagen unterrichten Experten des CERN Informatikvorlesungen und teilen ihr Wissen“, berichtet Prof. Dr. Patrick Glauner, KI-Professor an der THD. Weitere Schwerpunkte der Veranstaltung seien ein Hackathon und der kulturelle Austausch.

Im kommenden Jahr wird der CERN Spring Campus vom 11. bis 14. März an der THD stattfinden. Themen der Vorlesungen sind unter anderem Künstliche Intelligenz, IT-Sicherheit, Usability, verteilte Systeme und Soft Skills. Die Zielgruppe sind in erster Linie Bachelor- und Masterstudenten der Informatik oder verwandter Studiengänge. Darüber hinaus gibt es auch eine begrenzte Anzahl von Plätzen für Hochschulabsolventen.

Aufmerksam auf die THD als Veranstaltungsort wurde das CERN durch Professor Glauner. Der ehemalige CERN-Mitarbeiter freut sich über die weitere Zusammenarbeit: „Bisher konnte ich mehrere meiner Studierenden für ein Praktikum an das CERN vermitteln. Jetzt machen wir mit dem CERN Spring Campus einen weiteren Schritt und bringen das Hightech-Wissen des CERN nach Niederbayern.“ Zudem bestehe für die Teilnehmer die Möglichkeit, nach erfolgreichem Abschluss einer Prüfung ein Zertifikat im Umfang von 2 ECTS zu erhalten.

Weitergehende Informationen zum CERN Spring Campus sind unter www.cern.ch/springcampus verfügbar. Bewerbungen auf einen Platz sind ab sofort möglich. Bei Fragen dazu steht außerdem Prof. Glauner unter patrick.glauner@th-deg.de oder 0991/3615-453 gerne direkt als Ansprechpartner zur Verfügung.

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Die Technische Hochschule Deggendorf (THD) wurde am 31. Oktober von Brigitte Zypries, Bundeswirtschaftsministerin a. D. und Schirmherrin der Initiative „Arbeitgeber der Zukunft!“, ausgezeichnet. Die Deggendorfer Hochschule zählt damit zu den Vorreitern im Wettbewerb um die besten Talente auf dem Arbeitsmarkt.

Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, hat die THD umfassende Maßnahmen ergriffen: Die gezielte Ansprache geeigneter Profile, Willkommensveranstaltungen für neue Mitarbeitende und die Darstellung der Vorteile des öffentlichen Dienstes gepaart mit modernen Arbeitsbedingungen. Die Hochschule setzt auf Präventionsmaßnahmen, flexible Arbeitszeitmodelle, Führungskräfte-Entwicklungsprogramme und Nachwuchsprofessuren.

Das Siegel „Arbeitgeber der Zukunft“ wurde der THD vom Deutschen Innovationsinstitut für Nachhaltigkeit und Digitalisierung (DIND) in Kooperation mit dem DUB UNTERNEHMER Magazin verliehen. Die Auszeichnung betont die Bedeutung von Digitalisierung und Nachhaltigkeit für den langfristigen Erfolg von Unternehmen. Der Auswahlprozess beinhaltet ein zweistufiges Prüfverfahren: den Smart Company Check, einen Online-Fragebogen in Zusammenarbeit mit Experten, und den Digitalen Außencheck, eine Touch-Point-Analyse durch Professionelles Social Listening. Im Fall der THD war der Erfolg im Digitalen Außencheck ausschlaggebend.

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Am 12. und 13. Oktober fand in Wien der „pflegekongress23“ statt. Experten und Expertinnen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz teilten dort vor Fachpublikum ihr Wissen. Auch die Technische Hochschule Deggendorf (THD) war durch die wissenschaftlichen Mitarbeiter Lydia Bauernfeind und Daniel Schümann von der Fakultät Angewandte Gesundheitswissenschaften vertreten.

Lydia Bauernfeind war eingeladen, einen Vortrag über ihr Forschungsthema „Pediatric Palliative Critical Care Nursing“ zu halten. Dabei beschäftigt sie sich mit der Frage, wie eine würdevolle Palliativ-Versorgung von sterbenden Kindern und die gleichzeitige Betreuung der Eltern im Setting einer Intensivstation möglich ist. In einer qualitativen Erhebung haben Eltern, deren Kinder bereits auf Intensivstationen verstorben sind, ihre Erfahrungen mit Lydia Bauernfeind geteilt. Daraus entwickelte sie Handlungsempfehlungen für Pflegepersonal auf Intensivstationen, die sie den Zuhörerinnen und Zuhörern ihres Vortrags mit auf den Weg gab. Die ausgesprochenen Empfehlungen beinhalteten die Anpassung organisatorischer und struktureller Rahmenbedingungen, Möglichkeiten zur Erinnerungssammlung, Aspekte zum Symptommanagement mit Fokus auf Erhöhung der Lebensqualität und Ermöglichen eines würdevollen Sterbens. Auch wurden Informationen zum hohen Stellenwert der Kommunikation und Möglichkeiten zur Trauerarbeit übermittelt.

Daniel Schümann präsentierte die Begleitstudie zum Projekt DeinHaus 4.0, das vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege gefördert wird. In der Posterausstellung des Kongresses und bei einem Posterwalk hatte Daniel Schümann die Gelegenheit, erste Ergebnisse der Studie näher auszuführen. In dieser testeten Seniorinnen und Senioren über mehrere Monate digitale Unterstützungsangebote in ihrem eigenen Zuhause. Regelmäßig waren die Probanden aufgerufen, von ihren Erfahrungen zu berichten. Diese reichten von den individuellen Hoffnungen und Bedürfnissen der Studienteilnehmer, dem Bewusstwerden des persönlichen Nutzens der Technik sowie dem Lernprozess, mit der Sensorik umzugehen. Sehr deutlich kam heraus, dass den teilnehmenden Personen die Begleitung und Schulung durch Fachpersonal besonders wichtig war.

Während des Kongresses konnte auch mit den Referenten und Referentinnen und den Teilnehmenden in den Austausch gegangen und Kontakte geknüpft werden. Der „pflegekongress23“ in Wien war eine gute Möglichkeit, die THD zu repräsentieren und auf die Forschungsarbeiten der Fakultät Angewandte Gesundheitswissenschaften aufmerksam zu machen.

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Welche Studiengänge gibt es an der THD? Welche Fächer finde ich interessant? Wie läuft das Studium ab? Und wie sieht es überhaupt so aus, am Campus, in den Hörsälen und den Laboren der THD? Am 2. November finden Studieninteressierte die Antworten dazu. Von 10 bis 16 Uhr lädt die Technische Hochschule Deggendorf (THD) alle Schülerinnen und Schüler ab der zehnten Klasse zum Schnupperstudium an den Campus ein.

„Studienwahl ist natürlich die Wahl des richtigen Studiengangs. Aber nicht nur. Mit unserem Schnupperstudium möchten wir unseren Campus in Deggendorf erlebbar machen. Unser Studienangebot ist dann genauso Thema wie unser Studienort. Wohlfühlen soll man sich ja auch“, erklärt Tatjana Peintinger von der Studienorientierung. Peintinger und ihre Kolleginnen und Kollegen haben zusammen mit den Fakultäten und weiteren Referaten der THD ein abwechslungsreiches Programm für alle Studieninteressierten zusammengestellt. Aus den einzelnen Veranstaltungen kann jeder frei wählen. Persönlichen Austausch zu Themen wie Bewerbungsverfahren, Auslandssemester und Orientierungsstudium finden die Besucherinnen und Besucher bei der Infomesse. Vorlesungen und Laborführungen an den einzelnen Fakultäten erzeugen ein erstes Hochschul-Feeling. Zudem sind die Firmen Caverion, Streicher, und Rhode & Schwarz vor Ort und informieren über Berufs- und Einstiegsmöglichkeiten im Rahmen eines dualen Studiums. Eine Anmeldung zum Schnupperstudium ist nicht notwendig. Auch Eltern sind herzlich willkommen. Weitere Infos zum Ablauf und zum Programm unter www.th-deg.de/schnupperstudium

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Eine Gruppe kolumbianischer Studierender besuchte Ende Oktober die Fakultät Elektrotechnik und Medientechnik an der Technischen Hochschule Deggendorf (THD). Eine Initiative der THD und der kolumbianischen Universität Del Valle ermöglichte den Besuch. Die Gäste aus Kolumbien wurden von der Fakultät und den Studierenden des Studiengangs Elektrotechnik herzlich empfangen und mit Spitzenforschung und aufstrebenden Technologien vertraut gemacht.

Höhepunkte des Besuchs waren die Besichtigung mehrerer Labore, ein Treffen mit Studierenden während eines Laborpraktikums sowie Vorlesungen und Workshops von Professoren. Für Prof. Dr.-Ing. Nikolaus Müller, Studienfachberater der Fakultät Elektrotechnik und Medientechnik sind internationale Austauschprogramme wie diese von unschätzbarem Wert: „Wir freuen uns sehr, diese talentierten Studierenden aus Kolumbien bei uns zu haben. Diese Erfahrung wird nicht nur ihnen, sondern auch unserer akademischen Gemeinschaft zugutekommen."

Natürlich erkundeten die kolumbianischen Studierenden auch die Altstadt Deggendorfs, kosteten traditionelle bayerische Küche und schlossen erste Freundschaften. Für Juan Pablo Lasso Jaramillo war die Reise nach Deutschland eine unvergessliche Erfahrung: „An der Fakultät Elektrotechnik und Medientechnik wird in top ausgestatten Laboren die praktische Umsetzung des theoretisch Gelernten ermöglicht. So versteht man alles besser und lernt viel schneller. Die Menschen, die wir in der kurzen Zeit kennengelernt haben, waren so gastfreundlich, und wir werden diese Erinnerungen für immer in unseren Herzen tragen."

Die Fakultät Elektrotechnik und Medientechnik will in Zukunft mehr internationale Studierende willkommen heißen und globale Beziehungen im Bereich Elektrotechnik fördern. Der Bildungsaustausch zwischen der THD und der Universidad Del Valle markierte dafür den Anfang.