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Der Mensch im Mittelpunkt der Pflege

Konsensuskonferenz zur Personzentrierung an der THD

30.6.2026 | THD-Pressestelle

Die THD stellte einen der vier Projektstandorte zur Konsensuskonferenz von PerCen NursEdu.
Presseartikel

Bild (THD):

Wie können Studierende in der hochschulischen Pflegeausbildung so begleitet werden, dass sie eine personzentrierte Haltung entwickeln und entsprechend handeln können? Mit dieser Frage befasst sich das Projekt Person-Centred Nursing Education (PerCen NursEdu) des EU-Programms Erasmus+. Bei einer hybriden Konsensuskonferenz arbeitete die Technische Hochschule Deggendorf (THD) gemeinsam mit Partnerinstitutionen aus Österreich, der Schweiz und Südtirol am 24. Juni daran, einen theoretischen Bezugsrahmen zur Förderung der Kompetenzentwicklung für eine personzentrierte Praxis weiterzuentwickeln.

Personzentrierung gilt als zentrales Qualitätsmerkmal professioneller Pflege. Sie richtet den Blick nicht allein auf gesundheitliche Defizite oder Diagnosen, sondern auf Menschen mit ihren individuellen Lebenssituationen, Erfahrungen, Bedürfnissen und Ressourcen. Damit angehendes Pflegefachpersonal diese Perspektive bereits im Studium entwickeln kann, braucht es unter anderem fundiertes Wissen über Kompetenzdimensionen, die für personzentriertes Handeln besonders bedeutsam sind.

Länderübergreifende Zusammenarbeit

Rund 40 Expertinnen und Experten der Pflegewissenschaft, -lehre und -praxis aus dem deutschsprachigen Raum arbeiteten zeitgleich an vier verschiedenen Projektstandorten. Einer davon befand sich an der Fakultät Angewandte Gesundheitswissenschaften der THD und brachte die deutsche Perspektive in die internationale Konferenz ein. In mehreren Runden diskutierten die Projektgruppen den theoretischen Bezugsrahmen. Dabei wurde herausgearbeitet, wie dieser von den Teilnehmenden aufgenommen und gedeutet wird und welche Empfehlungen sich daraus für die weitere Entwicklung ergeben. In einem gemeinsamen hybriden Abschluss wurden die Ergebnisse zusammengeführt.

Für das THD-Projektteam – bestehend aus Prof. Dr. Doris Eberhardt, Studiengangsleitung des Bachelors Pflegepädagogik, sowie den Projektmitarbeitenden Luisa Kraus und Alexander Raab – markierte die Konsensuskonferenz einen wichtigen Meilenstein im Projektverlauf. Sie eröffnete einen intensiven länderübergreifenden Austausch zwischen Wissenschaft, Lehre und Pflegepraxis und trug zur fachlichen Schärfung des theoretischen Bezugsrahmens bei. Auf Grundlage der Konferenzergebnisse wird dieser nun weiterentwickelt. Daran schließt der nächste zentrale Arbeitsschritt an, für den die THD die Führung übernimmt: die didaktische Konkretisierung der Kompetenzdimensionen. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, welche Lehr-Lern-Formate und didaktischen Konzepte geeignet sind, um die im Bezugsrahmen beschriebenen Kompetenzdimensionen gezielt zu fördern.

Projektkonsortium und Förderung

Zum Projektkonsortium gehören die Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften, die Fachhochschule Wiener Neustadt, die Berner Fachhochschule, die Landesfachhochschule für Gesundheitsberufe Claudiana und die Technische Hochschule Deggendorf.

Das Projekt wird von der Europäischen Union finanziert. Die geäußerten Ansichten und Meinungen entsprechen jedoch ausschließlich denen der Autorin oder des Autors bzw. der Autorinnen oder Autoren und spiegeln nicht zwingend die der Europäischen Union oder der OeAD-GmbH wider. Weder die Europäische Union noch die OeAD-GmbH können dafür verantwortlich gemacht werden.